Neustädtlein ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Neustädtlein hat eine Fläche von 4,044 km². Die Gemarkung ist in 623 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6490,38 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Freundstal, Hohenschwärz (zum Teil), Radwang, Sankt Ulrich und Sittlingen.

Geografie Das Dorf liegt am linken Ufer der Wörnitz. Etwas weiter nordöstlich mündet der Ölgraben als linker Zufluss, etwas weiter westlich der Walkenweiherbach als rechter Zufluss in die Wörnitz. 0,5 km östlich liegt das Hausholz. Die Bundesstraße 25 führt nach Dinkelsbühl (2,3 km nordwestlich) bzw. an Freundstal vorbei nach Knittelsbach (1,2 km südöstlich).

Geschichte Die Fraisch über Neustädtlein war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 8 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl (Dreikönigspflege: 2 halbe Güter; evangelische Kirchenpflege: 1 Gut; Ratsamtspflege: 2 Güter; Siechenpflege: 1 Gut, 2 halbe Güter).T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 443. (= J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 745.) Hiernach gab es nur 6 Untertansfamilien. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 567.

Im Jahr 1809 wurde Neustädtlein infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Villersbronn zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort an die neu gebildete Ruralgemeinde Knittelsbach überwiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 537. Am 1. April 1971 wurde Neustädtlein im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015Einwohner 44 41 56 53 53 53 59 82 95 141 155 131 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 10 10 11 11 10 11 18 40 Quelle Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt, seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Paul (Dinkelsbühl) zuständig. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Ort an der Wörnitz