mini|Werner Strik 2023 Werner Konrad Othmar Strik (* 26. Oktober 1958 in GamburgKürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. 18. Ausgabe (2001). Bd. 3, S. 3208.) ist ein deutsch-italienischerHandelsregistereintrag 4739 Fondazione Sir John Eccles vom 4. April 2012, abgerufen am 25. Mai 2019. Psychiater und Psychotherapeut. Er ist emeritierter Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Bern und war von 1998 bis 2024 Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Bern.

Leben Ausbildung und Zeit in Würzburg Werner Strik ist der Sohn des Internisten Werner Othmar Strik.Eintrag Werner Konrad Othmar Strik in der GND. Er studierte von 1979 bis 1985 Medizin an der Universität Florenz, wo er im Februar 1986 promovierte (MD in Medizin und Chirurgie, Thema: Psychogenic spontaneous bleedings in hemophilia). Seine Facharztausbildung absolvierte er 1986–1989 an der Psychiatrischen Klinik (bei Adolfo Pazzagli) und der Neurologischen Klinik (bei Roberto Zappoli) der Universität Florenz sowie 1989–1999 an der Psychiatrischen Universitätsklinik Würzburg (bei Helmut Beckmann).Prof. Dr. Helmut Beckmann wird 60. idw vom 17. Mai 2000.

Im August 1990 wurde er Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und im Oktober 1991 promovierte er erneut an der Universität Würzburg mit dem Thema Die P300-Welle bei schizophrenen Patienten nach Remission der akuten Psychose: Zusammenhänge mit Verlaufsparametern und diagnostischen Untergruppen nach Leonhard.Die P300-Welle bei schizophrenen Patienten nach Remission der akuten Psychose: Zusammenhänge mit Verlaufsparametern und diagnostischen Untergruppen nach Leonhard. 1991 (Dissertation, Universität Würzburg, 1992).

Es schloss sich ein Forschungsaufenthalt bei Dietrich LehmannCV Dietrich Lehmann auf uzh.ch im EEG-EP-Mapping Labor der Neurologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich von November 1991 bis Oktober 1993 an, welcher durch ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde.

Im November 1993 kehrte er nach Würzburg zurück und wurde Vizedirektor der Psychiatrischen Universitätsklinik Würzburg und dort Leiter der Abteilung für Psychiatrische Neurophysiologie. Er habilitierte sich im Juli 1994 an der Universität Würzburg zum Thema Mikrozustände der hirnelektrischen Felder: Methode und Ergebnisse bei Gesunden und psychiatrischen Patienten.Mikrozustände der hirnelektrischen Felder: Methode und Ergebnisse bei Gesunden und psychiatrischen Patienten. 1993 (Habilitationsschrift, Universität Würzburg, 1994). und wurde Privatdozent.

Zeit in Bern Im Oktober 1998 wurde Strik als Nachfolger von Wolfgang Böker ordentlicher Professor für Klinische Psychiatrie an der Universität Bern. Gleichzeitig wurde er der achte Direktor der Universitätsklinik für Klinische Psychiatrie, die unter seiner Leitung erweitert wurde. 2007 wurde die Klinik für Sozialpsychiatrie, kurz danach die Psychiatrische Poliklinik des Inselspitals mit seiner Klinik fusioniert. 2011 wurde das Gemeindepsychiatrische Zentrum West in Bümpliz sowie die Forensische Station Etoine eröffnet, die auch zur von ihm geleiteten Klinik gehörten.

Die Klinik führt seit 2011 den Namen Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Folgende Zentren gehörten dazu: das Zentrum für Psychotherapie, das Zentrum für Affektive Erkrankungen, das Zentrum für Suchtpsychiatrie, das Zentrum für Schizophrenie und Psychose, das Zentrum für Neuropsychiatrie sowie das Zentrum für forensische Intensivpsychiatrie. 2003 ließ Strik das Berner Bündnis gegen Depression nach deutschem Vorbild gründen und aufbauen.Zentren Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie auf upd.chVideo über die Klinik, mit Interview von Werner Strik auf upd.jobsEin Vierteljahrhundert integrative Gestaltung und Entwicklung der Psychiatrie und Neurowissenschaften in Bern. Einladung zum Abschiedssymposium für Prof. Dr. med. Werner StrikBerner Bündnis gegen Depression

2009 war er „an einer denkwürdigen Sitzung“ im Schlössli Waldau zur Gründung eines universitären Neurozentrums in Bern gemeinsam mit 3 weiteren Fachkollegen beteiligt. Dieser Plan wurde in den folgenden Jahren stufenweise umgesetzt.60 Jahre Universitätsklinik für Neurologie 1958–2018, S. 19.

