mini|Rennszene mini|Alberto Ascari im Ferrari 500 mini|Der Sieger Alberto Ascari mit Prinz Bernhard nach dem Rennen Der Große Preis der Niederlande 1953 (offiziell IV Grote Prijs van Nederland) fand am 7. Juni auf dem Circuit Park Zandvoort in Zandvoort statt und war das dritte Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1953.
Bericht
Hintergrund Nach dem 37. Indianapolis 500 führten Alberto Ascari und Bill Vukovich in der Fahrerwertung mit drei Punkten vor Luigi Villoresi und Art Cross.
In den vier Monaten, die zwischen dem argentinischen und dem niederländischen Grand Prix lagen, fanden einige nicht zur Weltmeisterschaft zählende Läufe statt, die andeuteten, dass Maserati den Ferrari ein nahezu ebenbürtiger Gegner ist.
Ferrari meldete zum Rennen die vier Stammfahrer Ascari, Giuseppe Farina, Villoresi und Mike Hawthorn. Einen privaten Ferrari steuerte Louis Rosier. Den vier Maserati-Werks-Piloten standen die neuen Fahrzeuge vom Typ A6SSG zur Verfügung. Diese leisteten jetzt mit 190 PS genauso viel wie die Ferrari. Ihr größter Vorteil war jedoch der große Tank, der es jetzt erlaubte, eine Renndistanz ohne Nachtanken zu bewältigen.Lang, Mike; Grand Prix 1950 - 1965; Haynes Publishing Group, Sparkford Sommerset 1981 S53. (ISBN 0-85429-276-4) (englisch)
Beunruhigt durch zahlreiche technische Mängel, die zu Unfällen führten, hatte sich Robert Manzon entschlossen, das Gordini-Team zu verlassen. Das Team trat daher nur mit Maurice Trintignant, Harry Schell und dem Newcomer Roberto Mieres an. Wieder mit dabei war das Connaught-Team, das Stirling Moss, Kenneth McAlpine und Rox Salvadori ins Rennen schickte.
Mit Rosier (zweimal), Ascari und Villoresi (jeweils einmal) traten drei ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.
Training Der Kurs von Zandvoort wurde nur eine Woche vor dem Rennen frisch asphaltiert. Auf der Strecke lagen noch viele Kieselsteine, die, hochgewirbelt, die Fahrer im Training stark behinderten. Viele nutzten daher vergitterte Windschutzscheiben. Das Training geriet zu dem erwarteten Duell zwischen den Ferrari- und Maserati-Piloten aus dem Ascari mit einem Vorsprung von 1,6 Sekunden auf Juan Manuel Fangio als Sieger hervorging. Farina komplettierte die erste Reihe, José Froilán González und Villoresi standen in der Zweiten.
Rennen Ascari gelang der beste Start und er zog dem Feld unaufhaltsam davon. Dahinter entwickelte sich aber ein ereignisreiches Rennen. Villoresi lag an zweiter Stelle vor Farina und Fangio, der auf die beiden Ferrari keinen Boden gutmachen konnte. González hatte einen ganz schlechten Start und lag am Ende der ersten Runde auf Platz 14, holte sich aber nach und nach Positionen zurück. Am Ende der siebten Runde fuhr er schon wieder auf Platz sechs und schloss zu Hawthorn auf, konnte ihn kurzzeitig sogar überholen, aber in der 23. Runde brach seine Hinterachse direkt hinter den Boxen. Daraufhin wurde Teamkollege Felice Bonetto an die Box gerufen und übergab seinen Wagen. Von Platz neun aus startete er erneut eine Aufholjagd, die ihn bis auf dem dritten Platz nach vorne brachte. Er hatte gegenüber Hawthorn, der auf dem vierten Platz einkam, eine ganze Runde aufgeholt.
Fangio und Villoresi schieden im Verlauf des Rennens aus, während Ascari einem ungefährdeten Sieg entgegenfuhr.Soweit nicht anders angegeben basierend auf: Lang, Mike; Grand Prix 1950 - 1965; Haynes Publishing Group, Sparkford Sommerset 1981 S55f. (ISBN 0-85429-276-4) (englisch)
In der Fahrerwertung übernahm Ascari wieder die alleinige Führung vor Vukovich, alleiniger Dritter war nun Villoresi.
Meldeliste Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen 2 Ferrari 500 Ferrari 2.0 L4 4 6 8 Ecurie Rosier 10 Ferrari 500 Ferrari 2.0 L4 12 Maserati A6GCM Maserati 2.0 L6 14 16 Enrico Platé 18 Maserati A6SSG Maserati 2.0 L6 20 Gordini T16 (1952) Gordini 2.0 L6 22 24 40 26 Connaught A Francis 2.0 L4 28 34 30 Connaught A Francis 2.0 L4 Ken Wharton 32 Cooper T23 Bristol 2.0 L6 36 HWM 53 Alta 1.5 38
Klassifikation Startaufstellung Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Startreihe 1 1:51,1 1 R 2 1:52,7 1 M 3 1:53,0 1 L 4 1:53,7 2 R 5 1:54,1 2 L 6 1:54,9 3 R 7 1:58,7 3 M 8 1:59,5 3 L 9 2:00,0 4 R 10 2:00,1 4 L 11 2:00,5 5 R 12 2:01,2 5 M 13 2:01,5 5 L 14 2:01,9 6 R 15 2:02,4 6 L 16 2:03,1 7 R 17 2:03,9 7 M 18 2:06,4 7 L 19 2:08,5 8 M 20 keine Zeit–
Rennen Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Zeit Start Schnellste Runde 1 90 2:53:35,8 1 2 90 + 10,4 3 3 25 + 1 Runde13 64 4 89 + 1 Runde 6 5 88 + 2 Runden 7 6 87 + 3 Runden 12 7 86 + 4 Runden8 8 84 + 6 Runden16 9 83 + 7 Runden 9 – 66 DNF4 1:52,8 (59.) – 63 DNF14 – 59 DNF10 – 52 DNF17 – 36 DNF2 – 28 DNF19 – 22 DNF5 – 19 DNF18 – 14 DNF11 – 7 DNF15DNS––––
WM-Stand nach dem Rennen Die ersten fünf bekamen 8, 6, 4, 3 bzw. 2 Punkte; einen Punkt gab es für die schnellste Runde. Es zählten nur die vier besten Ergebnisse aus acht Rennen.
Fahrerwertung Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 1 Ferrari 17 2 Kurtis Kraft 9 3 Ferrari 7 4 Ferrari 6 5 Kurtis Kraft 6 6 Maserati 6 7 Ferrari 6 8 Maserati 2 9 Maserati 210Kurtis Kraft 211Kurtis Kraft 212Kurtis Kraft 213Maserati 214Kurtis Kraft 1,515Kurtis Kraft 1,516Gordini 017Gordini 0 Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 18 Ferrari 0 19 Gordini 020Cooper 0 21 H.W.M. 0 22 Connaught 0 23 Cooper 0 – Gordini 0–Maserati 0 – Gordini 0 – Cooper 0–Simca-Gordini 0–Connaught 0–Connaught 0–Gordini 0–Cooper 0–Connaught 0–H.W.M. 0
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Ergebnisse
Einzelnachweise
Niederlande #1953 Kategorie:Circuit Zandvoort