Gladys Afamado de Sans (* 24. Mai 1925 in Montevideo, Uruguay; † 29. Dezember 2024) war eine uruguayische Künstlerin und Schriftstellerin.
Leben und Werk Afamado war Absolventin der Escuela Nacional de Bellas Artes. Dort war sie Schülerin Domingo Bazzurros und Adolfo Pastors. Töpfern erlernte sie 1954 bis 1955 im Rahmen eines kommerziellen Workshops und belegte 1960 einen diesbezüglichen Kurs bei Duncan Quintela. Im Siebdruck wurde sie 1975 bei Rimer Cardillo unterrichtet. Nach einem von 1981 bis 1982 währenden Studium der Semiotik bei Jorge Medina Vidal ging sie 1984 mit einem im Rahmen eines Wettbewerbes erlangten Stipendiums nach Spanien und besuchte einen Büttenpapierkurs in Capellades. 1965 bis 1985 war sie als Grafikerin des montevideanischen Club de Grabado tätig. Die vielfach ausgezeichnete und prämierte Künstlerin hatte seit 1978 zahlreiche eigene Ausstellungen in Uruguay, Peru, Kolumbien, Belgien und andernorts. Ebenfalls waren ihre Werke bei Werkschauen und Gemeinschaftsausstellungen weltweit zu sehen. Von 1987 bis 1997 führte sie überdies gemeinsam mit ihrer Schwester, der Sängerin und Schriftstellerin Ethel Afamado, das Solo-Konzert Canción e imagen auf. Des Weiteren veröffentlichte sie mehrere Gedichtbücher. Auch war sie im Bereich der digitalen Kunst aktiv und war in diesem Zusammenhang Bestandteil des im Jahr 1999 unter dem Titel Un notre web in Frankreich erschienenen Buches bzw. der CD-ROM von Akenaton.
Ausstellungen (Auszug) Einzelausstellungen 1975: Galerie El Taller, Montevideo 1978: Galerie Partes, Medellín, Kolumbien 1984: Galerie 9, Lima, Peru 1985: Galerie Vezeley, Montevideo 1991: Galerie Del Correo Viejo, Montevideo 1998: kleine Grafik-Retrospektive im Sala Vaz Ferreira, Montevideo
Gemeinschaftsausstellungen 1968: Biennale des Casa de las Américas in Havanna, Kuba 1983: 1. Bienal de Grabado, Montevideo 1986: 5. Biennale von Cali, Kolumbien 1988: 1. Triennale von Chamalières, Frankreich 1990: Estandartes de la libertad, Paris 1990: Diez Uruguayos, Bremen, Deutschland 1993: 1. Biennale von Maastricht, Niederlande 1994: 3. Triennale von Chamalières, Frankreich 2000: Biennale der Digitalen Kunst, Sarcelles, Frankreich 2004: El Arte en la Piedra, Montevideo Shopping, Montevideo 2005: VII. Salon de Arte Digital, Havanna, Kuba 2005: Salón del Futbol, Museo Nacional de Artes Visuales (MNAV), Montevideo 2006: II. Bienal do Gravura, Ceará, Brasilien
Veröffentlichungen 1978: Signos vitales 1983: El perejil y sus adyacencias 1989: No espero respuesta 1995: Por los siglos de los siglos 1997: En la casa de la espera
Auszeichnungen (Auszug) 1966: Erster Grafik-Preis beim Salón Nacional 1968: Erwähnung Casa de las Américas 1983: Grafik-Preis verbunden mit Spanien-Stipendium 1983: Preis der Inka-Malerei 1986: Premio Adquisición, Mini Print, Cadaqués, Spanien 1996: Erster Preis des Uruguayischen Bildungs- und Kulturministeriums (MEC) in der Sparte "Unveröffentlichtes" für En la casa de la espera 2000: Premio Morosoli 2005: Zweiter Preis Mosto&RojasArte Arte Digital Internacional, Argentinien
Literatur Nuevo Diccionario de la Cultura Uruguaya von Miguel Ángel Campodónico, Librería Linardi y Risso, 2003, S. 14 f.
Weblinks auf www.mtop.gub.uy (spanisch)
Einzelnachweise
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