mini|299x299px|Dingdorf von Nordwesten Dingdorf ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an.
Geographie Dingdorf liegt in einer weiten Talebene im Südwestteil der Prümer Kalkmulde. Prüm liegt etwa sieben Kilometer nördlich.
Nachbargemeinden sind Oberlauch, Schönecken, Nimsreuland, Heisdorf, Matzerath, Winringen und Niederlauch.
Geschichte Die Abtei Prüm hatte schon im 8. Jahrhundert Besitzungen in Dingdorf.Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier. Bischöfliches General-Vikariat, Trier 1887, S. 495 (dilibri.de) Im Prümer Urbar wurde der Ort 893 „Dydendorpth“ und „Diedendorpth“ genannt.Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, S. 147 dilibri.de Später gehörte der Ort zur Herrschaft Schönecken und vom 14. bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Trier. Dingdorf war Hauptort einer der vier Maiereien, in die das kurtrierische Amt Schönecken gegliedert war. Zu dieser Meierei gehörten die Orte Dingdorf, Giesdorf, Heisdorf, Niederlauch, Winringen und die Mühle zu Schweißthal.Johann Friedrich Schannat, Georg Bärsch: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel, Band 3, Ausgabe 2, Teil 1, Mayer, 1854, S. 240 (Google Books) Im Jahr 1684 umfasste Dingdorf vier Feuerstellen.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 152.
Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Verwaltung war Dingdorf von 1798 bis 1814 dem Kanton Prüm zugeordnet, der zum Arrondissement Prüm im Saardepartement gehörte. Dingdorf war Hauptort (chef-lieu) einer Mairie.
Nach dem Wiener Kongress kam Dingdorf 1815 zum Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung gehörte Dingdorf zum 1816 neu gebildeten Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier und wurde Sitz der gleichnamigen Bürgermeisterei (ab 1927 Amt).
Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Das Amt Dingdorf wurde 1936 zusammen mit anderen Ämtern zum vergrößerten Amt Schönecken zusammengelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Kommunalreform wurde Dingdorf 1970 der neuen Verbandsgemeinde Prüm zugeordnet.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dingdorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 72 1835 94 1871 121 1905 106 1939 98 1950 88 1961 99 Jahr Einwohner 1970 106 1987 94 1997 109 2005 96 2011 98 2017 99
Politik
Bürgermeister Stefan Marxen ist seit dem 21. August 2019 Ortsbürgermeister von Dingdorf.
Marxens Vorgänger waren Albert Thielen (2014–2019) und zuvor Hans-Heinrich Thomé, der das Amt 45 Jahre ausübte.
Sehenswürdigkeiten In der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 2021) sind folgende Kulturdenkmäler ausgewiesen: Kapelle St. Josef von 1866 mit Steinplastiken, darunter auch eine Kreuzigungsgruppe aus der Zeit um 1600.
Drei Wegekreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert Kreuzigungsbildstock in der Gemarkung
Verkehr Durch den Ort führt die Kreisstraße 118. Die Bundesautobahn 60 führt südwestlich an Dingdorf vorbei, die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Prüm und Waxweiler.
Weblinks
Ortsgemeinde Dingdorf auf den Seiten der Verbandsgemeinde Prüm
Einzelnachweise
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