Heckhuscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an.

Geographie Heckhuscheid befindet sich auf einer bewaldeten Hochfläche an der Schneifel, den westlichen Ausläufern der Eifel, mit seinen Hochmooren dicht an der Grenze zu Belgien.

Zu Heckhuscheid gehören auch der Weiler Heckhuscheiderstraße sowie die Wohnplätze Dackscheid (Teil), Halenfeld und Halvent.

Nachbarorte sind die Ortsgemeinde Winterspelt und dessen Ortsteil Eigelscheid im Norden, die Ortsgemeinden Habscheid im Osten, Kesfeld und Großkampenberg im Süden, sowie die bereits zu Belgien gehörende Gemeinde Burg-Reuland mit ihrem Dorf Steffeshausen.

Geschichte Die Entstehung der Straßensiedlung geht möglicherweise schon auf das 12. Jahrhundert zurück. Urkundlich wurde der Ort erstmals im Jahre 1532 als Hoscheid erwähnt. Erst im 18. Jahrhundert wurde der Name Heckhuscheid gebräuchlich. „Heck“ wurde eingefügt zur Unterscheidung von zwei weiteren Dörfern mit dem Namen „Huscheid“. „Heck“ beutet vermutlich „Hecke“ bzw. „Niederwald“.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Heckhuscheid zum Verwaltungs- und Gerichtsbezirk der Meierei Leidenborn in der Herrschaft Dasburg im Herzogtum Luxemburg.Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Band 1, Trier, Lintz, 1849, S. 86 (Google Books) Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Heckhuscheid gehörte zum Kanton Arzfeld, der verwaltungsmäßig dem Arrondissement Bitburg im Departement der Wälder zugeordnet war. Wie die umliegenden Orte wurde Heckhuscheid 1815 preußisch. Unter der preußischen Verwaltung wurde Heckhuscheid der Bürgermeisterei Leidenborn im 1816 neu gebildeten Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte. Seit 1970 gehört die Gemeinde der Verbandsgemeinde Prüm an.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Heckhuscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 144 1835 198 1871 239 1905 243 1939 277 1950 240 1961 227 Jahr Einwohner 1970 208 1987 187 1987 176 2005 152 2011 151 2017 159 Politik

Bürgermeister Josef Arens ist seit dem 2. Juli 2014 Ortsbürgermeister von Heckhuscheid.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke mini|299x299px|St. Katharina und BenediktAn der Dorfstraße befindet sich die Kapelle St. Katharina. Sie wurde erstmals 1532 erwähnt. Im Jahre 1864 wurde sie wegen Baufälligkeit bis auf den Grund abgerissen und 1868 in neuromanischem Baustil neu errichtet. Sehenswert sind auch sieben alte Wegkreuze, insbesondere das Katharinenkreuz. Unweit von Heckhuscheid verlief der Westwall. An der Landesstraße 9 in Richtung Üttfeld sind noch gut erhaltene Teile der Höckerlinie aus der Zeit des Nationalsozialismus zu besichtigen.

Regelmäßige Veranstaltungen Am dritten Sonntag nach Pfingsten feiert Heckhuscheid alljährlich eine Kirmes. Ende September ist jährlich die Hannerbesch-Party in Heckhuscheid, die mittlerweile zu den größten Partys der Region angewachsen ist. Veranstaltet wird diese von der Jugend Heckhuscheid Theater in Heckhuscheid im November. Schon seit über achtzig Jahren begeistern die Heckhuscheider auf der Bühne das Publikum wieder neu.

Persönlichkeiten Josef Lenz (* 1892 in Heckhuscheid; † 1974 in Trier), römisch-katholischer Theologe und Hochschullehrer

Weblinks

Ortsgemeinde Heckhuscheid auf den Seiten der Verbandsgemeinde Prüm

in Hierzuland, SWR Fernsehen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm Kategorie:Ersterwähnung 1532