Die Bamberg Baskets (seit 2025 aufgrund einer Werbevereinbarung BMA365 Bamberg Baskets) sind eine deutsche Basketballmannschaft aus Bamberg, die neunmal die Deutsche Meisterschaft und siebenmal den Deutschen Pokal gewann. Bamberg tritt in der Basketball-Bundesliga an. Lizenzinhaber ist die Bamberger Basketball GmbH.
Geschichte Basketballanfänge in Bamberg Ab 1953 brachte Sportlehrer Bert Peßler Bamberger Studenten die Grundlagen des Basketballsports bei, 1955 wurde auf Antrag von Winfried Potrykus im 1. FC 01 Bamberg eine Basketballabteilung gegründet. Im Dezember 1958 rief Peßler das Klaus-Haferkorn-Gedächtnisturnier ins Leben, welches den Basketballsport weiter voranbrachte und zu einer festen Einrichtung im Bamberger Sportleben wurde. Das Turnier wurde später als „Keimzelle des Basketball-Erfolgs in Bamberg“ beschrieben. 1962 stieg der 1. FC Bamberg in die Bayernliga und 1969 in die Oberliga auf.
Vorgängerklubs (1970 bis 2001) 1970er Jahre 1970 stieg der 1. FC 01 Bamberg unter der Leitung von Trainer Werner „Pablo“ Hartmann erstmals in die Basketball-Bundesliga auf. Die Mannschaft hatte sich in den Aufstiegsspielen gegen den BC Darmstadt durchgesetzt.
Das erste Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte fand am 6. September 1970 beim USC München statt. Die Bamberger verloren trotz großer Unterstützung der eigenen Anhängerschaft (rund 350 der 600 anwesenden Zuschauer kamen aus Bamberg) mit 59:87. Auch das erste Bundesligaheimspiel wurde verloren: 73:75 gegen Grün-Weiß Frankfurt. Die Begegnung fand in der ausverkauften John-F.-Kennedy-Halle statt. Am folgenden Spieltag gelang gegen den TSV 1860 München der erste Sieg nach dem Aufstieg. Bambergs Trainer im ersten Bundesligaspieljahr war der auf einem Stützpunkt der US-Armee stationierte Sergeant Robert Lewis, bester FC-Korbschütze der Saison, die als Tabellenfünfter abgeschlossen wurde, war Lewis’ Landsmann Jim Wade. Finanziert wurde die Mannschaft damals von Gönnern und durch den Eintrittskartenverkauf.
In ihrem zweiten Bundesligajahr (1971/72) erreichten die Bamberger, deren Heimspiele sich mittlerweile durch regelmäßig vollbesetzte Ränge und eine hitzige Stimmung auszeichneten, die Endrunde der höchsten deutschen Spielklasse. Dort gelangen Siege gegen den SSV Hagen, gegen TuS 04 Leverkusen gab es zwei klare Niederlagen. Im DBB-Pokal stieß man ins Viertelfinale vor. 1972/73 kam die Mannschaft in der Bundesliga unter Trainer Ludovit Karpil, der den in seine Heimat zurückgekehrten Lewis ersetzt hatte, in die Vorschlussrunde, dort erfolgte gegen den MTV Gießen das Aus. Im Pokalwettbewerb drang man erneut unter die besten acht Mannschaften vor, verlor dann gegen den ASV Köln.
1976 verabschiedete sich mit Wade der überragende Mann der bisherigen Bamberger Bundesligajahre, mit Ljubodrag Simonovic wurde ein jugoslawischer Nationalspieler geholt, der in der Hauptrunde der Saison 1976/77 die Bundesliga-Korbjägerliste anführte und gleich am ersten Spieltag 55 Punkte erzielte, was ligaweit einen neuen Höchstwert bedeutete. 1977 wechselte Alt-Nationalspieler Holger Geschwindner nach Bamberg und war bis zum Abstieg 1979 Leistungsträger der Mannschaft. Den Bundesliga-Klassenerhalt verpasste man trotz guter Leistungen Geschwindners und auch des US-Amerikaners Kennith Sweet, der 1978 verpflichtet worden war und jahrelang blieb. Der Abstieg stand nach einer 79:81-Niederlage gegen den Post SV Bayreuth fest, ausgerechnet der aus Bamberg stammende Manfred Voigt erzielte in dieser Partie mit einem „Verzweiflungswurf“ im Fallen den entscheidenden Korb für Bayreuth.
1980er Jahre Nachdem man in den Spielzeiten 1979/80 und 1980/81 zwar in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga vertreten gewesen war, aber den Wiederaufstieg jeweils verpasst hatte, gelang 1982 die Rückkehr. Bamberg war Zweiter der 2. Bundesliga Süd geworden, am Grünen Tisch wurde Meister TuS PAM Aschaffenburg jedoch der Titel ab- und Bamberg zuerkannt. Trainer Rudolf Lorber hatte mit Sweet einen überragenden Amerikaner, auch Bernd Ziegmann und Jürgen Becher waren Eckpfeiler der Mannschaft. Nach erfolgtem Bundesliga-Wiederaufstieg wurde Karpil als Trainer zurückgeholt, der zunächst auf Sweet verzichten wollte. Der Amerikaner spielte schließlich aber doch, da sich der Erhalt der Spielberechtigung für den 2,12 Meter großen Richard Johnson verzögerte. Sweet war wie im Aufstiegsjahr auch in der Bundesliga bester Bamberger Punktesammler, doch das reichte nicht zum Klassenerhalt, der nach einer Auswärtsniederlage am letzten Spieltag der Abstiegsrunde gegen den MTV Wolfenbüttel feststand.
In der Saison 1983/84 gelang unter Trainer Dirk Dunbar der direkte Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse. Mit dabei war auch wieder der inzwischen Enddreißiger Holger Geschwindner, Punktegarant war erneut Kennith Sweet, auch Wolfgang Goppert sowie die beide aus Bayreuth nach Bamberg gewechselten Stefan Baierlein und Michael Boyle trugen erheblich zum Aufstieg bei. Zudem wurde das Halbfinale im DBB-Pokal erreicht.
In den folgenden Jahren nach dem Wiederaufstieg vermochte die Mannschaft, sich nicht nur von den Abstiegsrängen fernzuhalten, sondern zog in der Saison 1986/87 unter Trainer Dan Palmer, der im November 1986 „Pablo“ Hartmann ablöste, gar ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft ein. Dort traf man auf Bayer Leverkusen, bezwang den Titelverteidiger im ersten Spiel auswärts, verlor anschließend jedoch die beiden nächsten Spiele und musste sich anschließend in den Spielen um den dritten Platz auch Gießen geschlagen geben. Mit dem US-Amerikaner Ralph McPherson hatte Palmer auf dem Weg zu diesem guten Saisonergebnis einen Spieler, der als „einer, wenn nicht sogar der beste ausländische Spieler“ bezeichnet wurde, „der jemals das Trikot des 1. FC Bamberg getragen hatte“. Auch Kennith Sweet war nach wie vor eine Stütze der Mannschaft.
Im Vorfeld des Spieljahres 1987/88 erzielten die Bamberger keine Einigung mit Palmer, sodass ein neuer Mann für das Traineramt gefunden werden musste. Es wurde der ehemalige Starspieler Ljubodrag Simonovic, der allerdings auf mehrere Akteure der erfolgreichen Vorsaison verzichten musste, darunter McPherson. Simonovic blieb als Trainer in Bamberg glücklos, im Laufe der Spielzeit 1987/88 kam es zur Trennung, Manager Hans Herbst sprang ein und betreute die Truppe. Hinzu kamen wirtschaftliche Sorgen. Der Hauptverein FC Bamberg ging ohne Verschulden der Basketballabteilung bankrott, die Bamberger Basketballer gründeten am 10. Februar 1988 mit TTL Basketball Bamberg einen Nachfolgeverein, in den alle vorherigen FC-Basketballmannschaft übergingen. Der neue Vereinsname TTL (abk. für Tapeten-Teppichboden-Land) ging auf die Zusammenarbeit mit einem Fachmarkt für Raumausstattung zurück, der als Geld- und Namensgeber fungierte.
1988 übernahm Terry Schofield das Traineramt, der zuvor erfolgreich in Göttingen gearbeitet hatte. In Bamberg sei es im Vergleich zu Göttingen viel professioneller zugegangen, erinnerte sich Schofield später, der in seinem ersten Bamberger Jahr Ärger bekam, als er im Anschluss an einen Sieg zum Feiern durch die Kneipen zog und eigener Aussage nach deshalb die Kündigung angedroht bekam.
1990er Jahre 1992 gelang der erste nationale Titelerfolg im Herrenbereich mit dem Gewinn des Pokalwettbewerbs. 1993 zog man erstmals in der Bamberger Basketballgeschichte in die Endspielserie um die deutsche Meisterschaft ein, verlor dort aber gegen Leverkusen. Die Saison 1993/94 schloss man als Tabellenführer der 1. Bundesliga Süd ab und zog ins Halbfinale ein, wo man Brandt Hagen unterlag. Dennoch, so hielten die Chronisten fest, hatte sich Bamberg, das unter Schofield „als einziges Team der letzten fünf Jahre regelmäßig im Halbfinale“ gestanden hatte, „seinen Platz als eine der führenden Kräfte im deutschen Basketball bestätigt“. Mitte Dezember 1994 brach Schofield während eines Spiels gegen Ulm mit Kreislaufproblemen zusammen, musste sein Amt niederlegen und auf Anraten seines Arztes „Abstand vom Basketball“ gewinnen. Schofields Assistent Ken Scalabroni wurde nach dessen krankheitsbedingtem Abschied zum Cheftrainer befördert. Ab 1995 wurde die Bezeichnung der Mannschaft durch den Einstieg der uniVersa Versicherungen auf TTL uniVersa Bamberg erweitert.
Im Jahr 1999 übernahm Wolfgang Heyder Führungsaufgaben bei der Bundesligamannschaft und wirkte als Sportdirektor, die längste Zeit aber auch in Doppelfunktion als Geschäftsführung, und sollte in den folgenden 15 Jahren eine prägende Wirkung auf die Bundesligamannschaft, aber auch die Organisation des Umfelds haben. Nach finanziellen Problemen rettete zunächst 2000 der Einstieg des neuen Namenssponsors TSK den Bamberger Bundesligabasketball. Der langjährige „Macher“ des Bundesligisten, Hans Herbst, zog sich zurück. Die Mannschaft trat nun als TSK uniVersa Bamberg an.
Ära Bauermann (2001 bis 2008) Bereits in der Saison 2001/02 war Dirk Bauermann, der zu Beginn der 1990er Jahre mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen bereits siebenmal deutscher Meister und viermal Pokalsieger geworden war, neuer Trainer der Bamberger Basketballmannschaft geworden. Die Bamberger hatten drei sportlich magere Spielzeiten in der Meisterschaft hinter sich, in der man bis auf Qualifikationen für das BBL-Top-Four im Pokalwettbewerb nicht viel erreichte. Unter Bauermann konnte man sich zunächst wieder für die Play-offs der besten acht Mannschaften qualifizieren. Bereits in der folgenden Saison 2002/03 gelang erstmals seit 1993 wieder der Einzug in die Play-off-Finalserie um die deutsche Meisterschaft. Hatte man zehn Jahre zuvor gegen den von Bauermann trainierten Serienmeister Leverkusen verloren, so verlor man diesmal gegen den damaligen Serienmeister Alba Berlin. Differenzen zwischen dem Hauptsponsor und dem Verein gefährdeten 2003 aber den sportlichen Aufschwung und stellten den Verbleib in der Basketball-Bundesliga in Frage.
Nach dem Einstieg des neuen Namenssponsors GHP Holding und der Namensänderung in GHP Bamberg konnte die Mannschaft den sportlichen Aufschwung fortsetzen und in der Play-off-Halbfinalserie der Saison 2003/04 den Titelverteidiger und Serienmeister Alba Berlin knapp in fünf Spielen bezwingen. Den vakanten Meistertitel konnte man jedoch nicht erobern und verlor in der Finalserie wiederum in der Maximaldistanz von fünf Spielen gegen die Opel Skyliners. Ein Jahr später war es dann so weit, als man in einer Neuauflage der Vorjahresfinalserie den Titelverteidiger aus Frankfurt am Main in fünf Spielen bezwang und erstmals den Meistertitel nach Bamberg holte. Zu den prägenden Spielern der Mannschaft gehörten Nationalspieler Steffen Hamann sowie die gebürtigen US-Amerikaner Rick Stafford und Chris Ensminger, denen insbesondere Qualitäten in der Verteidigung nachgesagt wurden. Mit dem Meisterschaftsgewinn war man auch erstmals für den höchstrangigen europäischen Vereinswettbewerb Euroleague qualifiziert, in dem man als erste deutsche Mannschaft in der jüngeren Geschichte dieses Wettbewerbs seit dem Jahr 2000 das in Gruppenspielen ausgetragene Achtelfinale („Top 16“) der Euroleague-Saison 2005/06 erreichte. Beim Top Four 2006 des Pokalwettbewerbs vor heimischem Publikum verlor man jedoch das Finale gegen Alba Berlin und in der Play-off-Halbfinalserie der Basketball-Bundesliga 2005/06 musste man sich als Titelverteidiger knapp RheinEnergie Köln geschlagen geben.