Stroheim ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) in Oberösterreich im Bezirk Eferding im Hausruckviertel.

Geografie Stroheim liegt auf auf einem Gneisriegel, der sich 220 bis über das Eferdinger Becken erhebt. Die höchste Erhebung, der Mayrhofberg, ist hoch und gleichzeitig der höchste Punkt des Bezirks Eferding. Im Norden fällt das Gelände schroff zur Aschach hin ab, die dort auf 2,7 km die Gemeindegrenze bildet. Weitere nennenswerte Gewässer gibt es aufgrund der Höhenlage nicht.

Die Ausdehnung beträgt von Norden nach Süden 7,8 und von Westen nach Osten 9 Kilometer. Die Gemeinde hat eine Fläche von  Quadratkilometer. Davon werden 62 Prozent landwirtschaftlich genutzt und 32 Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 22 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Großstroheim und Mayrhof.

Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.

Nachbargemeinden

Geschichte Ortsgeschichte Zwischen 1110 und 1130 wurde der Ort als Strachen erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert war der Name Chunrad (Konrad) in Stroheim sehr beliebt und ist zumindest in den Jahren um 1220, 1250, 1262, 1268 und 1272 bezeugt. Zwischen 1272 und 1301 finden sich in Urkunden der Schaunberger die Namen Chunrad von Strochen und Ulrich von Strochener. Weitere frühere Bezeichnungen von Stroheim sind unter anderem: Strochen, Strahen, Strohham, Stroham und Strohheim.

Bis 1848 war Stroheim eine Grundherrschaft. In jenem Jahr wurden die Gemeinden Mayrhof und Großstroheim gebildet, die 1876 zur Gemeinde Stroheim zusammengelegt wurden.

Religionen Um 1235 ließ Graf Johann I. von Schaunberg die katholische Pfarrkirche Stroheim erbauen. Das Bauwerk mit dem 52 m hohen Turm ist Johannes dem Täufer geweiht. Der Graf war Mitglied des Johanniterordens und übergab die Kirche als Filialkirche den Johannitern von Mailberg,Maximilian Weltin: Die Anfänge der Johanniterkommenden Mailberg und Stroheim. In: Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs. Linz 1996, S. 193–201 (). den späteren Maltesern. Aus dieser Tatsache leitet sich das Malteserkreuz im heutigen Gemeindewappen ab.

1784 wurde Stroheim eine eigene Pfarre. Die in ihren Ursprüngen gotische Pfarrkirche wurde später mehrfach umgebaut, so bekam sie unter anderem eine neugotische Inneneinrichtung; ihre heutige Form erhielt sie 1896/97.

Neben der Pfarrkirche gibt es noch die 1901 erbaute, vom Kloster Pupping gestiftete Landerlkapelle im Ortsteil Geisberg. Sie ist Ziel der jährlichen Christi-Himmelfahrtsprozessionen und kann auch als Hochzeitskirche genutzt werden.

Heute (2006) sind ungefähr 75 % der Bevölkerung Katholiken.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Stroheim mini|Aussichtswarte Mayrhofberg

Katholische Pfarrkirche Stroheim hl. Johannes der Täufer Malteser Commende Landerlkapelle: erbaut 1901 Mayrhofberg: auf dem höchsten Punkt der Gemeinde (654 m) befindet sich seit 1884 eine gemauerte Aussichtswarte.

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Wegen der Lage auf einem Berg gibt es keinen Durchzugsverkehr. Die L 1217 Stroheimer Straße führt von Eferding über Stroheim ins Aschachtal bei Waizenkirchen. Daneben gibt es untergeordnete Straßen in andere Nachbargemeinden.

Der öffentliche Personennahverkehr wird vom Oberösterreichischen Verkehrsverbund über die in Stroheim ansässige Firma Hehenberger betrieben. Die Buslinie 665 führt derzeit von Eferding über Hinzenbach nach Stroheim und endet in Reith. Seit Herbst 2022 werden manche Touren weiter über Waizenkirchen nach Dachsberg zum dortigen Gymnasium geführt.

Bildung Gemeindekindergarten Volksschule

Vereine Mehr als 10 Vereine bereichern das gesellschaftliche Leben von Stroheim, in den Bereichen Kultur, Sport, Gesellschaft usw. zwei Tennisplätze Asphaltbahn Beachvolleyballplatz öffentlicher Sportplatz Markierte Wanderwege im Winter eine 15 km lange Langlaufloipe

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 2 SPÖ. (15 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 3 SPÖ, 2 FPÖ und 1 BZÖ. (19 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 6 mea (miteinander), 2 BZÖ und 2 SPÖ. (19 Mandate) Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 4 mea (miteinander), 3 FPÖ und 1 SPÖ (19 Mandate).Wahl Oberösterreich 2021 orf.at

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1855 waren:

Wappen links|80px Blasonierung: Von Rot und Silber geviert mit einem Malteserkreuz in gewechselten Farben. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß. Das eingekerbte („achtspitzige“) Kreuz ist das Zeichen des 1113 in Jerusalem gegründeten Johanniter-, später Malteser-Ritterordens, der aus Anlass der Kreuzzüge zur Betreuung der Pilger und zur Verteidigung der Kirchen im Heiligen Land entstanden ist. Die Johanniter-Ordenskommende Stroheim wurde wahrscheinlich um 1260 oder schon 1235 auf Grund einer Schenkung der Herren von Schaunberg innerhalb ihres Machtbereiches errichtet und der Komturei Mailberg/NÖ. als Filiale übergeben; 1273 wird die Marienkirche oberhalb von „Strahen“ in einer Schenkungsurkunde an den Meister Wulfing in Mailberg erstmals schriftlich erwähnt. Nachdem 1780 bzw. 1784 die Errichtung der Pfarre Stroheim verfügt wurde, verzichtete 1790 die Malteser-Kommende auf das Patronatsrecht, das schließlich auf den Religionsfonds der neugeschaffenen Diözese Linz überging.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Johann Evangelist Aichinger (1805–1864), Direktor der Taubstummenanstalt in Wien Franz Hofer (1929–2020), Politiker Josef Hehenberger (* 1940), Zisterzienser und Missionar, Abt des Klosters Jequitibá 2004–2014

Weblinks

Seite der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Sauwald Kategorie:Südliche Mühlviertler Randlagen Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Aschach (Innbach) Kategorie:Ersterwähnung 1110 Kategorie:Eferdinger Becken