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Ensembles Ensemble Ortskern Kirchenlamitz mini|Rathaus am Marktplatz mini|Zeilendorf Reicholdsgrün Kirchenlamitz (), an einer alten Reichsstraße gelegen, entwickelte sich vor allem entlang dem westöstlich verlaufenden, langen Straßenzug, der sich in der Mitte, bei der Abzweigung der Straße nach Wunsiedel, zu einem unregelmäßig geformten Marktplatz ausweitet. Schwerpunktartig beherrschen das Rathaus, ein dem kriegszerstörten Vorgängerbau angeglichener Neubau von 1950 mit Walmdach und Dachreiter, sowie die dahinter aufragende neugotische Stadtpfarrkirche den Marktplatz und die Flucht der Weißenstädter Straße im stadteinwärts gerichteten Blick. Der höher gelegene Kirchenbezirk, wahrscheinlich einst ein Kirchgaden, ist gegen den Marktplatz und die Hofer Straße durch Häuserzeilen abgeriegelt. Nördlich schließt sich dort die Rosengasse an. Der Lage am Hang entsprechend ist die südlich die Kirche flankierende Häuserzeile zum Kirchplatz ein-, zur tieferliegenden Hofer Straße zweigeschossig ausgebildet. Vom Hauptstraßenzug unabhängig, südlich zu diesem etwa parallel orientiert, folgt die Königstraße dem Lamitzbach, den sie in ihrem mittleren, platzartig aufgeweiteten Verlauf im Sinne einer Bachzeilenanlage beiderseits einrahmt. Der offene Bachlauf ist an mehreren Stellen mit Granitplatten überbrückt. Die Straßenzüge des Ortskerns zeichnen sich durch eine regulierte geschlossene Bebauung mit zweigeschossigen Traufseithäusern biedermeierlichen Charakters aus, die überwiegend aus der Wiederaufbauzeit nach den Stadtbränden von 1830 und 1836 stammen. Die schlichten Gebäude sind durch einfache Rahmungen, Sohlbankbänder und Traufgesimse sparsam gegliedert; ihre geschieferten Dächer weisen kleine stehende Gauben auf. Einige von den Bränden verschonte, spätbarocke Häuser sowie einzelne Bauformen (Torbögen und Fensterrahmungen) wurden beim Wiederaufbau, der mittels Bauverordnungen auf ein einheitliches Gesamtbild zielte, miteinbezogen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Bebauung nach ähnlichem Muster an der Weißenstädter und an der Hofer Straße fortgesetzt. Aktennummer: E-4-79-129-1.

Ensemble Ortskern Reicholdsgrün Reicholdsgrün () ist ein Zeilendorf der spätmittelalterlichen Rodungsperiode und jünger als die Rundangerdörfer der Umgebung. Durch Hofteilung entstanden 22 Höfe in einer Reihe nördlich der leicht geschwungenen Straße. Im 18. Jahrhundert kamen das Schmiedeanwesen im Westen und das Hirten- und Schulhaus im Osten dazu. Der Baubestand des Dorfes zeigt eine hohe Regelmäßigkeit in den giebelständigen Wohnhäusern und ihren älteren Nebengebäuden. Lediglich die ehemaligen gemeindlichen Bauten wie Schmiede (heute Wirtshaus), Schule und Hirtenhaus stehen traufseitig zur Straße. Der relativ einheitliche Wiederaufbau nach zwei Großbränden in den Jahren 1852 und 1892 erfolgte unter Verwendung älterer Teile in zwei zweigeschossigen und dreiachsigen Haustypen mit Schieferdeckung, vor allem im westlichen Ortsbereich das Halbwalmdachhaus und im mittleren Ortsbereich das Satteldachhaus mit Doppelfenster im Giebel. Der rückwärtige Scheunenrand ist in großen Bereichen ebenso erhalten, wie sich in den Höfen noch zahlreiche für das Fichtelgebirge charakteristische Granitbrunnentröge befinden. Südlich der Straße sind auf den ursprünglich freien Flurstücken seit dem 19. Jahrhundert zum Teil Gärten und später landwirtschaftliche Nebengebäude entstanden. Aktennummer: E-4-79-129-3.

Baudenkmäler nach Gemeindeteilen Kirchenlamitz

Epprechtstein

Fichtenhammer

Großschloppen

Hinteres Buchhaus

Hohenbuch

Neuenhammer

Niederlamitz

Raumetengrün

Reicholdsgrün

Ehemalige Baudenkmäler

Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Kirchenlamitz

Literatur

Bernhard Hermann Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz. Die Kunstdenkmäler von Bayern, VIII. Regierungsbezirk Oberfranken, Band 1. München 1954. ISBN 3-486-41941-2.

Weblinks

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Anmerkungen

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