Untermeißling ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Untermeißling liegt in der Gemarkung Seidelsdorf.
Geografie Der Weiler liegt am Hinterwiesengraben, der 0,75 km weiter südöstlich über den Mühlweiher als linker Zufluss in den Mühlgraben (im Unterlauf Walkenweiherbach genannt) mündet, der wiederum ein rechter Zufluss der Wörnitz ist. Im Nordosten liegt das Flurgebiet Lach, das als Golfplatz genutzt wird, im Westen liegt das Waldgebiet Hirtenhölzle. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Hausertshof (1 km südöstlich) bzw. nach Obermeißling (0,6 km nordwestlich).
Geschichte Die Fraisch über Untermeißling war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Crailsheim, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Oberamt Mönchsroth. Der Ort bildete mit Obermeißling eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Untermeißling 4 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherr über alle Anwesen war das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl (2 Höfe, 2 Güter).T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 466. In beiden Orten gab es insgesamt 7 Untertansfamilien. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Crailsheim.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 578.
Im Jahr 1809 wurde Untermeißling infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt Segringen und der Ruralgemeinde Seidelsdorf zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533 und 539. Am 1. Juli 1970 wurde Untermeißling im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 28 34 26 36 34 23 33 58 24 23 21HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 6 5 6 6 5 7 4 6Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach