Pupping ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) in Oberösterreich im Bezirk Eferding im Hausruckviertel.
Geografie Pupping liegt im Eferdinger Becken des Hausruckviertels südwestlich der Donau, die hier um 270 Meter über dem Meeresniveau fließt. Im Nordwesten steigt das Gemeindegebiet auf 400 Meter an. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,9 und von West nach Ost 6 Kilometer. Die Gemeinde hat eine Fläche von Quadratkilometer. Davon sind 60 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 16 Prozent sind bewaldet und 12 Prozent entfallen auf die Donau.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 16 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Altau () Au bei Brandstatt () Au bei hohen Steg () Auhof () Brandstatt () Friedlau () Goldenberg () Gstaltenhof () Gstöttenau () Leumühle () Oberschaden () Pupping () Taubenbrunn () Unterschaden () Waschpoint () Wörth ()
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Oberschaden und Pupping.
Einziger Zählsprengel ist Pupping.
Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.
Nachbargemeinden
Geschichte Ortsgeschichte Am 31. Oktober 994 starb Bischof Wolfgang von Regensburg in der Kapelle des heiligen Othmar in Pupping. In Bezug auf dieses Ereignis wurde Pupping in der Vita Sancti Wolfgangi, die Otloh von St. Emmeram im 11. Jahrhundert verfasste, als „Puppinga“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname geht auf den althochdeutschen Personennamen Buppo zurück.
Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stammlager Stalag XVII D errichtet und war zunächst ein Zweiglager des Stalag XVII B Krems-Gneixendorf. Später wurde es in Stalag 237, Stalag 97 und Stalag 398 Pupping umbenannt. Das Lager bestand aus 15 Holzbaracken. Die Kommandantur und Unterkünfte der Wachmannschaft befanden sich im Puppinger Franziskanerkloster.Hubert Speckner: In der Gewalt des Feindes: Kriegsgefangenenlager in der „Ostmark“ 1939 bis 1945. R. Oldenbourg, München/Wien 2003, ISBN 3-486-56713-6, S. 258. Verstorbene Kriegsgefangene wurden beim Lagerfriedhof Deinham (Gemeinde Hartkirchen), der bereits im Ersten Weltkrieg als Lagerfriedhof Verwendung fand, begraben. Heute wird auf dem Kriegerdenkmal 1032 sowjetischer Kriegsgefangener gedacht. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Einwohnerentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Klosterkirche Pupping mini|hochkant|St.-Wolfgang-Kapelle
Schloss Auhof Klosterkirche Pupping: Die 1879 eingeweihte heutige Filialkirche wurde an der Stelle der früheren Kapelle zum hl. Othmar erbaut. Am 31. Oktober 994 verstarb der hl. Wolfgang vor dem Altar der Kapelle. Shalomkloster Pupping: Wurde anstelle des alten Klosters (1477–1801) nach 1879 errichtet und dient heute als Begegnungsort. St.-Wolfgang-Kapelle: Die Kapelle in der Ortschaft Brandstatt wurde an jener Stelle errichtet, an der der Bischof Wolfgang von Regensburg mit dem Schiff von Passau kommend, an Land gegangen sein soll, bevor er in die St.-Othmar-Kapelle nach Pupping gebracht wurde.
Wirtschaft und Infrastruktur Der Großteil des Gemeindegebiets wird durch die Landwirtschaft und hier zumeist vom Gemüseanbau dominiert. So gibt es hier einen großen Biobetrieb, der im Ortsteil Schaden beheimatet ist und von Eferding aus seine Produkte vermarktet.
Auch der Leitbetrieb der Region, der Gemüseverarbeitungsbetrieb Efko (Eferdinger Konserven), der seinen Hauptstandort in der Nachbargemeinde Hinzenbach hat, wird stark beliefert. Eine große Tischlerei, ein Betrieb zur Innenausstattung von Wohnungen sowie ein großer Schotterbetrieb sind in der Gemeinde beheimatet.
Verkehr Straße: Pupping liegt an der B 130 Nibelungen Straße (Eferding - Passau) mini|Bahnhaltestelle Pupping Bahn: Das Ortszentrum ist durch die Bahnhaltestelle Pupping der Aschacher Bahn erschlossen. Eine weitere Bahnhaltestelle liegt in der Ortschaft Leumühle. Der Eisenbahn-Güterverkehr auf der Aschacher Bahn ist bedeutend, der Personenverkehr beschränkt sich derzeit auf ein Zugpaar an Werktagen und auf ein Zugpaar an Wochenenden (Stand 2008) und Sonderverkehre zur Puppinger Gemüsemesse. Öffentlicher Verkehr: Pupping liegt an den Buslinien: Linz – Eferding – Passau/Haibach/St. Agatha/St. Ägidi (Liniennr. 2002/06) Aschach – Eferding – Bad Schallerbach – Wels (660) Bad Mühllacken – Eferding – Kirchberg – Pasching – Leonding Meixnerkreuzung (8177) Flugplatz Eferding (ICAO-Code LOLE): Der Flugplatz Eferding, primär ein Segelflugplatz mit Graspiste, liegt auf dem Gemeindegebiet Gstaltenhof der Gemeinde Pupping. Schifffahrt: Donau Schiffsanlegestelle: Im Ortsteil Brandstatt liegt eine (DDSG) - Schiffsanlegestelle der Donau. Radverkehr: Donauradweg R1: Der Donauradweg R1 führt über Pupping (Ortsteil Brandstatt).
Politik
Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 6 SPÖ und 5 FPÖ.(25 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 7 FPÖ und 6 SPÖ. (25 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 5 SPÖ und 3 FPÖ (19 Mandate).Wahl Oberösterreich 2021 orf.at
Bürgermeister Bürgermeister seit 1855 waren:
Wappen 60px|rechts Offizielle Beschreibung Gemeindewappens: „In Grün über einem silbernen Zwillings-Wellenbalken eine goldene, mit einem grünen, lateinischen Kreuz bestickte Mitra; zwischen deren goldenen, nach beiden Seiten herabhängenden Bändern ein goldenes, schräglinks gestelltes Beil.“ Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Grün.
Die grüne Farbe symbolisiert die Fruchtbarkeit des Gebiets, die beiden Wellenbalken die Donau und die Aschach. Mitra und Beil sind die Heiligenattribute des 994 in Pupping gestorbenen heiligen Wolfgang. Das Wappen wurde 18. Februar 1980 verliehen.
Persönlichkeiten Wolfgang von Regensburg (um 924–994), Heiliger, Reichsbischof zu St. Emmeran, 994 hier verstorben
Literatur Josef Hörmandinger: Hartkirchen. Hilkering. Pupping. Um 1975. Herbert Vogl (Hrsg.): Kleindenkmäler in den Gemeinden Eferding, Fraham, Hinzenbach, Pupping. Kulturverein Heimatbund Eferding, Eferding 2006.
Weblinks
Website der Gemeinde
Einzelnachweise Zahlen und Fakten, Gemeinde Pupping
Kategorie:Ersterwähnung 994 Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Aschach (Innbach) Kategorie:Eferdinger Becken