mini|Ronnie Milsap, 2019 Ronnie Lee Milsap (* 16. Januar 1943 in Robbinsville, North Carolina) ist ein US-amerikanischer Country- und Pop-Sänger, der mit 34 Nummer-eins-Hits in den Country-Charts einer der erfolgreichsten Crossover-Künstler der 1970er und 1980er Jahre war.

Biografie Kindheit und Jugend Der durch ein Glaukom von Geburt an blinde Milsap wurde nach der frühen Scheidung seiner Eltern von Vater und Großeltern erzogen. Bereits als Kind fiel sein musikalisches Talent auf, und er erhielt eine Ausbildung in klassischer Musik. Sein eigentliches Interesse aber galt der Country-Musik und später dem Rock ’n’ Roll. Noch zu Schulzeiten gründete er seine erste Band. Dank guter Zeugnisse erhielt er ein College-Stipendium, verzichtete aber zugunsten einer Karriere als Musiker.

Erste Erfolge Milsaps Einstieg in die Musikszene gelang als Mitglied der Band von J. J. Cale. Wenig später formierte er eine eigene Gruppe, die eine Mischung aus Country und Blues spielte und Ende der sechziger Jahre mit Never Had It So Good einen kleineren Hit hatte. 1969 zog er mit seiner Band nach Memphis, wo er als Studio-Musiker arbeitete. Unter anderem wirkte er bei Aufnahmen von Elvis Presley mit. Außerdem hatte er regelmäßige Auftritte in einem örtlichen Club. 1970 konnte er sich mit Loving You Is a Natural Thing in der Pop-Hitparade platzieren. Ein Jahr später erschien sein erstes Album.

Karriere 1973 zog Milsap nach Nashville, ins Zentrum der Country-Musik. Hier wurde er vom Manager Charley Prides, Jack D. Johnson, betreut. Noch im gleichen Jahr erhielt er von RCA einen Schallplattenvertrag. Bereits seine erste Single I Hate You schaffte es in die Top Ten der Country-Charts. Im folgenden Jahr gelangen ihm drei aufeinanderfolgende Nummer-1-Hits.

Es war die Zeit, in der die Country-Musik vom Mainstream und Popklängen beherrscht wurde, und so kam Milsaps gefällige Musik, die Country- mit Soulmusik vereint, beim breiten Publikum an. Er schaffte eine nahezu beispiellose Folge von insgesamt 40 Nummer-1-Hits, von denen einige auch in der Pop-Hitparade notierten. Von seinen Alben erreichten fünf Gold-Status und er gewann unter anderem sechs Grammys als bester Country-Sänger und wurde zum CMA Entertainer of the Year gekürt.

1988 musste Milsap sich einer Stimmbandoperation unterziehen, die aber ohne Komplikationen verlief. Seine Verkaufszahlen ließen allmählich nach. In der Country-Musik gaben mittlerweile die Neo-Traditionalisten den Ton an. Ronnie Milsap orientierte sich zunehmend in Richtung Pop-Musik; seine Arrangements wurden fülliger. 1990 wurden seine beiden Greatest-Hits-Alben mit Platin ausgezeichnet. Nach einigen Flops wechselte er 1992 zu Liberty Records, aber auch hier konnte er nicht mehr an die früheren Erfolge anknüpfen.

Milsap ist weiterhin als Live-Künstler auf Tournee. Seit 2014 ist er Mitglied der Country Music Hall of Fame, die im darauffolgenden Jahr die Ausstellung Ronnie Milsap: A Legend in My Time eröffnete. Ebenfalls 2014 erschien mit RCA Albums Collection eine umfassende, 21 CDs starke Werkschau seiner Alben für das Label RCA.

Diskografie

Studioalben

Weitere Alben 1971: Ronnie Milsap 1993: True Believer 1996: Sings His Best Hits for Capitol Records 2004: Just for a Thrill 2011: Country Again 2014: Summer Number Seventeen 2016: Gospel Greats 2019: The Duets

Livealben

Weitere Livealben 2002: Ronnie Milsap Live

Kompilationen

Weitere Kompilationen 1991: Greatest Hits, Vol. 3 1995: The Essential Ronnie Milsap 1996: Super Hits 2001: RCA Country Legends 2004: Ultimate Ronnie Milsap 2004: All American Country 2008: Playlist: The Very Best of Ronnie Milsap 2009: The Essential Ronnie Milsap 2014: The RCA Albums Collection

Singles

Weitere Singles 1963: Total Disaster 1965: Never Had It So Good 1966: When It Comes to My Baby 1966: The End of the World 1966: Ain’t No Soul Left in These Old Shoes of Mine 1967: The House of the Rising Sun 1968: Do What You Gotta Do 1969: Denver 1970: A Rose by Any Other Name (Is Still a Rose) 1971: Sunday Rain 1972: Magic Me Again 1993: I’m Playing for You 2000: Livin’ on Love 2006: You Don’t Know My Love (mit Jypsi) 2009: Up to Zion 2009: My First Ride (mit Trace Adkins) 2011: If You Don’t Want Me To (The Freeze) 2013: Summer Number Seventeen 2019: Southern Boys and Detroit Wheels (mit Billy Gibbons)

Gastbeiträge

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

1978: für das Album Night ThingsPlatin-Schallplatte

1984: für das Album Greatest Hits

Auszeichnungen (Auswahl) 1974 – CMA Awards – Male Vocalist of the Year 1975 – CMA Awards – Album of the Year A Legend In My Time 1976 – CMA Awards – Male Vocalist Of The Year 1977 – CMA Awards – Entertainer of the Year 1977 – CMA Awards – Male Vocalist of the Year 1977 – CMA Awards – Album of the Year Ronnie Milsap Live 1977 – Grammy – Best Country Male Vocal Performance 1978 – CMA Awards – Album of the Year It Was Almost Like a Song 1982 – Academy of Country Music – Male Vocalist of the Year 1982 – Grammy – Best Country Male Vocal Performance 1985 – Academy of Country Music – Song of the Year In the Still of the Night 1986 – CMA Awards – Album of the Year Lost in the Fifties 1986 – Grammy – Best Country Male Vocal Performance 1987 – Grammy – Best Country Male Vocal Performance 1988 – Grammy – Best Country Male Vocal Performance

Weblinks Offizieller Internetauftritt

Quellen

Kategorie:Country-Musiker Kategorie:Country-Sänger Kategorie:Popsänger Kategorie:Mitglied der Grand Ole Opry Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:Grammy-Preisträger Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Mann