mini|hochkant=0.85|Glenn Hughes (2012) mini|hochkant=0.85|Glenn Hughes (1995) Glenn Hughes (* 21. August 1951 in Cannock, England) ist ein britischer Rockmusiker. Bekanntheit erreichte er als Sänger und Bassist von Deep Purple (1973–1976) und als Sänger von Black Sabbath (1985–1986).

Biografie Glenn Hughes Karriere begann 1969 als Bassist und Sänger der britischen Rock-Formation Trapeze. Mitglieder waren unter anderem Mel Galley (Gitarre, Whitesnake & Phenomena) und Dave Holland (Schlagzeug, Judas Priest). Von 1973 bis 1976 war er Bassist und Sänger bei der Hardrockformation Deep Purple. Drei Studio-Alben wurden in dieser Zeit eingespielt (Burn, Stormbringer, Come Taste the Band), bevor sich Deep Purple kurz vor dem Tod des Gitarristen Tommy Bolin im Dezember 1976 auflösten. Hughes dynamische Kopfstimme prägte zusammen mit der bluesigen Orgel von Jon Lord den Sound von Deep Purple in dieser Zeit.

Weitere musikalische Stationen waren die Metal-Wegbereiter Black Sabbath, bei denen Hughes 1985 nach Ozzy Osbourne, Ronnie James Dio (Rainbow, Dio) und Ian Gillan (Deep Purple) die Rolle des Leadsängers übernahm und in dieser Position am Album Seventh Star beteiligt war, Hughes & Thrall (mit Gitarrist Pat Thrall), Gary Moore, The KLF, John Norum und das Hughes/Turner Project (mit Joe Lynn Turner). Mit dem Black-Sabbath-Gitarristen Tony Iommi arbeitete Glenn Hughes 1996 und 2005 nochmals zusammen, um dessen Soloprojekte The 1996 DEP Sessions und Fused aufzunehmen. Das 2005 veröffentlichte Album Fused errang in den deutschen Albumcharts Platz 92. Glenn wirkte auch bei drei der vier von Tom Galley produzierten Phenomena-Projekten (Phenomena I, Phenomena II: Dream Runner und PsychoFantasy) mit.

1991 arbeiteten Hughes und der Asia-Keyboarder Geoffrey Downes gemeinsam an Demos für ein Soloalbum Hughes’. Die Aufnahmen repräsentieren die neue Stilrichtung, die Hughes zu diesem Zeitpunkt einschlagen wollte und erinnern an Michael Bolton, mit einem gewissen Soul-Einfluss. Es blieb allerdings bei den Demos, die Aufnahmen wurden erst 1998 unter dem Titel The Work Tapes veröffentlicht. 1992 sang Hughes ein Solo-Album des Europe-Gitarristen John Norum ein, welches den Titel "Face The Truth" trägt. Im selben Jahr noch schlug er mit dem Album Blues den Solo-Pfad ein und veröffentlichte seitdem bis zum Jahr 2008 regelmäßig Solo-Alben, die je nach Laune mal eher funky oder mal eher hardrockig klingen. 1995 erschien das Album Feel, auf dem auch der Gitarrist Pat Thrall zu hören ist, mit dem Hughes bereits 1982 das Hughes/Thrall-Album eingespielt hatte. Auf Feel findet sich Rock mit Jazz-, Blues-, Soul- und Funk-Einflüssen. Im selben Jahr hatte Hughes auch einige Gast-Rollen als Background-Sänger auf dem Richie Kotzen-Album Wave Of Emotion. Der Song Stoned, der auf diesem Album zu finden ist, wurde später von Hughes noch einmal solo neu vertont und ist auch auf seinem im Jahr 2000 erschienenen Album Incense And Peaches zu hören.

1998 ging der ehemalige Emerson, Lake & Palmer-Keyboarder Keith Emerson mit Hughes und dem Gitarristen Marc Bonilla auf Tournee, ein Studio-Album dieser Besetzung kam indessen nicht zustande. 2009 ist jedoch das Live-Album Boys Club Live From California mit Aufnahmen von der Tournee erschienen. Emerson ist auch auf Hughes’ Album The Way It Is (1999) zu hören.

Musikalischer Hauptpartner von Hughes’ war seit dem Album namens "Addiction" (veröffentlicht: 1996) lange Jahre der schwedische Gitarrist Joakim (J.J.) Marsh. Seit 2004 arbeitete Glenn Hughes auch häufig mit Chad Smith, dem Schlagzeuger der Red Hot Chili Peppers, zusammen.

2010 ging Hughes eine kreative Partnerschaft mit dem Gitarristen Joe Bonamassa, dem Schlagzeuger Jason Bonham (u. a. Led Zeppelin, UFO und Foreigner) und dem Keyboarder Derek Sherinian (u. a. Dream Theater) ein, mit denen er die Band Black Country Communion gründete. Das Debütalbum der Gruppe erschien am 16. Juni 2010, das dritte Album der Band, "Afterglow", im Oktober 2012. Im März 2013 wurde die Band nach dem Ausstieg von Joe Bonamassa offiziell aufgelöst. Glenn Hughes hatte Joe Bonamassa öffentlich mangelnden Einsatz für die Band vorgeworfen, und dieser Vertrauensentzug führte letztendlich zum Ende der Band. 2014 gründete Hughes mit Bonham und dem Gitarristen Andrew Watt die im Januar 2015 wieder aufgelöste Band California BreedGLENN HUGHES And JASON BONHAM Launch CALIFORNIA BREED, die als Nachfolgeprojekt von Black Country Communion verstanden werden kann.

