Paul Kratz (* 1. Mai 1884 in Koblenz; † 27. November 1958 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Bildhauer, der vor allem für seine Tierplastik bekannt war.Josephine Gabler: „Die Naturform muß reduziert werden“. Die Entwicklung der Tierplastik vom Abbild zum Formproblem. In: Alexander Bastek, Manfred Großkinsky (Hrsg.): Von Köpfen und Körpern. Frankfurter Bildhauerei aus dem Städel (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Museum Giersch in Frankfurt am Main vom 1. April 2006 bis 30. Juli 2006). Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main 2006. ISBN 3-935283-11-3. S. 44–53, hier S. 51. mini|Kämpfende Keiler

Leben mini|Paul Kratz 1958 Paul Kratz studierte bei Friedrich Hausmann am Städel die Bildhauerei. Zwei Jahre war er dessen Gehilfe und arbeitete in dieser Zeit am Frankfurter Märchenbrunnen mit und am Modell für das Frankfurter Ratssilber. Anschließend studierte er an Kunstakademie Berlin bei Peter Breuer und gewann Einblicke in das Herstellungsverfahren des Meißner Porzellans. In Rom absolvierte er einen einjährigen Studienaufenthalt.

Nach seiner Rückkehr aus Rom war Kratz gezwungen, als Bauplastiker zu arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu sichern,Kunst im öffentlichen Raum, Frankfurt am Main: Kratz, Paul bis er sich allmählich als Bildhauer etablieren konnte. Kratz schuf Bauplastiken, Denkmäler, sakrale Kunst und zahlreiche Tierfiguren. Er lebte und arbeitete hauptsächlich in Frankfurt am Main, unterbrochen von Aufträgen in Bremen und in Gotenhafen, als die Stadt nach 1939 mit deutscher Kunst ausgestattet wurde.Malgorzata Stepko-Pape: Die „wartende Stadt“. Gdynia – Gotenhafen (1926–1945). Diss., Universität Tübingen, 2010. S. 285.

Sein Meisteratelier im Bethmannpark in Frankfurt wurde im Zweiten Weltkrieg mit fast allen wertvollen Modellen ausgebombt. Nur einige vergrabene Bronzeplastiken sind erhalten geblieben. Nach dem Krieg fanden er und seine Frau, die Bildhauerin und Malerin Gretl Kratz-Hanow (1896–1975), eine Notunterkunft in einem Gartenhäuschen eines Großherzoglich-Luxemburgischen Anwesens am Burgweg in Königstein im Taunus. Von dort aus unterrichtete Kratz Verwundete in Lazaretten im Malen und Schnitzen und lebte von kleineren Aufträgen.Artikel der Taunus Zeitung im Januar 1956 zum 75. Geburtstag des Künstlers.

Werke (Auswahl) Kämpfende Keiler, um 1900, Bronze, Frankfurt Untermainkai Panther, 1930, Palmengarten Frankfurt

Literatur Die Rheinlande, Band 18, 1918, S. 97 (doi:10.11588/diglit.26488.30).

Alexander Bastek (Bearb.): Von Köpfen und Körpern. Frankfurter Bildhauerei aus dem Städel, Frankfurt a. M.: Städel 2006, ISBN 978-3-935283-11-3, S. 180–181.

Einzelnachweise

Weblinks Kunst im öffentlichen Raum, Frankfurt am Main: Kratz, Paul (Kurzbiografie), abgerufen am 2. Dezember 2014.

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