Die Joh. Brendow & Sohn Grafischer Großbetrieb und Verlag GmbH war eine Großdruckerei mit einem Spezialprogramm standardisierter Drucksachen und ein Verlag.
Unter der Marke „Prilution“ bot der Verlag zusammen mit den Verlagshäusern Bresto und Harfe Print- und Mediendienstleistungen, wie Werbekalender, Werbedrucke, allgemeine Drucksachen und Web-Dienstleistungen in Form vom Internetseiten und Web-Shops.
Geschichte Der Name des Unternehmens geht auf den Buchbinder Johann Brendow aus Soest zurück, der sich 1838 in Ruhrort niederließ und sich 1849 vom kleinen Gewerbetreibenden zum Verleger wandelte. Er bot zu Lebzeiten das sogenannte „Ruhrorter Wochenblatt“ zum Abonnement an. Bis zuletzt hatten Druckerei und Buchverlag ihren Sitz in Moers.
Der Buchverlag wurde 1964 von der damaligen Besitzerin der Druckerei, Helene Wiefelspütz, unter evangelistischen Vorzeichen gegründet.Christian Döring: vom 25. April 2012. Von 1981 bis 1994 leitete Hans Steinacker den Verlag. Dieser veröffentlicht Bücher, Hörbücher und Nonbooks mit christlichem Gehalt. Zuletzt bediente der Brendow Verlag zudem Märkte im säkularen Sortiment. Auch kritische Perspektiven auf den Glauben und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen nahm der Verlag ins Programm auf. Jährlich erscheinen über 30 neue Titel. Der Brendow Verlag war langjähriges Mitglied der christlichen Verlagskooperation Edition C.Angaben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Das Justizministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen wurde vor seiner elektronischen Publikation im Jahr 2010 von der Joh. Brendow & Sohn Verlag GmbH gedruckt.
Am 1. Juni 2022 wurde beim Amtsgericht Moers über das Vermögen der Joh. Brendow & Sohn Grafischer Großbetrieb und Verlag GmbH & Co. KG das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Kalendersparte wurde durch den letzten Geschäftsführer aus der Konkursmasse erworben und unter der Firma Kalenderliebe GmbH weitergeführt, ist aber seit Mitte Januar 2025 ebenfalls insolvent.
Autoren Der bekannteste fremdsprachige Autor des Verlags ist der irische Autor und Literaturwissenschaftler C. S. Lewis (1898–1963). Das berühmteste Werk von C. S. Lewis, die Kinderbuchserie Die Chroniken von Narnia, steigerte 2005 die Bekanntheit des Verlags, als die erste Narnia-Verfilmung in die deutschen Kinos kam. Heute bietet Brendow auch Fan- und Hörbücher zur Narnia-Saga an.
Ein weiterer englischsprachiger Autor, der bei Brendow unter Vertrag war, ist Adrian Plass (übersetzt von Christian Rendel). Zu den deutschsprachigen Autoren zählen Arno Backhaus (Humorvolles Buch), Mickey Wiese, Sönke C. Weiss, Fabian Vogt, Reinhold Ruthe (Ratgeber-Literatur), Jens Böttcher, Erik Händeler, Dieter Lohr, Daniel Seiler, Dorothee Döring, Johannes Czwalina und Sebastian Moll.
C. S. Lewis-Preis Von 2005 bis 2008 sowie seit 2014 verlieh der Brendow Verlag den C. S. Lewis-Preis, der christlich geprägte Romanprojekte auszeichnet. Bisherige Preisträger sind: 2005 Titus Müller für Siedler von Vulgata 2006 Dieter Lohr für Rebellion im Wasserglas 2007 Ingeborg Arlt für Die Hure und der Henker 2008 Nina Pourlak für Radieschen von unten (erschienen als Besser als Nix) 2014 Melissa C. Feurer für Fischerkinder (erschienen als Die Fischerkinder – Das verbotene Buch) In: Main-Post. 23. Oktober 2014 2015 Jörg Arndt für den Roman X-World 2016 Sebastian Pirling für den Roman Der Kongress der Exegeten 2017 nicht verliehen 2018 Julia Gehringer für den Roman Die Blutkönigin
Marlon Verlag Die Imprintmarke „Marlon“, die 2011 ihr erstes Programm vorgestellt hat, bediente das Genre des Unterhaltungsbuches mit Satire, Spaß- und Sachbüchern. Neben Kabarettisten und Comedians wurden Roman- wie auch Sachbuch-Autoren verlegt. Seit etwa 2018 ist der Verlag offline. vom 30. August 2018.
Weblinks Brendow Prilution Brendow Verlag
Einzelnachweise
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