Evald Schorm (* 15. Dezember 1931 in Prag; † 14. Dezember 1988 ebenda) war ein tschechoslowakischer Filmregisseur.

Leben Evald Schorm studierte an der Prager Filmhochschule Film- und Fernsehfakultät der Akademie der Musischen Künste (FAMU) und arbeitete dann als Dokumentarfilmer. Mit einigen Kurzfilmen bewies er sein Talent als genauer Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen. Sein erster abendfüllender Spielfilm, Mut für den Alltag, zeigt einen Arbeiter, den der Verrat seiner Ideale aus dem Gleis wirft. Die zuständigen Behörden verurteilten den Film scharf, wohingegen er im Ausland auf gute Kritiken stieß. Auch in den Folgejahren wurden Filme von Schorm nur verzögert oder überhaupt nicht zur Aufführung freigegeben und er selbst ab 1970 mit einem Arbeitsverbot belegt. Trotzdem gilt Schorm als einer der führenden Vertreter der tschechoslowakischen neuen Welle.rororo Filmlexikon. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1978, Band 6, S. 1343, ISBN 3-499-16233-4

Filmografie (Auswahl) Regie 1964: Mut für den Alltag (Každý den odvahu) 1965: Perlen auf dem Meeresgrund (Perličky na dně) Episode: Ein Haus der Freude – auch Drehbuch 1966: Die Rückkehr des verlorenen Sohnes (Návrat ztraceného syna) – auch Drehbuch 1967: Pět holek na krku 1969: Farářův konec 1969: Den sedmý – osmá noc 1971: Psi a lidé 1977: Etüde über eine Probe (Etuda o zkousce) 1989: Vlastně se nic nestalo

Darsteller 1966: Vom Fest und den Gästen (O slavnosti a hostech) 1968: Der Scherz (Žert) 1980: Flucht nach Hause (Útěky domů)

Literatur Radka Denemarková: Evald Schorm: Sám sobě nepřitelem. Nadace Divadla Na zábradlí, Praha 1998, ISBN 80-238-3679-X.

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Tschechoslowake Kategorie:Geboren 1931 kategorie:Gestorben 1988 Kategorie:Mann