Griesstätt ist eine am Inn gelegene Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Der Ort wurde erstmals in einer Urkunde des Herzogs Arnulf I. von Bayern aus dem Jahre 924, der sogenannten Rhini-Urkunde, erwähnt.
Geografie Geografische Lage Das Pfarrdorf Griesstätt liegt östlich des Inns rund 19 km nördlich von Rosenheim, 8 km südlich von Wasserburg am Inn, 22 km nordwestlich von Prien am Chiemsee, 26 km östlich von Ebersberg und 54 km von der Landeshauptstadt München entfernt.
Gemeindegliederung
Es gibt 43 Gemeindeteile:
mini|Griesstätt mit Kirche St. Johann Baptist von Südwesten
Natur Folgende Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet: Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Innstausee bei Attel und Freiham (NSG-00163.01) Landschaftsschutzgebiet Schutz von Landschaftsteilen im Bereich der Griesstätter Brücke, Gemarkung Feldkirchen, Griesstätt, Holzhausen, Ramerberg (LSG-00006.01) Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Murn, Murner Filz und Eiselfinger See (8039-371) Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Innauen und Leitenwälder (7939-301) Vogelschutzgebiet (Vogelschutzrichtlinie der EU) NSG 'Vogelfreistaette Innstausee bei Attel und Freiham' (7939-401)
Geschichte Der Ortsname Griesstätt wird erstmals im Jahr 924 in einer Urkunde des Herzogs Arnulf I. von Bayern erwähnt. Die Schonstetter, die als Erben der ortsadligen Griesstätter schon im 13. Jahrhundert in Griesstätt begütert waren, sind als Hofmarksinhaber bis 1560 belegt. Das in der Gemeinde gelegene Dominikanerinnenkloster Altenhohenau konnte Mitte des 14. Jahrhunderts die kleine Hofmark Laiming erwerben. Von 1667 bis zur Säkularisation im Jahre 1803 gehörte dann auch die Hofmark Griesstätt mit Warnbach dem Kloster Altenhohenau.
Griesstätt wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern eine selbstständige politische Gemeinde. 1857 wurden die Orte Holzhausen und Kolbing mit 276 bzw. 246 Einwohnern eingemeindet.
Bei der Gemeindegebietsreform 1978 wurde Griesstätt in die Verwaltungsgemeinschaft Rott am Inn eingegliedert. Seit dem 1. Januar 1986 ist die Gemeinde Griesstätt wieder völlig eigenständig.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1981 auf 2892 Einwohner um 911 Einwohner oder 46 %.
Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 2017 Robert Aßmus (SPD). Vorgänger war ab 2014 Stefan Pauker (Parteifreie Wähler Griesstätt). Dessen Vorgänger war Franz Meier (CSU).
Gemeinderat Es gibt 14 ehrenamtliche Gemeinderäte. Die Gemeinderatswahlen seit 2002 ergaben folgende Sitzverteilungen:
Partei/Liste2020 2014 2008 2002Gemeinsam für unsere Gemeinde8–––Bürger für Griesstätt4–––GRÜNE2––– CSU– 6 8 8 SPD– 2 2 1 Parteifreie Wähler – 6 – – Freie Wählergemeinschaft –– 4 5 Sitze insgesamt 14 14 14 14
Wappen
Infrastruktur Öffentlicher Verkehr Busverkehr: Die Buslinie 435 verbindet Griesstätt mit Rosenheim, Wasserburg am Inn, Eiselfing, Schonstett und Vogtareuth. Der nächstgelegene Bahnhof ist der ca. 3 km Luftlinie entfernte Bahnhof in Rott am Inn an der Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf.
Bildung In Griesstätt gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule. Die Hauptschule wurde nach Rott verlegt.
Freizeit- und Sportanlagen In Griesstätt gibt es drei Tennisplätze, zwei Fußballplätze und eine Stockbahn. Außerdem sind im Gemeindegebiet fünf Spielplätze.
Vereine Der hauptsächliche Sportverein in Griesstätt ist der DJK SV Griesstätt. Dieser wurde 1964 gegründet untergliedert sich in folgende Abteilungen: Fußball Tennis Stockschießen Gymnastik/Turnen Wintersport (Ski/Snowboard) Tischtennis
„Lebensqualität durch Nähe“ „Lebensqualität durch Nähe“ ist ein Modellvorhaben, an dem zahlreiche Einwohner der Gemeinde teilnehmen. In dem Projekt werden verschiedene Themenbereiche besprochen und umgesetzt. Z. B. wurde die Umgestaltung des Kettenhammer Weihers im Jahre 2005 erfolgreich ausgeführt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Klosterkirche St. Peter und Paul in Altenhohenau und die zahlreichen Kapellen in und um Griesstätt. Auf dem Friedhof der Gemeinde befindet sich die letzte Ruhestätte des Swing-Trompeters Charly Tabor.
Regelmäßige Veranstaltungen Das Tubafest wird jährlich Ende Mai von der Griesstätter Blasmusik veranstaltet.
Der Trachtenverein Griesstätt lädt jedes Jahr am Ostersonntag zu seinem traditionellen Ostertanz ein. Zudem richtet er Mitte Juni ein Gartenfest aus. Das Trachtenfestjahr wird jährlich mit dem Kirchweihfest am dritten Sonntag im Oktober und dem darauffolgenden Montag beschlossen.
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde
Alois Mitterwieser (1876–1943), Archivar und Historiker Josef Fortner (1893–1969), Veterinärmediziner und Hygieniker, geb. in Kreuth
Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten
Lisa Endriß (* 1947), bildende Künstlerin Günther Festerling (1935–2018), Reitmeister
Weblinks
Gemeinde Griesstätt
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Rosenheim Kategorie:Ort am Inn Kategorie:Ersterwähnung 924 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)