Für die Weiterbildung der Assistenzärzte organisierte er einen modularen Weiterbildungsverbund für den Kanton Bern, welcher der Vorläufer des 2013 gegründeten Weiterbildungsvereins WeBe+ werden sollte.Weiterbildungsverein Psychiatrie und Psychotherapie Bern auf webeplus.ch

Bei der Dachorganisation, den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern (UPD Bern), war er von Juli 2000 bis Juli 2002 geschäftsführender Direktor ad interim und von August 2002 bis August 2007 ärztlicher Direktor. 2009 trat er wieder in die Geschäftsleitung der UPD Bern qua Amt als Klinikdirektor ein.Werner Strik auf der Seite der UPD (englisch)

Strik war von Januar 1999 bis Dezember 2006 Präsident der Sektion für Psychophysiologie der World Psychiatric Association. Von Januar 2002 bis Dezember 2007 präsidierte er die Schweizerische Gesellschaft für Biologische Psychiatrie (SSBP)Website der SSBP und von Juli 2003 bis 2023 war er Editor in Chief der Zeitschrift Neuropsychobiology.Prof. Werner Strik’s Retirement from the Role of Editor-in-Chief of Neuropsychobiology Danksagung des Verlages

Erfolge bei der Psychiatrieplanung, der Lehre, Nachwuchsförderung und Forschung, der Fakultätsmitarbeit mit Kommissionstätigkeit, Vorstandsfunktionen in Berufsgesellschaften, Symposien der Öffentlichkeitsarbeit und nicht zuletzt sein grosses, persönliches Engagement für die Behandlung der psychiatrischen Patienten werden in der Laudatio des Abschiedssymposiums 2024 gewürdigt.

Im März 2012 wurde Strik durch die damalige UPD-Direktorin und Juristin Regula MaderPsychiatrie: UPD-Direktorin Regula Mader nimmt den Hut SRF News vom 22. Februar 2013. vom Dienst freigestellt.Walter Däpp: Ärztlicher UPD-Direktor vorläufig freigestellt, Der Bund, 20./23. März 2012, abgerufen am 14. Mai 2014. In offenen Briefen wird Strik von 68 seiner akademischen Mitarbeiter sowie von Pflegefachpersonen, Studenten und Schweizer wie Nichtschweizer Fachkollegen unterstützt. Die medizinische Fakultät Bern stellt sich mit 79 Unterschriften geschlossen hinter ihn.Renommierter Psychiatrieprofessor in Bern vom Dienst suspendiert. Schweizer Verhältnisse bald auch in Deutschland? Neurotransmitter 7-8 2012 Eine Entlassung lehnte die Universitätsleitung im Juni 2012 ab.Matthias Raaflaub: Universitätsleitung stärkt Strik den Rücken, Der Bund, aktualisiert am 6. Juni 2012, abgerufen am 14. Mai 2014. Da keine Einigkeit erzielt wurde, ging der Entscheid an den Regierungsrat des Kantons Bern, der am 27. Juni 2012 die Freistellung Striks als Klinikdirektor als provisorische Maßnahme, nicht aber als Ordinarius bestätigte und ankündigte, eine Entlassung zu prüfen.Psychiatrie-Professor Strik kann Zwischenerfolg verbuchen. Berner Zeitung vom 12. Juli 2012Freistellung von Professor Werner Strik im Interesse der Deeskalation und Beruhigung der Situation, Medienmitteilungen, Website des Kantons Bern, 27. Juni 2012, abgerufen am 14. Mai 2014. Am 5. Dezember 2012 gab der Regierungsrat bekannt, dass Strik nicht entlassen und die Freistellung per sofort aufgehoben wird. Gemäß dem Bericht des Regierungsrates lagen keine stichhaltigen Gründe vor, welche das Entlassungsgesuch rechtfertigten.Arbeitskonflikt an den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern (UPD): Professor Werner Strik wird nicht entlassen, Medienmitteilungen, Website des Kantons Bern, 5. Dezember 2012, abgerufen am 31. Dezember 2023. Die Berner Zeitung fasst es am 6. Dezember 2012 noch einmal zusammen: Der Bericht habe die Vorwürfe geprüft, am Ende sei nichts übrig geblieben und Werner Strik stehe mit reiner Weste da. Das Hauptargument, ein zerrüttetes Verhältnis zwischen Mader und Strik, habe seine Ursache «überwiegend in den zu Unrecht erhobenen Vorwürfen» durch Mader selbst. Der Verfasser vermutet, dass Frau Mader nur das Bauernopfer eines Regierungsrates war, der Strik loswerden wollte.Adrian Zurbriggen: Perrenoud liess Mader gegen die Wand rennen. Berner Zeitung vom 6. Dezember 2012.

