Neumühle ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Neumühle liegt in der Gemarkung Dinkelsbühl.

Geografie Die Einöde liegt am Walkenweiherbach, der 100 Meter weiter östlich als rechter Zufluss in die Wörnitz mündet, und am Sittlinger Graben, der dort als rechter Zufluss in den Walkenweiherbach mündet. Sie besteht heute (Stand 2018) aus sechs Wohngebäuden und fünf größeren Nebengebäuden. Bei Haus Nr. 6 steht ein sogenanntes Schwedenkreuz.

Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Dinkelsbühl zur Staatsstraße 2220 (1,6 km nordwestlich) bzw. nach Diederstetten (2,4 km südöstlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen verlaufen nach Radwang (0,3 km südwestlich) und zur Walkmühle (0,2 km westlich).

Geschichte Im Jahr 1661 wurde die erste Mühle erbaut.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 98. Die Fraisch über die Neumühle war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Grundherrschaft des Anwesens hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 405 ff.

Im Jahr 1809 wurde Neumühle infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Munizipalgemeinde Dinkelsbühl zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 535.

Baudenkmäler Neumühle 1: ehemaliges Wohn- und Mühlengebäude, sogenannte Neumühle, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Fachwerkgiebel und Satteldach, im Kern 18. Jahrhundert Brücke nordwestlich der Neumühle über einen schmalen Nebenarm der Wörnitz, der zugleich Abfluss für den gestauten Walkweiher ist. Die zweibogige, aus Sandsteinquadern gefügte Brücke im Zuge der Straße Dinkelsbühl–Diederstetten stammt noch aus dem 18. Jahrhundert; gegen die Flussrichtung keilförmige Vorlage des Mittelpfeilers.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 98. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 14 10 10 8 13 9 12 9 12 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 1 1 1 1 2 2 2 2Quelle Eindeutig identifizierbar wird die Neumühle durch

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt, seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Paul (Dinkelsbühl) zuständig. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Erbaut in den 1660er Jahren Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Bauwerk in Dinkelsbühl Kategorie:Mühle in Europa