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In dieser Kartenansicht sind Baudenkmäler ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmäler ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Baudenkmäler mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.
Ensembles Ensemble Altstadt Roth Das Ensemble umfasst die Altstadt Roth im Umfang der Stadtbefestigung des 14. Jahrhunderts, die in großen Teilen, wenn auch vielfach in Häusern eingebaut, einschließlich von Mauertürmen, erhalten ist. Zwischen den ehemaligen Stadttoren im Norden und Süden erstreckt sich die Hauptstraße als tragende Achse der wohl vom Bamberger Domkapitel südlich eines älteren Ortskerns in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts planmäßig angelegten Siedlung, die zwischen 1358 und 1363 unter den Nürnberger Burggrafen zur Stadt erhoben wurde. Der gebogene, nordwärts zur Talsenke des Roth-Flusses abfallende Straßenzug der Hauptstraße ist geschlossen bebaut; im unteren Drittel weitet er sich zum schmalen trapezförmigen Marktplatz aus. Im Südteil beherrscht der Komplex des Renaissanceschlosses Ratibor mit dem in den Straßenraum vorgerückten Kaiserturm die Stadt. Er manifestiert die markgräflich-ansbachische Stadtherrschaft, die 1792 zu Ende ging. Im mittleren Teil setzt die evangelisch-lutherische Stadtpfarrkirche den beherrschenden Akzent; sie liegt erhöht, doch setzt sich ihre Westfront nur wenig von der Bauflucht der Hauptstraße zurück. Die Kirche wird eingefasst von den monumentalen Neurenaissancebauten des Postamtes und des ursprünglich als Stadtschule erbauten Rathauses. Beide bezeichneten den gründerzeitlichen Aufschwung der Stadt als Industriestadt, während das benachbarte, im ansbachischen Rokoko gehaltene, der Kirchenterrasse schräg vorgelegte alte Rathaus noch an die markgräfliche Landstadt erinnert. Die bürgerliche Bebauung ist fast durchgehend zweigeschossig, es handelt sich meist um Giebelhäuser des 16.–19. Jahrhunderts, zum Teil mit Fachwerkobergeschossen oder -giebeln, zum Teil mit Sandsteinquaderfassaden, darüber hinaus einige verputzte Traufseitbauten des 18. und frühen 19. Jahrhunderts mit Mansard- und Walmdächern und wenige Gründerzeithäuser oder mit Neurenaissance- oder Neubarockfassaden, insbesondere nach dem Stadtbrand von 1878, versehene ältere Bauten. Viele dieser Bauten sind durch Geschäftseinbauten entstellt, die Neubauten Nr. 2 a, 17/19, 35 fügen sich nicht in das Ensemble ein. Als besonderer Bereich ist der Kirchplatz mit der platzartigen Ausdehnung der Kugelbühlstraße zu nennen. In diese dreieckige Platzausbildung der Kugelbühlstraße münden an den Spitzen des Dreiecks jeweils schmale Gassen. Der Platz war offenbar als Nebenmarkt im Hochmittelalter planmäßig angelegt. Charakteristisch ist seine geschlossene Bebauung durch zweigeschossige Giebelhäuser des 17./18. Jahrhunderts, zwischen denen einige ackerbürgerliche Traufseithäuser und Wohnbauten der Gründerzeit eingefügt sind. Abbrüche der jüngsten Zeit haben zur Störung der Geschlossenheit geführt. Aktennummer: E-5-76-143-1.
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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Roth
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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