Nina Ziegenhals (* 23. Mai 1982 in Bonn) ist eine deutsche Eishockeyspielerin, die zuletzt bei den EC Bergkamener Bären in der Fraueneishockey-Bundesliga spielte. Sie absolvierte insgesamt 104 Länderspiele und nahm an den Olympischen Spielen 2002 teil.

Karriere Nina Ziegenhals begann ihre Karriere als Eishockeyspielerin im Alter von 10 Jahren beim Hennefer EC. Im Alter von 14 Jahren wechselte sie zum TuS Wiehl und spielte dort mit einer Doppellizenz bei den U20-Junioren und gleichzeitig im Frauen-Bundesligateam des KEV Hannover. Zwischen 1998 und 2000 betrieb der TuS Wiehl eine Frauenmannschaft, die ebenfalls an der Bundesliga teilnahm. Mit dieser belegte Ziegenhals in der Saison 1999/2000 den dritten Platz.

Während der Saison 2000/01, im Januar 2001, wechselte sie innerhalb der Bundesliga vom KEV Hannover zum TV Kornwestheim, mit dem sie bis 2003 drei deutsche Meistertitel gewann. Parallel war sie während der Saison 2000/01 weiter für die U20-Junioren des TuS Whiel aktiv. 2001 legte sie die Abiturprüfung ab und wurde anschließend in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen, um sich auf die Olympischen Winterspiele 2002 vorzubereiten.

Im Sommer 2003 entschied sich Ziegenhals für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Bemidji State University, für deren College-Eishockeyteam BSU Beavers sie bis 2007 in der Western Collegiate Hockey Association spielte. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland stand Ziegenhals bei den EC Bergkamener Bären unter Vertrag, wo sie nicht mehr als Verteidigerin, sondern als Stürmerin eingesetzt wurde. 2019 beendete sie ihre Karriere.

International Zwischen 1999 und 2005 war Ziegenhals Stammspielerin der Frauen-Nationalmannschaft. Insgesamt nahm sie an vier Weltmeisterschaften und den Olympischen Winterspielen 2002 teil. Bei Letzteren belegte sie mit dem Nationalteam den sechsten Platz. Vier Jahre später gehörte sie zunächst zum erweiterten Olympiakader für die Winterspiele in Turin, erhielt aber letztlich keine Berufung für das Turnier. Insgesamt absolvierte sie 104 Länderspiele für Deutschland, in denen sie 10 Scorerpunkte erzielte.

Zwischen 2010 und 2011 betreute Ziegenhals die Nationalmannschaft als Mannschaftsleiterin und nahm in dieser Funktion auch an der Weltmeisterschaft 2011 teil. Dabei schaffte die Auswahl den Wiederaufstieg aus der Division I in die Top-Division.

Privates Nina Ziegenhals wuchs in Sankt Augustin-Niederpleis auf, wo sie inzwischen wieder lebt. 2001 machte sie ihr Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Siegburg. Sie arbeitet als IT-Projektleiterin für das Software-Unternehmen SAP.

Erfolge und Auszeichnungen 2001 Deutscher Meister mit dem TV Kornwestheim 2002 Deutscher Meister mit dem TV Kornwestheim 2003 Deutscher Meister mit dem TV Kornwestheim

Karrierestatistik Hauptrunde Endrunde/Play-offs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 2001/02 TV Kornwestheim Bundesliga Süd 15 1 11 12 16 2 0 0 0 2 2002/03 TV Kornwestheim Bundesliga Süd 16 5 15 20 18 2 0 1 1 2 2003/04 Bemidji State University WCHA 34 0 4 4 2004/05 Bemidji State University WCHA 27 0 2 2 2005/06 Bemidji State University WCHA 25 0 4 4 2006/07 Bemidji State University WCHA 19 2 4 6 2007/08 EC Bergkamen 1. Bundesliga 16 5 7 12 12 2008/09 EC Bergkamen 1. Bundesliga 10 3 6 9 6 2009/10 EC Bergkamen 1. Bundesliga 12 2 4 6 12 6 3 7 10 4 2010/11 EC Bergkamen 1. Bundesliga 24 7 20 27 20 2011/12 EC Bergkamen 1. Bundesliga 20 4 4 8 22 1. Bundesliga gesamt 113 27 67 94 106 8 3 8 11 8 WCHA gesamt 105 2 14 16

International Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM 2000 Deutschland WM 5 0 0 0 0 2001 Deutschland WM 5 0 1 1 0 2002 Deutschland Olympia 5 0 2 2 2 2003 Deutschland Air Canada Cup 3 0 0 0 6 2004 Deutschland WM 4 0 0 0 0 2005 Deutschland WM 5 0 0 0 2 2006 Deutschland Air Canada Cup 2 0 0 0 2 2007 Deutschland Air Canada Cup 4 0 0 0 0 2007 Deutschland Euro Hockey Tour 3 0 0 0 2 Herren gesamt 36 0 3 3 14

Weblinks

Nina Ziegenhals bei damen-eishockey.de Nina Ziegenhals - College-Statistiken bei uscho.com Wolfgang Ley: Aus der Hennefer Familie in die weite Welt, General-Anzeiger, 2. Dezember 2023, abgerufen am 3. Dezember 2023. Christoph Krause: Im Sport und im Beruf in Männer-Domänen, General-Anzeiger, 6. Februar 2002.

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