mini|Mörsdorf mit Sankt Kastor mini|Hängeseilbrücke Geierlay mit Blick in Richtung Sosberg Mörsdorf ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Kastellaun an. Mörsdorf ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.
Geographie Lage Mörsdorf liegt auf einem Hochplateau im nördlichen Hunsrück zwischen den Taleinschnitten des Dünnbachs im Nordosten und des Mörsdorfer Bachs im Südwesten. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Fettsmühle, Lindenhof und Petryhof.
Nachbarorte
Klima Der Jahresniederschlag beträgt 697 mm.Niederschlagsmittelwerte von Deutschland für den Zeitraum von 1961 bis 1990, Quelle: DWD
Geschichte Mörsdorf wurde im Jahre 1103 erstmals urkundlich erwähnt und war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Teil des dreiherrischen Beltheimer Gerichts. Ab 1794 stand der Ort unter französischer Herrschaft, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des Landes Rheinland-Pfalz.
Bis zum 30. Juni 2014 gehörte die Gemeinde zur Verbandsgemeinde Treis-Karden im Landkreis Cochem-Zell, dann wechselte sie in die Verbandsgemeinde Kastellaun im Rhein-Hunsrück-Kreis.
Statistik zur Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mörsdorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 688 1835 837 1871 770 1905 746 1939 789 1950 778 1961 705 Jahr Einwohner 1970 795 1987 716 1997 727 2005 720 2011 626 2017 600
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Mörsdorf besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Bürgermeister Ortsbürgermeister ist Marcus Kirchhoff. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 56,94 % und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 61,5 % jeweils für fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke mini|St. Castor von 1768, Innenraum mini|Heimatmuseum im ehemaligen Back- und Gemeindehaus Am 30. Mai 2015 fand der offizielle erste Spatenstich zum Bau der Hängeseilbrücke Geierlay statt, die in die 19. Etappe an den Saar-Hunsrück-Steig angebunden wird. Die Fertigstellung erfolgte Ende September, die offizielle Einweihung fand am 3. Oktober 2015 statt. Konstrukteur der Brücke ist der Schweizer Ingenieur Hans Pfaffen. Mit 360 Metern war sie die längste Hängeseilbrücke Deutschlands, bis im Jahr 2017 an der Rappbodetalsperre die Titan RT errichtet wurde. Pfarrkirche Sankt Kastor von 1768 Altes Rathaus von 1645 – es beherbergt heute das Heimatmuseum des Ortes Über das Gemeindegebiet sind mehrere Wegekreuze verteilt. Der Ortskern ist Standort einiger alter Fachwerkhäuser, die unter Denkmalschutz stehen. Kriegergedächtniskapelle um 1900
Grünflächen und Naherholung Seit April 2015 führt ein Abschnitt des Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig am Ort vorbei. Zahlreiche Wanderwege in und um Mörsdorf
Regelmäßige Veranstaltungen Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest wird am letzten Wochenende im Januar gefeiert.
Weblinks
Einzelnachweise
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