mini|Beyoncé (2023) Beyoncé Giselle Knowles-Carter (geborene Knowles; * 4. September 1981 in Houston, Texas) ist eine US-amerikanische R&B- und Pop-Sängerin und Schauspielerin. Bis 2005 war sie Mitglied der R&B-Girlgroup Destiny’s Child. Seit 2003 ist sie als Solokünstlerin Beyoncé tätig; ihre acht Alben erreichten alle Platz eins der amerikanischen Billboard-Charts.

Sie verkaufte solo und mit Destiny’s Child insgesamt über 200 Millionen Tonträger und gehört damit zu den erfolgreichsten Künstlern weltweit. 2009 wurde sie vom Billboard-Magazin als beste Künstlerin des Jahrzehnts ausgezeichnet; 2011 erhielt sie den Billboard Millennium Award. 2014 wurde sie vom Forbes-Magazine zur einflussreichsten Künstlerin gewählt und erhielt im Alter von 32 Jahren den Michael Jackson Video Vanguard Award für ihr Lebenswerk.

Beyoncé wurde mit 35 Grammys ausgezeichnet (Rekord) und gehört, laut Forbes seit Ende 2025 mit einem Vermögen von ca. 1 Milliarde US-Dollar zu den reichsten Musikern der Welt. 2014 verdiente sie 115 Millionen US-Dollar und war damit in diesem Jahr die bestbezahlte Frau im Musikgeschäft.

Biografie Beyoncé Knowles kam 1981 in Houston als erstes Kind des Xerox-Vertriebsleiters Mathew Knowles und von Célestine Ann „Tina“ Beyoncé, die ein Friseurgeschäft betrieb, zur Welt.Eintrag bei filmreference.com.Ludovic Hunter-Tilney: Beyoncé. A superstar selling musical militancy, in: Financial Times, 13. Februar 2016, S. 7. Ihr Vater hat afrikanische, ihre Mutter ebenfalls afrikanische sowie französische, indigene und irische Wurzeln. Beyoncés Vorname entspricht dem Geburtsnamen ihrer Mutter. Die Schauspielerin und Sängerin Solange Knowles ist ihre jüngere Schwester.

Nachdem die beiden Gründungsmitglieder LaTavia Roberson und LeToya Luckett gegen Ende 1999 Destiny’s Child verlassen hatten, litt sie unter Depressionen, die durch die gereizte Stimmung in der Gruppe entstanden sein sollen sowie durch die Trennung von ihrem damaligen Freund.

2008 heiratete sie in New York City den Rapper Jay-Z (bürgerlicher Name Shawn Corey Carter), mit dem sie seit 2001 liiert ist. Sie trägt seitdem den Familiennamen Knowles-Carter.Beyonce Knowles’ name change. 2012 bekam das Paar eine Tochter,billboard.com 2017 folgten Zwillinge.

Musikalische Karriere 1987–1996: Karrierebeginn Beyoncé nahm in der Schule Tanzunterricht in Ballett und Jazz, bei dem ihr Gesangstalent von ihrer Lehrerin entdeckt wurde. Ihr Interesse für Tanz, Gesang und Musik wuchs, als sie bei einer Talentshow der Schule auftrat. Dort sang sie das Lied Imagine von John Lennon und gewann den Wettbewerb.

Im Alter von sieben Jahren wurde sie im Houston Chronicle für den Performing Arts Award The Sammy nominiert. Ab Herbst 1990 besuchte sie die Parker Elementary School in Houston und sammelte weitere Gesangserfahrungen im Schulchor. Sie erhielt Gesangsunterricht bei Opernsänger David Lee Brewer, der auch in das Haus der Familie Knowles einzieht. Sie wurde für zwei Jahre Mitglied eines Kirchenchors in Houston, wo sie als Solistin agierte. Ende 1990 gründete Beyoncé gemeinsam mit LaTavia Roberson, ihrer Kindheitsfreundin Kelly Rowland und ihren Schulfreundinnen Keke Wyatt und Támar Davis die sechsköpfige Tanz- und Gesangsgruppe Girls Tyme. Nachdem 1993 LeToya Luckett der Gruppe beigetreten war, wurden zwei andere Mitglieder vom Manager entlassen, so dass die Band mit Beyoncé, Rowland, Luckett und Roberson nur noch vier Mitglieder hatte.

Mit der Zeit setzte sich die Gruppe als Vorgruppe für andere etablierte R&B-Girlgroups durch. Gemanagt von Vater Mathew wurde die Gruppe im Laufe der Jahre durch zahlreiche Auftritte auf lokaler Ebene bekannt. Als ein Plattenvertrag mit Elektra Records unterschrieben wurde, änderte man den Namen der Gruppe in Destiny’s Child. Sie zogen nach Atlanta, um an ihren ersten Aufnahmen zu arbeiten. 1996 unterschrieb die Gruppe einen Plattenvertrag beim Major-Label Columbia Records.

1997–2001: Destiny’s Child

Nach der Unterzeichnung des Plattenvertrags mit Columbia nahm die Gruppe das erste Lied Killing Time unter ihrem neuen Plattenlabel auf, das auf dem Soundtrack-Album zum Film Men in Black im Jahr 1997 erschien. Die erste Single der Band, No No No, erreichte Platz 1 der US-amerikanischen Billboard-Charts. Später gewann die Gruppe drei Soul Train Lady of Soul Awards. Es folgten weitere erfolgreiche Auskopplungen, darunter die Nr.-eins-Hits Bills Bills Bills und Say My Name, das mit zwei Grammys ausgezeichnet wurde. Außerdem erschienen zwei Alben: 1998 Destiny’s Child und ein Jahr später The Writing’s on the Wall. Das zweite Album der Gruppe verkaufte sich in den Vereinigten Staaten mehr als acht Millionen Mal. 1999 nahm Beyoncé zusammen mit dem Musiker Marc Nelson das Lied After All Is Said and Done auf, das zum Soundtrack des Films The Best Man gehört.

Ende 1999 verließen Luckett und Roberson die Gruppe wegen Unstimmigkeiten mit Mathew Knowles. 2000 veröffentlichte Destiny’s Child die Nummer-1-Single Independent Women Part I, den Titelsong zum Kinofilm 3 Engel für Charlie. 2001 folgte das dritte Album Survivor, das in den USA, Großbritannien, Deutschland, Österreich und der Schweiz Platz 1 der Albumcharts belegte. Es folgten zahlreiche erfolgreiche Singles wie Survivor, Bootylicious sowie Emotions, ein Cover der Bee Gees. Nach der anschließenden Welttournee und der Veröffentlichung des Weihnachtsalbums 8 Days of Christmas im Oktober 2001 trennten sich die Wege der Frauen zu Gunsten von Solokarrieren.

2002–2003: Beginn der Solokarriere mit Dangerously in Love mini|hochkant=1.2|Beyoncé bei einer Performance von Baby Boy 2002 veröffentlichte Beyoncé ihre erste Solosingle Work It Out. Der Song ist im Soundtrack des Films Austin Powers in Goldständer zu finden, in dem sie auch als Schauspielerin zu sehen ist. Im folgenden Jahr spielte sie an der Seite von Cuba Gooding, Jr. in der Komödie Fighting Temptations und nahm für den Soundtrack Songs auf, darunter eine Coverversion von Fever aus dem Jahr 1956. Im Oktober 2002 nahm Beyoncé mit ihrem Freund, dem US-Rapper Jay-Z, die Single ’03 Bonnie & Clyde auf. Das Lied erreichte Platz vier der amerikanischen Billboard Hot 100. In der Schweiz erreichte der Song Platz 1.

Im Juni 2003 erschien ihr Debütalbum Dangerously in Love. Das Album erreichte sofort nach Veröffentlichung Platz 1 der amerikanischen Billboard-200-Albumcharts und verkaufte sich weltweit über elf Millionen Mal. Die ersten beiden Singleauskopplungen des Albums, Crazy in Love sowie Baby Boy, eine Zusammenarbeit mit Sean Paul, erreichten Platz 1 in den USA. Als weitere Singles wurden Me, Myself and I und Naughty Girl veröffentlicht, die beide die Top 10 der Singlecharts erreichten. 2004 wurde das Album mit fünf Grammys ausgezeichnet. Im November 2003 startete Knowles ihre erste Welttournee, die Dangerously in Love Tour.

2004–2005: Destiny’s Child – Comeback und Trennung Im März 2004 ging Beyoncé mit Alicia Keys, Missy Elliott und Tamia auf eine Tournee durch Nordamerika. Nach einer dreijährigen Pause, in der sich die Bandmitglieder auf Soloprojekte konzentrierten, fand sich Beyoncé 2004 wieder mit Rowland und Williams zusammen, um im November das letzte Album der Gruppe, Destiny Fulfilled, zu veröffentlichen. Das Album erreichte Platz 2 in den amerikanischen Albumcharts und verkaufte sich in den Vereinigten Staaten über 3 Millionen Mal. 2005 ging Destiny’s Child zum letzten Mal auf Tournee und löste sich danach auf.

Beyoncés Solotitel Check on It mit Rapper Slim Thug wurde im Dezember 2005 veröffentlicht. Das Lied belegte 2006 fünf Wochen lang Platz eins der amerikanischen Charts und war Beyoncés dritter Nummer-eins-Hit in den USA.

2006–2007: B’Day Im Dezember 2006 nahm sie für den Soundtrack des Musical-Films Dreamgirls, in dem sie auch mitspielte, zahlreiche Lieder auf, darunter den Song Listen, der als Single veröffentlicht wurde. Die Veröffentlichung ihres zweiten Studioalbums B’Day erfolgte im September 2006. Wie die Vorgänger debütierte B’Day auf Platz eins der amerikanischen Billboard-200-Charts. Es verkaufte sich in den USA bis 2009 rund 3 Millionen Mal und erhielt bis heute Fünffachplatin. Die erste Single des Albums Déjà Vu mit Jay-Z erreichte Platz vier der Billboard Hot 100 und wurde im Vereinigten Königreich Beyoncés zweiter Solo-Nummer-eins-Hit nach Crazy in Love. Die Singleauskopplung Irreplaceable wurde in den USA ihr vierter Nummer-eins-Hit.

Beautiful Liar, ein Duett mit der Sängerin Shakira aus dem Jahr 2007, erreichte Platz drei in den USA und Platz eins in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien. In Deutschland blieb Beautiful Liar bisher ihr einziger Nummer-eins-Hit. Im April 2007 startete sie ihre zweite Solo-Welttournee. Die Tournee beinhaltete über 90 Konzerte weltweit und wurde als Konzertfilm mit der DVD The Beyoncé Experience Live! verfilmt. Weitere Veröffentlichungen aus dem Album sind Listen, Ring The Alarm, Suga Mama, Kitty Kat, Upgrade U mit Jay Z, Freakum Dress & Check On It mit Rapper Bun Bhttps://www.cheatsheet.com/entertainment/beyonces-freakum-dress-music-video-features-this-americas-next-top-model-alum.html/. Allen veröffentlichten Songs gelang ein erfolgreicher Charteinstieg.

2008–2010: I Am… Sasha Fierce mini|hochkant=1.2|Beyoncé mit Jay-Z (2008) Im November 2008 veröffentlichte Beyoncé ihr drittes Album mit dem Titel I Am… Sasha Fierce. Für das Album baute Beyoncé ihr Alter Ego Sasha Fierce aus. Das Album debütierte ebenfalls auf Platz eins der amerikanischen Billboard 200 und wurde in den USA mit Doppelplatin ausgezeichnet. Die Singleauskopplung Single Ladies (Put a Ring on It), erreichte Platz eins der Charts in den USA. Im Vereinigten Königreich wurde If I Were a Boy ihre vierte Nummer eins. Das Musikvideo wurde bei den MTV Video Music Awards 2009 in neun Kategorien nominiert und gewann den Award für Video of the Year. Um ihr Album zu promoten, startete sie im März 2009 ihre dritte Welttournee mit dem Titel I Am… Tour.

Bei den Grammy Awards 2010 wurde sie sechsmal ausgezeichnet. Im Februar 2010 arbeitete Beyoncé mit Lady Gaga zusammen, es entstand der Song Telephone. Der Song erreichte Platz drei der amerikanischen Billboard Hot 100 und unter anderem Platz eins in Großbritannien. Dort wurde es ihr fünfter Nummer-eins-Hit als Solokünstlerin. Die Single erreichte auch Platz eins der amerikanischen Popcharts und war ein internationaler Erfolg. Weitere erfolgreiche Veröffentlichungen aus dem dritten Album sind der Nr. Eins-Song Halo, die R&B-Hymne Ego mit Kanye West, die Pop-Updance NummerSweet Dreams, Hip Hop-Track DIVA, die Pop-BalladeBroken-Hearted Girl, Video Phone (Remix) mit Lady Gaga & Why Dont You Love Me.

2011–2013: 4 Nachdem WikiLeaks im Februar 2011 Dokumente veröffentlicht hatte, die zeigen, dass Beyoncé zusammen mit Usher, Mariah Carey und Nelly Furtado jeweils eine Million US-Dollar erhielt, um 2009 für die Familie des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi zu singen, entschied sie sich, dem Beispiel von Nelly Furtado zu folgen und die Gage an Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden. Am 2. März 2011 erzählte ein Berater von Beyoncé der The Huffington Post, dass sie das Geld an die Wohltätigkeitsorganisation Clinton Bush Haiti Fund gespendet habe, um den Opfern des Erdbebens von Haiti zu helfen. Am 28. März 2011 wurde bekannt, dass Knowles’ Vater Mathew nicht mehr ihr Manager sein wird. Beyoncé erklärte, dass sie mit ihrem Vater Streit „auf Geschäftsebene“ hatte. Sie managt sich jetzt selber und hat ihr eigenes Team.