zentriert|350px|Solidus des Constantius Constantius III. wird kurzzeitig Mitkaiser im Weströmischen Reich, stirbt aber noch im selben Jahr. 421 in anderen Kalendern Äthiopischer Kalender 413/414 Buddhistische Zeitrechnung 964/965 (südlicher Buddhismus); 963/964 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 51. (52.) Zyklus Jahr des Metall-Hahns 辛酉 (am Beginn des Jahres Metall-Affe 庚申) Jüdischer Kalender 4181/82 (12./13. September) Koptischer Kalender 137/138 Römischer Kalender ab urbe condita MCLXXIV (1174) Ära Diokletians: 137/138 (Jahreswechsel November) Seleukidische Ära Babylon: 731/732 (Jahreswechsel April) Syrien: 732/733 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 459 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 477/478 (Jahreswechsel April)
Ereignisse
Politik und Weltgeschehen
Römisches Reich
8. Februar: Der weströmische Kaiser Honorius ernennt seinen Magister militum Constantius III., den Mann seiner Schwester Galla Placidia, zum Augustus und Mitkaiser; Constantius stirbt allerdings bereits am 2. September während der Vorbereitungen zu einem Feldzug gegen den östlichen Kaiser Theodosius II., den Neffen des Honorius, der Constantius die Anerkennung verweigert hat und ihn als Usurpator betrachtet. Constantius’ Aufstieg vom Oberbefehlshaber der weströmischen Armee zum faktischen Machthaber beeinflusst nachhaltig die späteren patricii et magistri militum. 25. März: Der Legende nach wird auf dem Rialto der Grundstein für die Kirche San Giacomo di Rialto gelegt. Das gilt als Gründungsdatum für die Stadt Venedig. 7. Juni: Der oströmische Kaiser Theodosius II. heiratet Aelia Eudocia, die damit in Konkurrenz zu der einflussreichen Schwester des Kaisers, Aelia Pulcheria, tritt.
Perserreich
um 420/421: Im persischen Sassanidenreich kommt es zu örtlichen Christenverfolgungen, nachdem Christen einen zoroastrischen Feuertempel zerstört haben und der verantwortliche Bischof sich geweigert hat, ihn wieder aufbauen zu lassen. Das führt zu einem weiteren Römisch-Persischen Krieg mit dem Byzantinischen Reich.
420/421: Nach dem rätselhaften Tod des Yazdegerd I., der wahrscheinlich einer Verschwörung von Priestern und Adeligen zum Opfer fällt, wird sein Sohn Bahram V. Großkönig im persischen Sassanidenreich. Bahram, dessen Verhältnis zu seinem Vater gespannt gewesen ist, sieht sich mit mehreren Problemen konfrontiert, vor allem mit einem starken Hochadel, der wiederholt mit Yazdegerd in Konflikt geraten ist und seinen Sohn von der Thronfolge ausschließen will, und den nicht minder einflussreichen zoroastrischen Priestern. Bahram führt zunächst die von seinem Vater angeordneten Christenverfolgungen fort. Gegen den vom Adel eingesetzten Gegenkönig Chosrau kann er sich mit Unterstützung der Lachmiden durchsetzen. Allerdings muss Bahram dem einflussreichen Adel mehrere Zugeständnisse machen. So sieht er sich gezwungen, erhebliche Beträge an Steuereinnahmen an den reichen Adel zurückfließen zu lassen und zukünftig auf einen Teil der Grundsteuer zu verzichten.
Religion
Appellationsstreit zwischen Ost- und West-Rom; der oströmische Kaiser Theodosius II. stellt Illyrien unter die kirchenrechtliche Oberhoheit des Patriarchen von Konstantinopel. Einspruch des Papstes Bonifatius I.
Gestorben
2. September: Constantius III., Mitkaiser im Weströmischen Reich 3. Dezember: Sabinus, Bischof von Piacenza
Jin Gongdi, letzter Kaiser der chinesischen Jin-Dynastie 421 oder 428: Theudomer, fränkischer König, wahrscheinlich der Rheinfranken
Weblinks