Anlässlich seiner Emeritierung fand ein Abschiedssymposium statt, wo 15 Referenten und Weggefährten die 25 Jahre seiner Leitung für die Entwicklung der Psychiatrie im Kanton Bern würdigten. Die Integration der Forensischen Psychiatrie, die Gründung des Neurozentrums am Inselspital wurden besonders hervorgehoben. Eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Psychologen, Pflegenden und Sozialarbeitern habe zu einer Qualitätssteigerung in der Behandlung und Betreuung geführt. Auch die Forschungstätigkeit, der gute Patientenkontakt sowie die Förderung der Angehörigenarbeit wurden gewürdigt. Strik selbst sieht den Kern und die größte Herausforderung seiner Tätigkeit darin, die Mitarbeiter, Patienten und Stakeholder zusammenzubringen und sich gemeinsam für eine gute Psychiatrie im Kanton Bern einzusetzen. Bezogen auf die geplante Fusion mit dem Psychiatriezentrum Münsingen mahnte er, «die kritische Größe einer Organisation nicht aus den Augen zu verlieren».Peter Schilbi: Psychiatrische Betreuung auf dem Prüfstand Seniorweb vom 23. Januar 2024.

In einem Interview mit Markus Aschwanden nimmt Strik zu Sparübungen, Zwangsmassnahmen und der Kritik an seiner Person Stellung. Er wird als „der wohl streitbarste Mann der Universitären Psychiatrischen Dienste“ angekündigt. Die Ökonomisierung sei sicherlich die Ursache für viele Probleme. Man könne ein Spital nicht wie einen Produktionsbetrieb organisieren. Die Kosten der Psychiatrie würden viel weniger als in anderen Fächern steigen. Umgekehrt erspare die Psychiatrie der Gesellschaft hohe Folgekosten. Die präventiven Leistungen der Psychiatrie seien nicht leicht zu erkennen – was verhindert wurde, kann nicht gezählt werden. Der finanziellen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft sei er sich jedoch bewusst gewesen, er habe mehrfach Sparauflagen umgesetzt. Es brauche jedoch Gehör und Respekt für das Fachpersonal.Markus Aschwanden: «Noch heute haben Patienten teilweise Angst vor den UPD» Berner Zeitung und Der Bund vom 27. Januar 2024.

Strik ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.Adrian Zurbriggen: Ich habe hier etwas aufgebaut, an dem ich sehr hänge, Interview mit Adrian Zurbriggen Berner Zeitung, 18. März 2013, abgerufen am 14. Mai 2014.

Ende Januar 2024 wurde Werner Strik emeritiert und gab die Führung der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie an seine Nachfolgerin Kristina Adorjan ab.Wechsel bei der UPD. Neue Direktorin der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Der Bund vom 16. November 2023.

Forschung Strik ist Gründungsmitglied von „Clinical Neuroscience Bern“, einem 2005 gegründeten interfakultären Forschungsverbund der Universität Bern und hatte Einsitz im 12-köpfigen Board.Werner Strik als Mitglied des "Strategic Board" von "Clinical Neuroscience Bern"

Strik leitete das „Zentrum für Translationale Forschung“ (ZTF) als Forschungsbereich der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit mehreren Projektgruppen, wo Klinische Forscher mit methodologischen Experten zusammengebracht werden, um Fragestellungen wie z. B. die Ätiopathogenese, Behandlung und Prävention psychischer Erkrankungen zu bearbeiten.Zentrum für Translationale Forschung auf upd.chUniversity Hospital of Psychiatry and Psychotherapy: Translational Research Center (TRC) (englisch) auf upd.unibe.ch

Gemeinsam mit Thomas Dierks leitete er dort die Gruppe „SyNoPsis“ (Systems Neuroscience of Psychosis).Group SyNoPsis auf upd.unibe.ch Diesem Ansatz liegen folgenden Annahmen zugrunde: