Der SOS Mitmensch-Preis für Zivilcourage (bis 2024 Ute-Bock-Preis für Zivilcourage) wird als Menschenrechtspreis von der Organisation SOS Mitmensch verliehen. Geschichte Der Preis wird seit 1999 an Einrichtungen und Personen vergeben, die sich durch besondere Zivilcourage um die um die Wahrung oder Durchsetzung der Menschenrechte in Österreich verdient gemacht haben. SOS Mitmensch, Philipp Sonderegger, 29. September 2005 Bis 2024 war der SOS Mitmensch-Preis für Zivilcourage nach der 2018 verstorbenen Wiener Flüchtlingshelferin Ute Bock benannt, die zugleich die erste Preisträgerin war. Seit 2025 vergibt der von der Flüchtlingshelferin gegründete Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock den Bock-Preis, womit ehrenamtliche Tätigkeiten von geflüchteten Personen auszeichnet werden. Zur Unterstützung der Unverwechselbarkeit der beiden Auszeichnungen wird der Zivilcourage-Preis seither unter dem Titel SOS Mitmensch-Preis für Zivilcourage vergeben. Preisträger mini|Preisträger 2026: Bernard Sadovnik und Olga Kosanović (2. u. 3. von links) 1999: Ute Bock 2001: Wolfgang Pucher, auf Einladung von Bürgermeister Alfred Stingl im Grazer Rathaus St. Georgs-Kolleg, KAB, 2. März 2001. 2002: Gertrude Hennefeld, Beratungsstelle für Flüchtlinge der Diakonie in Traiskirchen, Laudatio Friedrun Huemer auf Einladung von Nationalratspräsident Heinz Fischer im ParlamentUTE-BOCK-PREIS FÜR ZIVILCOURAGE AN GERTRUDE HENNEFELD VERLIEHEN Parlamentskorrespondenz Nr. 408, 5. Juni 2002. 2003: Bülent Öztoplu, mit Bundespräsident Thomas Klestil 2004: Plattform Gerechtigkeit für Seibane Wague, Laudatio Bernd-Christian Funk, auf Einladung von Hannes Tretter vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte im Wiener Juridicum SOS Mitmensch, Philipp Sonderegger, 28. Februar 2005. 2005: LEFÖ – Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen SOS Mitmensch, Philipp Sonderegger, 17. Oktober 2005. 2006: Ehe ohne Grenzen, Laudatio Irene Brickner, auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer im Parlament SOS Mitmensch, Philipp Sonderegger, 5. Dezember 2006. 2008: Bleiberechtsinitiativen Oberösterreich, Laudatio Heide Schmidt, auf Einladung von Bischof Michael Bünker und Michael Chalupka im Albert Schweitzer Haus in Wien SOS Mitmensch, jamal, 26. Juni 2008. 2009: Elias Bierdel, Borderline europe - menschenrechte ohne grenzen e.v., Laudatio Corinna Milborn, Einlader war das Informationsbüro des Europäischen Parlaments für Österreich in Wien SOS Mitmensch, Philipp Sonderegger, 20. November 2009. 2011: Robert Zahrl und die Anti-Abschiebeaktivisten Jo, Alex, Isa und Billi, Laudatio Manfred Nowak 2013: Uwe Sailer für seine mutigen Erhebungen zur rechtsextremen Homepage Alpen-Donau.info, Laudatio Peter Huemer. SOS Mitmensch, 12. Januar 2013. Die Refugee-Bewegung, die zu der Zeit die Votivkirche besetzte, wurde ebenfalls ausgezeichnet. 2015: Kärntner Flüchtlingshelfer Siegfried Stupnig und die Wiener Initiative „Flucht nach vorn“derStandard.at - Ute-Bock-Preis 2015 an Kärntner Flüchtlingshelfer. Artikel vom 25. Februar 2015, abgerufen am 26. Februar 2015.Siegfried Stupnig und „Flucht nach vorn“ erhalten Ute-Bock-Preis für Zivilcourage. Artikel vom 26. Februar 2015, abgerufen am 26. Februar 2015. 2016: Angelika Schwarzmann, die Bürgermeisterin von Alberschwende, für den erfolgreichen Widerstand gegen die Abschiebung von syrischen Flüchtlingen nach Ungarn, sowie die Initiative „Refugee Convoy“Schwarzmann erhält Ute-Bock-Preis auf ORF Vorarlberg vom 11. April 2016, abgerufen am 11. April 2016. 2018: Helga Feldner-Busztin (1929–2024) und Rudolf Gelbard, zwei Holocaust-Überlebende, als mutige Vorbilder in einer vom Rechtsruck geprägten Zeit 2019: Nicola Werdenigg und der Linzer Migrantinnenverein Maiz/das kollektivderStandard.at: Ute-Bock-Preis für Zivilcourage geht heuer an Nicola Werdenigg. Artikel vom 20. März 2019, abgerufen am 20. März 2019. 2020: Initiative SOS Balkanroute und Verein Fairness Asyl 2021: Schwester Maria-Andreas Weißbacher sowie die Schüler Tierra Rigby und Theo Haas 2023: Initiative IG24 und Verein Queer Base 2024: Rabbiner Schlomo Hofmeister, Imam Ramazan Demir, sowie das Sozialassistentinnen-Projekt „Nachbarinnen“ 2025: Wiener Volksschullehrerin Ilkay Idiskut und das Satiremedium „Die Tagespresse“ 2026: Kärntner Bürgermeister Bernard Sadovnik und die Regisseurin Olga Kosanović

Weblinks

Der SOS Mitmensch-Preis für Zivilcourage auf der offiziellen Webpräsenz von SOS Mitmensch

Einzelnachweise

Kategorie:Österreichische Auszeichnung Kategorie:Erstverleihung 1999 Kategorie:Menschenrechtspreis