Nimsreuland ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an und liegt am 59 km langen Bach Nims. Zu Nimsreuland gehört auch der Ortsteil Schweißtal.

Geschichte Ortsgeschichte mini|Hofanlage

Im Rahmen der Gründung der Abtei Prüm durch Pippin den Jüngeren kam der Hof Reuland als Geschenk zum Kloster. Vor 1370 hat der abteiliche Hof in Schönecken und in Folge die Herren von Schönecken Rechte in (Nims)Reuland – erstmals als Ort erwähnt wurde Nimsreuland als Ruland im Jahr 1268. Um 1770 zählte Reuland 14 Wohnhäuser und 89 Einwohner, Schweißthal zwei Häuser und 23 Bewohner. Der Name Ruland verschwindet um 1700. Aus ihm wird der Ortsname Reuland. Um 1900 wurde die Gemeinde in Nimsreuland umbenannt, um sie besser vom nahegelegenen belgischen Ort Burg-Reuland unterscheiden zu können.

1952 wurde die neue Brücke über die Nims eingeweiht. Die vorige Brücke wurde im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Truppen zerstört. Erster Bürgermeister wurde im November Theodor Breuer. 1956 zog die bekannte Wanderlehrerin für Weberei, Else Pfefferkorn mit ihrer Schwester Nora von Heisdorf nach Nimsreuland. Zum Gedenken an die Schwestern wurde nach ihnen eine Straße (Pfefferkornweg) benannt.

Im Jahr 1998 ist mit dem Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehrhaus eine neue Dorfmitte entstanden.

Statistik zur Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Nimsreuland, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 85 1835 112 1871 135 1905 114 1939 94 1950 102 Jahr Einwohner 1961 91 1970 89 1987 87 1994 104 2005 124

Politik

Bürgermeister Achim Cremer wurde 2024 Ortsbürgermeister von Nimsreuland.ratsinfoservice.de

Cremers Vorgänger Ewald Breuer hatte das Amt von 2009 bis 2024 ausgeübt.

Wappen

Brauchtum Die Junggesellengemeinschaft des Ortes setzt seit 2013 mit dem jährlichen Wettkampf „Heed jäänt Breet“ wieder einen alten Brauch fort, der über einige Jahrzehnte in Vergessenheit geraten war. Der Brauch, bei dem zwei Wettläufer (ein Heide und ein Gläubiger) gegeneinander einen antreten, wurde vermutlich vom 19. Jahrhundert an bis zum Jahr 1963 von den Junggesellen ausgerichtet.

Beim „Burgsonntag“ ziehen die Junggesellen am Sonntag nach Karneval durch den Ort, um Eier und Speck zu sammeln. Am Abend wird der „Strohmann“ (oder „Burg“) verbrannt, ein großes Holzkreuz, um symbolisch den Winter auszutreiben.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Nimsreuland

Weblinks

Ortsgemeinde Nimsreuland Ortsgemeinde Nimsreuland auf den Seiten der Verbandsgemeinde Prüm

Ortsporträt und Video des SWR

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm