Mutschach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Mutschach liegt in der Gemarkung Dinkelsbühl. Mutschach wurde früher auch Pulvermühle oder Muntschi oder Mutschacheröhlmühl genannt.
Geografie Die Einöde liegt am Mutschachgraben, einem linken Zufluss der Wörnitz, der dort zwei Weiher speist. Der Ort ist von Wald umgeben. Im Süden heißt das Waldgebiet Tigertwald. Die Staatsstraße 2220 führt nach Dinkelsbühl zur Bundesstraße 25 (1,9 km südwestlich) bzw. nach Witzmannsmühle (5,6 km nordöstlich).
Geschichte Die Fraisch über die Mutschach war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Feuchtwangen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Grundherrschaft des Anwesens hatte die katholische Kirchenpflege der Reichsstadt Dinkelsbühl.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 405 ff. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.
Im Jahr 1809 wurde Mutschach infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Munizipalgemeinde Dinkelsbühl zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 535.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 8 5 4 6 6 3 2 3 5 0HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 1 2 1 1 1 1 1 1Quelle Zusätzlich wird eine Mutschacheröhlmühl aufgelistet mit 7 Einwohnern und 2 Feuerstellen.
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Wendelin (Lehengütingen) gepfarrt, seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Paul (Dinkelsbühl) zuständig. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach