mini|hochkant|Elizabeth Olsen auf dem Toronto International Film Festival 2024 Elizabeth Chase Olsen (* 16. Februar 1989 in Sherman Oaks, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Große Bekanntheit erlangte sie durch die Rolle der Wanda Maximoff/Scarlet Witch in den Marvel-Filmen.

Kindheit und Jugend Elizabeth Chase Olsens Mutter, Jarnette Olsen (geb. Jones), ist eine ehemalige Tänzerin und ihr Vater, David Olsen, Bankier und Immobilienhändler. Sie ist die jüngere Schwester der Zwillinge Mary-Kate und Ashley Olsen, welche bereits als Kinder in Filmen und im Fernsehen spielten. Olsen hat einen älteren Bruder, einen jüngeren Halbbruder und eine jüngere Halbschwester. Ihre Eltern ließen sich 1996 scheiden.

Olsen begann zu schauspielern, als sie vier Jahre alt war, und trat mehrmals in Mary-Kate und Ashleys Projekten, wie 1994 in dem Fernsehfilm Abenteuer auf der Wildwasser-Ranch, auf. Außerdem bekam sie kleine Rollen in den Musikvideos ihrer Schwestern. Als Kind nahm sie Schauspielunterricht und verbrachte Zeit im Musiktheatercamp. Olsen hätte 2004 beinahe aufgehört, sich der Schauspielerei zu widmen, da die Aufmerksamkeit der Medien auf Mary-Kates Essstörung gelenkt wurde.

Nach ihrem Schulabschluss 2007 an der Campbell Hall School studierte sie Schauspiel bei der Atlantic Theater Company und besuchte die Filmhochschule Tisch School of the Arts. Olsen schloss ihr Studium an der NYU im Januar 2013 ab.

Leben und Wirken 2011 übernahm sie die Hauptrolle im Horrorfilm Silent House. Im gleichen Jahr erhielt sie für ihre Darstellung der Martha in Martha Marcy May Marlene gute Kritiken. Für diese Rolle wurde sie für mehrere Preise, darunter den Saturn Award und Satellite Award, nominiert. Zudem erhielt sie von der Chicago Film Critics Association eine Auszeichnung als Most Promising Performer. Die Los Angeles Film Critics Association ehrte sie und die anderen Hauptdarsteller als Besten Nachwuchs.

In Red Lights (2012) spielte sie an der Seite von Robert De Niro und Sigourney Weaver. Seit 2014 ist sie in der Rolle der Scarlet Witch, auch bekannt als Wanda Maximoff, Teil des Marvel Cinematic Universe. Als solche war sie in The Return of the First Avenger, 2015 in Avengers: Age of Ultron, 2016 in The First Avenger: Civil War, 2018 in Avengers: Infinity War und 2019 in Avengers: Endgame zu sehen. Auch in der im Januar 2021 angelaufenen Disney+-Serie WandaVision ist sie als Scarlet Witch zu sehen. Diese Rolle übernahm sie auch in Doctor Strange in the Multiverse of Madness (2022). Ihr schauspielerisches Schaffen umfasst mehr als zwei Dutzend Produktionen.

In dem Thriller Wind River von Taylor Sheridan, der am 21. Januar 2017 im Rahmen des Sundance Film Festivals seine Premiere feierte, übernahm Olsen die Hauptrolle einer FBI-Agentin.

2017 wurde sie in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) aufgenommen, die jährlich die Oscars vergibt.„Class of 2017“. Zugegriffen am 30. Juni 2017.

Privatleben Olsen ist seit ihrem 13. Lebensjahr Atheistin, da sie der Auffassung ist, dass Religion eine Gemeinschaft sein sollte und ein Ort, an dem man beten kann, und nicht etwas, das die Freiheit von Frauen bestimmen sollte. Sie ist Botschafterin für Bobbi Brown Cosmetics.

Olsen war mit dem Schauspieler Boyd Holbrook verlobt, von dem sie sich 2014 trennte. Im Juni 2019 verlobte sie sich mit Robbie Arnett, einem Sänger und Musiker der US-amerikanischen Band Milo Green. Sie leben zusammen in Los Angeles. Im Juni 2021 gab Olsen bekannt, dass die beiden geheiratet haben. Im April 2026 wurde bekannt, dass das Paar ihr erstes gemeinsames Kind erwartet.

Filmografie (Auswahl) mini|hochkant|Olsen (2013) 1994: Abenteuer auf der Wildwasser-Ranch (How the West Was Fun) 2011: Silent House 2011: Martha Marcy May Marlene 2011: Peace, Love, & Misunderstanding 2012: Red Lights 2012: Liberal Arts 2013: Kill Your Darlings – Junge Wilde (Kill Your Darlings) 2013: Very Good Girls 2013: In Secret – Geheime Leidenschaft (In Secret) 2013: Oldboy 2014: Godzilla 2014: The Return of the First Avenger (Captain America: The Winter Soldier) 2015: Avengers: Age of Ultron 2015: I Saw the Light 2016: The First Avenger: Civil War (Captain America: Civil War) 2016: Drunk History (Fernsehserie, Folge 4x06) 2017: Ingrid Goes West 2017: Wind River 2017: Kodachrome 2018: Avengers: Infinity War 2018–2019: Sorry for Your Loss (Fernsehserie, 20 Folgen) 2019: Avengers: Endgame 2021: WandaVision (Fernsehserie, 9 Folgen) 2022: Doctor Strange in the Multiverse of Madness 2023: Love and Death (Miniserie, 7 Folgen) 2023: Drei Töchter (His Three Daughters) 2023: What If…? (Fernsehserie, 2 Folgen, Stimme) 2024: The Assessment 2025: Eternity 2025: Marvel Zombies (Fernsehserie, 3 Folgen, Stimme)

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) mini|hochkant|Elizabeth Olsen (2014) 2011: Central Ohio Film Critics Association Award: Beste Darstellerin 2011: Chicago Film Critics Association: Vielversprechendster Darsteller 2011: Florida Film Critics Circle: Pauline Kael Breakout Award 2011: Ghent International Film Festival: Spezielle Erwähnung 2011: Indiana Film Journalists Association Award: Beste Darstellerin 2011: Los Angeles Film Critics Association: Bester Nachwuchs, New Generation Award 2011: Phoenix Film Critics Society Award: Beste Darstellerin, Bester Nachwuchs 2011: Vancouver Film Critics Circle Award: Beste Darstellerin 2021: MTV Movie & TV Awards: Beste Serien-Performance 2021: MTV Movie & TV Awards: Bester Kampf (zusammen mit Kathryn Hahn) 2021: Emmy-Nominierung als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie in WandaVision 2022: Golden Globe Award: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm für WandaVision 2024: Golden Globe Award: Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm für Love & Death

Weblinks

Elizabeth Olsen bei Moviepilot

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Kinderdarsteller Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1989 Kategorie:Frau