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mini|300px|Maximilianstraße in Mindelheim
Ensembles
Ensemble Altstadt Mindelheim Während sich die früheste Gründung der Stadt – ein alemannisches Dorf bei Alt-St.-Stephan – außerhalb der heutigen Altstadt befand, ist diese selbst in staufischer Zeit (2. Hälfte 12. Jahrhundert) wohl zusammen mit der Salzstraße von München nach Memmingen planmäßig in ost-westlicher Richtung angelegt und auch befestigt worden (erste urkundliche Erwähnung 1046, Stadtrechte vor 1256). Als Kennzeichen dieser Gründung können die spindelförmigen Erweiterungen der Maximilianstraße (im Westteil nur noch schwach ausgebildet) sowie die Aufteilung in regelmäßige Baublöcke nach Norden hin gelten, vergleichbar der etwa gleichzeitig, ebenfalls an der Salzstraße entstandenen Memminger Kalchvorstadt. Die Stein- und Kornstraße gliedern das gesamte Altstadtgebiet innerhalb der ehemaligen Befestigung, die sich vom Ende 15. Jahrhundert / Anfang 16. Jahrhundert abschnittsweise erhalten hat, in vier Stadtteile: das Mühl-, Spital-, Pfarr- und Klosterviertel. Da die Steinstraße bis 1811 ohne Tor war und die Grundstücke von der Maximilianstraße bis an die Stadtmauer reichten, sind das südlich gelegene Mühlviertel – im östlichen Teil – und das Spitalviertel kaum gegliedert. Das Kloster- und das Pfarrviertel sind durch mehrere Parallelstraßen zur Maximilianstraße (Kappelgasse, Hungerbachgasse, Kleinhannsstraße und Hauberstraße) und durch Verbindungen, die zu diesen führen, in verschieden große, längsrechteckige Baublöcke unterteilt. Die Lage der Pfarrkirche und zweier bedeutender Klöster (Augustiner und Franziskanerinnen) haben zur reicheren städtebaulichen Entwicklung in diesen beiden Stadtteilen beigetragen. Die Unregelmäßigkeiten der Anlagen beim ehemaligen Augustinerkloster und der Mühle am Mindelübergang sowie Tuffmauerreste in den Fundamenten des in die Maximilianstraße einspringenden ehem. Jesuitengymnasiums, stützen die These, dass hier ein frühmittelalterlicher Reichshof mit zugehöriger Reichshofgliederung (Mühlviertel) vermutet werden kann und damit die ältesten Teile der Stadt in der Struktur des Grundrisses erkennbar sind. Die Stadtansicht wird im Wesentlichen durch die Türme der drei mittelalterlichen Stadttore sowie jene der Kirchen St. Stephan, St. Silvester und Mariä Verkündigung bestimmt. Die Straßenbilder prägen meist geschlossene Reihen von Giebelhäusern des 17. und 18. Jahrhundert, teilweise mit Fassaden des 19. und 20. Jahrhunderts. Mit Aufgabe der Stadtbefestigung Anfang des 19. Jahrhunderts kommt es zu baulichen Veränderungen insbesondere im ehemaligen Grabenbereich, der verfüllt und mit Kleinhäusern entlang der Stadtmauer bebaut oder als Gartenfläche genutzt wurde. Aktennummer E-7-78-173-1.
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Anmerkungen
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Mindelheim
Literatur
Weblinks
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