Der Ramesch oder Romitsch ist ein hoher schmaler, doppelgipfliger Berg zwischen dem Frauen- und Brunnsteinerkar, am Fuße des Warschenecks in Oberösterreich. Der Westgipfel ist um einige Meter niedriger als der Ostgipfel. Von der Frauenscharte aus gesehen erinnert seine Form an einen Dolomitenturm. An der Basis der Nordwand befindet sich die Ramesch-Knochenhöhle.

Am südlichen Bergfuß liegt die Bergstation des Frauenkarlifts im Skigebiet Wurzeralm. In der Südflanke wurde ein Lawinensprengmast errichtet, um Lawinen mittels Zündung von Sprengstoff künstlich und kontrolliert auszulösen.

Name Der Historiker Hans Krawarik setzte den Namen Ramesch zu „sl. ramitsch = Waldblöße“. Die Slawistin Brigitta Mader hingegen nahm an, dass der Name nicht „slawischer Herkunft, sondern wahrscheinlich romanischen Ursprungs ist und auf eine Ableitung aus lat. eremus“ im Sinne von „öde, wüst, verlassen, einsam, abgelegen, entfernt“ zurückgehe, womit der Name, so Mader, „abgeschiedener, abgelegener oder einsam stehender Berg“ bedeuten könnte. Gisbert Rabeder setzte im Alpenvereinsführer Totes Gebirge den Namen zu „lat. »eremus« = der einsam Stehende“, da es „rätoromanische Parallelen“ gebe.

Aufstiege Auf den Ramesch führen keine markierten Wege. In der Literatur werden jedoch mehrere Varianten angegeben. Zu den beliebtesten gehören: Ostgrat (II) Westgrat (I) Sowie mehrere Kletterrouten (III bis V+) in der Nordostwand

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Berg in den Alpen Kategorie:Totes Gebirge Kategorie:Geographie (Spital am Pyhrn)