2011 wurde die Autobiographie Glenn Hughes – The Autobiography – From Deep Purple to Black Country Communion veröffentlicht; Coautor war Joel McIver, das Vorwort schrieb Lars Ulrich.

Im April 2016 verkündeten die Mitglieder von Black Country Communion (BCC) Pläne eine Wiedervereinigung für 2017. Nach siebenjähriger Pause erschien am 4. November 2016 mit Resonate wieder ein Soloalbum von Hughes. Am 22. September 2017 wurde das BCC-Album BCCIV veröffentlicht.

Von 2019 bis 2023 war Glenn Hughes Bassist und Sänger der Rockformation The Dead Daisies.

Am 5. September 2025 erschien nach 9-jähriger Pause das weitere Solo-Album Chosen. Am 4. August 2026 gab Glenn Hughes bekannt, dass er sich bis auf weiteres aus gesundheitlichen Gründen von Live-Auftritten und Tourneen zurückziehen wird.X-Post vom 5. August 2026.

Privates Glenn Hughes ist seit 2000 mit der in Deutschland geborenen Gabrielle verheiratet.https://www.glennhughes.com/engagement_2000.html Das Paar hat keine Kinder und beheimatet mehrere gerettete Haustiere.https://www.instagram.com/p/DLQWORCyntm/

Diskografie

Es werden reguläre Alben gelistet

mit Trapeze 1970: Trapeze 1970: Medusa 1972: You Are The Music… We're Just The Band 1972: Live: Way Back To The Bone (VÖ 1998) 1976: Trapeze 1992: Welcome To The Real World (VÖ 1998)

mit Deep Purple 1974: Burn 1974: Stormbringer 1975: Come Taste The Band 1975: Made in Europe (VÖ 1976) 1975: Last Concert in Japan (VÖ 1977)

Solo 1977: Play me out 1992: Blues (L.A. Blues Authority Volume II: Glenn Hughes) 1994: From Now On… 1994: Burning Japan Live 1995: Feel 1996: Addiction 1999: The Way it is 2000: Return of Crystal Karma 2001: Building The Machine 2003: Songs in the Key of Rock 2004: Soulfully Live in the City of Angels (Live) 2005: Soul Mover 2006: Music for the Divine 2008: First Underground Nuclear Kitchen 2016: Resonate 2025: Chosen

mit Hughes/Thrall 1982: Hughes/Thrall (mit Pat Thrall)

mit Phenomena 1984: Phenomena 1 1987: Phenomena 2: Dream Runner 2006: PsychoFantasy

mit Black Sabbath 1986: Seventh Star

mit Voodoo Hill 2000: Voodoo Hill 2004: Wild Seed Of Mother Earth 2015: Waterfall

mit Hughes Turner Project (HTP) 2002: Hughes Turner Project 2002: Live In Tokyo 2003: Hughes Turner Project 2

mit Iommi 2004: The 1996 DEP Sessions 2005: Fused

mit Black Country Communion 2010: Black Country 2011: 2 2012: Live over Europe 2012: Afterglow 2017: BCCIV 2024: BCCV

Weitere Mitwirkungen (Auswahl) 1973: Roger Glover & Friends – The Butterfly Ball 1974: Windows – Jon Lord, Eberhard Schoener 1979: 4 On the Floor – 4 On the Floor 1985: Gary Moore – Run For Cover 1990: Robin George/Glenn Hughes – Sweet Revenge (VÖ 2008) 1992: John Norum – Face the Truth 1997: Glenn Hughes & Friends – Tribute: Tommy Bolin 2001: Nikolo Kotzev – Nikolo Kotzev’s Nostradamus 2002: The Alchemist – Songs From the West Side 2003: Aina – Days of rising Doom 2005: Michael Men Project – Made In Moscow 2005: Rata Blanca – A Vivo en Teatro Gran Rex 2009: Keith Emerson/Glenn Hughes/Marc Bonilla – Boys Club Live From California 2009: Moonstone Project – Rebel On The Run 2013: Device – Device 2014: California Breed – California Breed

Literatur

Weblinks

Komplette Diskografie Offizielle Glenn Hughes Seite

Fanseite mit Foto-Galerie Umfangreiche Diskografie bis 2003 mit Erläuterungen

Belege

Kategorie:Rocksänger Kategorie:Progressive-Rock-Sänger Kategorie:Bassist Kategorie:Deep-Purple-Mitglied Kategorie:Black-Sabbath-Mitglied Kategorie:Hard-Rock-Musiker Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Mann Kategorie:Black Country Communion