Gasmai (im 19. Jahrhundert auch: Gassmay, Gaßmei) ist ein Ort in Kärnten (Österreich). Durch den Ort verläuft die Grenze zwischen den Katastralgemeinden Freundsam und Rasting, die gleichzeitig die Grenze zwischen den politischen Gemeinden Liebenfels und St. Urban sowie zwischen den Bezirken St. Veit an der Glan und Feldkirchen ist. Dadurch zerfällt der Ort in zwei Ortschaften: die Ortschaft Gasmai in der Gemeinde Liebenfels hat Einwohner (Stand ), die Ortschaft Gasmai in der Gemeinde St. Urban hat Einwohner (Stand ).

Lage, Hofnamen mini|Wegweiser nach Gasmai Der Ort liegt in den Wimitzer Bergen, gut 2 Kilometer östlich der Simonhöhe, unmittelbar nördlich des Freundsamer Mooses. Durch den Ort verläuft eine Katastralgemeindegrenze: der nordwestliche Teil des Orts (Kniebergerhube, Nr. 1; Michelehube, Nr. 2; Schneider-Wendlkeusche, Nr. 4; Wriessnighube, Nr. 7) liegt auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Rasting, der südöstliche Teil des Orts (Dolmenig, Nr. 5) auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Freundsam.

Geschichte vor der Teilung Der Ort wurde 1285 erwähnt als Cosomojach, was sich von slowenisch kosez (= Edlinger) und slowenisch smoj (= Brandrodung) ableitet. Im Ort befand sich ab dem späten 16. Jahrhundert eine Filialkirche (St. Mathias) der Pfarre Gradenegg. Die Kirche wurde 1788 aufgelassen, 1828 als Kirchenruine bezeichnet und später zu einem Wohnhaus umgebaut.Gemeinde Liebenfels (Hrsg.): Gemeindechronik Liebenfels. 1998. S. 367.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörten sowohl die Steuergemeinde Rasting als auch die Steuergemeinde Freundsam und somit der gesamte Ort Gasmai zum Steuerbezirk Gradenegg.

Bevölkerungsentwicklung des gesamten Orts Für den Ort ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 8 Häuser, 51 Einwohner 1880: 7 Häuser, 48 Einwohner 1890: 6 Häuser, 50 Einwohner 1910: 5 Häuser, 47 Einwohner 1961: 6 Häuser, 33 Einwohner 2001: 5 Gebäude, 16 Einwohner, 4 land- und forstwirtschaftliche Betriebe 2011: 5 Gebäude, 19 Einwohner, 0 Arbeitsstätten 2021: 6 Gebäude, 16 Einwohner, 4 Arbeitsstätten

Ortschaft Gasmai (Gemeinde Liebenfels)

Geschichte Das auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Freundsam liegende Haus des Ortes Gasmai kam bei Gründung der Ortsgemeinden nach der Revolution 1848/49 zunächst zur Gemeinde Glantschach und 1875 an die Gemeinde Sörg. Durch eine Gemeindefusion gehört die Ortschaft seit 1973 zur Gemeinde Liebenfels.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft zählte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 1 Haus, 5 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 72. 1880: 1 Haus, 4 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 60. 1890: 1 Haus, 9 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 61. 1900: 1 Haus, 9 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 82. 1910: 1 Haus, 9 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 43. 1923: 1 Haus, 5 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1934: 6 Einwohner handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1961: 1 Haus, 8 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 257. 2001: 1 Gebäude (davon 1 mit Hauptwohnsitz) mit 1 Wohnung; 2 Einwohner und 0 Nebenwohnsitzfälle; 1 Haushalt; 0 Arbeitsstätten, 1 land- und forstwirtschaftlicher BetriebStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. 2011: 1 Gebäude, 1 Einwohner, 1 Haushalt, 0 Arbeitsstätten 2021: 1 Gebäude, 1 Einwohner, 1 Haushalt, 1 ArbeitsstätteAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 39.

Ortschaft Gasmai (Gemeinde St. Urban)

Geschichte Die auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Rasting befindlichen Häuser des Ortes Gasmai kamen bei Gründung der Ortsgemeinden nach der Revolution 1848/49 zur Gemeinde St. Urban und damit zum Bezirk Klagenfurt-Land, seit 1982 zum Bezirk Feldkirchen.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft zählte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 7 Häuser, 46 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 18. 1880: 6 Häuser, 44 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 14. 1890: 5 Häuser, 41 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 14. 1910: 4 Häuser, 38 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 20. 1961: 5 Häuser, 25 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 248. 2001: 4 Gebäude, 14 Einwohner, 3 ArbeitsstättenStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. 2011: 4 Gebäude, 18 Einwohner, 6 Haushalte, 0 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. 2021: 5 Gebäude, 15 Einwohner, 7 Haushalte, 3 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 14.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Kärnten Kategorie:Liebenfels Kategorie:St. Urban (Kärnten) Kategorie:Ersterwähnung 1285