mini|Alejandra Ruddoff Alejandra Ruddoff (* 13. Juli 1960 in Santiago de Chile) ist eine chilenische Bildhauerin.
Biografie Ruddoff absolvierte ein Studium der Bildhauerei 1985 an der Universität Chile. 1993 erhielt sie ein Postgraduierten-Diplom an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo sie mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) studierte. Ruddoff erhielt den 1. Preis des chilenischen Ministeriums für öffentliche Bauten im Jahr 2000. Dazu wurde ihr Werk Hommage an den Wind – welches „die keimende Leichtigkeit des Gedichts und zur gleichen Zeit die Reinheit der ältesten Monumente besitzt“ (Raúl Zurita, Schriftsteller) – an der Panamericana aufgestellt. Ihre plastischen Werke wurden u. a. 2003 im Nationalmuseum der Schönen Künste in Santiago de Chile in einer Einzelausstellung und in der Tai Miao Tempel der Verbotenen Stadt in Peking präsentiert. Ruddoff lehrt seit 2000 an Kunstakademien.
Die Künstlerin entwickelte großformatige, ortsbezogene Projekte für den öffentlichen Raum. Darunter sind die Arbeit Peace, Friendship and Time's Space (2001), die im Rahmen des fünften Internationalen Bildhauersymposiums in Changchun angefertigt und im dortigen Skulpturenpark aufgestellt wurde, sowie die Skulptur Nach Vorn (1997), die seit 2002 in Potsdam steht. Während eines Aufenthalts am Volkswagen Design Center Potsdam 2006 erarbeitete Ruddoff ein Modell für die Weiterentwicklung der Letzteren. Im Auftrag des DAAD fertigte sie 2010 die Arbeit Nach Vorn II an, die vor dem Hauptsitz des DAAD an der Kennedyallee in Bonn aufgestellt ist. Seit 2009 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.
Werke (Auswahl) Ruddoffs Hauptinteresse gilt den Zusammenhängen zwischen Zeit, Raum und Materie und den Gesetzen der Bewegung. Die Energiequelle der Natur und die Triebkraft der technisierten Welt kennzeichnen ihre Werke. Charakteristisch für das Œuvre ist eine ästhetische, abstrahierte und dennoch sinnliche Bildsprache, die naturgemäße und mechanische Formen vereint. 2001: Konstellation in grau, 190 × 410 × 190 cm, Bemaltes Eisen 2003: Ursprüngliche Inschrift, 246 × 230 × 30 cm, Finger-Kiefer 2003: Routen in Bewegung, 300 × 230 × 130 cm, Finger-Kiefer 2003: Diachronie, 220 × 120 × 102 cm, Aluminium 2003: In transit, 250 × 70 × 130 cm, Finger-Kiefer 2004: Grenzsignale II, 42 × 39 × 19 cm, Aluminium 2009: Transkription einer Leere, 13 × 210 × 210 cm, Holz: Alerce und Laurel 2010: Nach Vorn II 360 × 240 × 240 cm Aluminium 2011: Wald I, 50 × 50 cm Aluminiumstich 2011: In Bewegung I, 30 × 20 cm, Aluminiumstich
Einzelausstellungen (Auswahl) 2009: Nach Vorn Skulptur & Skizze| Altes Rathaus – Potsdam Forum, Potsdam 2008: Am Saum einer Spiegelung Heidelberg Center, Santiago de Chile 2003: Wegen in Bewegung Museo Nacional de Bellas Artes, Santiago de Chile
Werke in öffentlichen Sammlungen Chile MNBA Museo Nacional de Bellas Artes, Santiago MAVI Museo de Artes Visuales, Santiago Parque de las Esculturas, Santiago Diario El Mercurio, Santiago Deutschland Chilenische Botschaft, Berlin DAAD, Bonn Sparkasse Wuppertal, Wuppertal Stadt Naumburg, Skulptur im öffentlichen Raum, Naumburg Stadt Potsdam, Skulptur im öffentlichen Raum, Potsdam China Changchun World Sculpture Park, Changchun Museum of Contemporary Art, Changchun
Literatur Luisa Frigolett (Hrsg.): Alejandra Ruddoff. Nach Vorn Skulptur & Skizze, Santiago 2009. Ezio Mosciatti: Alejandra Ruddoff, Arte en Chile. Santiago 2000.
Weblinks
Alejandra Ruddoff „Nach Vorn II“ vor dem DAAD-Hauptgebäude in Bonn
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