Ada van Roon (* 4. Mai 1882 als Adelheid Magdalene Schneider in Berlin; † 27. Januar 1953 in Berlin-Neukölln) war eine deutsche Theaterschauspielerin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin.
Leben und Wirken Adelheid Schneider hatte seit ihrem Debüt 1902 an Berlins Neuem Theater unter ihrem Geburtsnamen als Bühnenschauspielerin gearbeitet, sowohl in der Hauptstadt als auch in der Provinz (z. B. am Deutschen Theater in Hannover). In Berlin lernte sie den österreichischen Drehbuchautor und späteren Regisseur Gernot Bock-Stieber kennen, den sie am 16. Oktober 1917 in Charlottenburg heiratete.
An seiner Seite und unter dem Pseudonym Ada van Roon wechselte die ehemalige Schauspielerin 1919 den Beruf und wurde Drehbuchautorin. In dieser Funktion verfasste sie die Manuskripte zu zahlreichen Inszenierungen Bock-Stiebers. Außerdem arbeitete sie als Geschäftsfrau in der Produktionsfirma ihres Mannes. Kurz nach Anbruch der Tonfilm-Ära zog sich Ada van Roon von der Drehbucharbeit zurück und produzierte ab 1931 mit ihrer eigenen Firma Ada van Roon Produktion Kulturfilme. 1934 musste sie ihre filmische Tätigkeit komplett einstellen.
Filmografie Drehbücher
1920: Der Spuk des Lebens (auch Darstellerin) 1920: Der unsichtbare Dieb (auch Darstellerin) 1920: Die Strahlen des Todes 1921: Der Mann im Schrank (Darstellerin) 1923: Paddy, der Findling oder: Der Kampf der Vier 1923: Die Flucht aus dem Leben 1923: Der Fürst der Landstraße 1923: Der Narr und die Anderen 1924: Das Haus im Dunkeln 1924: Menschen im Nebel 1924: Höhenfieber 1925: Die Handschrift des Inka 1925: Der unbekannte Gegner 1927: Die Welt ohne Waffen 1928: Liebe und Bazillen 1929: Drei machen ihr Glück 1929: Alimente 1930: Mit Büchse und Lasso durch Afrika (Dokumentarfilm) 1930: Der Bergführer von Zakopane
Produktion von Kurzdokumentarfilmen 1931: Flucht aus dem Alltag 1932: Schwimmkünstler 1932: Der König der Tiere und seine Sippe 1933: Huftiere 1933: Wassersport und Wasserwandern 1933: Der 1. Mai 1933. Der Feiertag der nationalen Arbeit 1933: Deutsche Glocken am Rhein (auch Regie) 1934: Im Frühling des Lebens
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 6: N – R. Mary Nolan – Meg Ryan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 617.
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