Die Liste von Burgen und Schlössern in Unterfranken ist ein Verzeichnis von historischen Anwesen, wie Burgen, Schlössern, Herrensitzen, Festungen, Motten, Burgställen und Wehrkirchen auf dem Territorium des heutigen Regierungsbezirks Unterfranken im Bundesland Bayern, aufgeteilt in kreisfreie Städte und Landkreise. Nicht aufgeführt sind Zier- und Nachbauten, die nie als Wohngebäude oder zur Verteidigung genutzt wurden. Es gibt weitere Listen für die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, und Schwaben.

Regierungsbezirk Unterfranken Aschaffenburg Name Ort Typ Entstehungszeit Erhaltungszustand und heutige Nutzung Bild Schloss Johannisburg Aschaffenburg Residenz der Mainzer Erzbischöfe ab 1604 an Stelle einer älteren Burganlage erbaut Besitz der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, mehrere Museen 100pxweitere Bilder Schönborner Hof Aschaffenburg Stadtpalais der Grafen von Schönborn 1673 bis 1681 erbaut, das 80 Jahre ältere adlige Storchennest wurde später Teil der Anlage Naturwissenschaftliches Museum der Stadt, umfangreiche Insektensammlung und repräsentative Sammlung der Mineralogie und Geologie des Spessarts, Stadt- und Stiftsarchiv (Städtisches Museum) 100pxweitere Bilder Schloss Schönbusch Aschaffenburg Lustschloss mit großem englischen Landschaftsgarten 1778 bis 1781 Naherholungsgebiet, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen 100pxweitere Bilder

Schweinfurt Name Ort Typ Entstehungszeit Erhaltungszustand und heutige Nutzung Bild Alte Reichsburg Schweinfurt Schweinfurt-„Flur Peterstirn“ Höhenburg (Spornburg) Früh- und hochmittelalterlich Abgegangen, Halsgraben erhalten, erste Schweinfurter Reichsburg oberhalb der Markgrafenburg, heute Standort des Beerhüterturms, einem Aussichtsturm 100px Hennebergische Reichsburg Schweinfurt Schweinfurt-Zürch Niederungsburg, Reichsburg vor 1310 Ab 1310 Hennebergische Reichsburg (sö Ecke der „Neustadt“), schon 1361/1383 konnte sich Schweinfurt von der hennebergischen/würzburgischen Pfandschaft lösen, ab 1409 durch König Ruprecht und 1427 durch König Sigismund Erlaubnis zum völligen Abbruch der (hennebergischen) Reichsburg im Zürch (letzte Steine für Stadtmauer (1553/54) und Rathaus (1570) genutzt), heute Wohnbebauung, geringe Mauerreste; die Burgkapelle (Liebfrauenkirche genannt) ist der Chor der heutigen Salvatorkirche 100px Kirchenburg Johanniskirche Schweinfurt-Atstadt Kirchenburg unbekannt Abgegangene Gaden um St. Johannis auf dem Areal des Martin-Luther-Platzes. Grundmauern in Kellern bestehender Häuser erhalten Markgrafenburg Schweinfurt(auch Burgstall Peterstirn) Schweinfurt-„Flur Peterstirn“ Höhenburg (Spornburg) Früh- und hochmittelalterlich Abgegangene Burg der Schweinfurter Markgrafen, nach 1003 überbaut mit Kloster, später Deutschordenshaus und historisierender Burganlage des 19. Jahrhunderts (zweigeschossigen Turm, sogenannter Karlsturm) 100px Wasserburg Oberndorf Schweinfurt-Oberndorf Wasserburg Hochmittelalterlich Mit der Kreuzkirche überbaute ehemalige Wasserburg (spätestens 13. Jahrhundert), Wassergraben noch erkennbar, eingezogener Chor und südöstlicher ehemaliger Chorturm mit Welscher Haube, ehemals Teil der Burgkapelle (diese 1094 erstmals als Laurentius-Kapelle urkundlich) (alles Teile des Baudenkmales D-6-62-000-57), im Kern 13./14. Jahrhundert, Einfriedungsmauern sind keine Burgmauern und ca. 16./17. Jahrhundert (Teil des bayerischen Bodendenkmals D-6-5927-0197) 100px

Würzburg Name Ort Typ Entstehungszeit Erhaltungszustand und heutige Nutzung Bild Altes Schloss (Rebstocksches Schloss) Würzburg-Rottenbauer Wasserburg, Schlossausbau 12./13. Jh. nur Grundmauern vor dem Unteren Schloss Festung Marienberg (Festung Unser Frauen Berg) Würzburg Kirchenburg, später Festung, später tw. Umbau in Renaissance-Residenzschloss 704 (706) Kirche, um 1200 Burganlage, 1253 bis 1719 Residenz der Würzburger Fürstbischöfe erhalten, zwei Museen: Mainfränkisches Museum und Fürstenbaumuseum, außerdem mehrere Gastronomiebetriebe mit Veranstaltungsräumen sowie Wohnungen 100px Huttenschlösschen Würzburg Sommerresidenz (Sommerschlösschen) 1720 für Fürstbischof Christoph Franz von Hutten 2× wiederaufgebaut, erhalten, im Besitz Corps Rhenania Würzburg 100px Huttenhof Würzburg-Altstadt Stadtpalais Barock-Bauwerk von und für Balthasar Neumann, danach Verkauf an von Hutten im 2. Weltkrieg zerstört, um 1950 Wiederaufbau, erhalten (Kapuzinerstraße 2) jetzt Rotkreuzklinik 100px Burgstall Oberdürrbach Würzburg-Oberdürrbach Spornburg unbekannt kaum oberirdischen Reste (2 Steinwälle) Oberes Schloss Würzburg-Rottenbauer kleines Schloss derer von Wolfskeel (Landhaus im Barockstil) 1700 (um) erhalten, heute Wohngebäude eines landwirtschaftlichen Anwesens 100px Würzburger Residenz Würzburg barockes Residenzschloss, Sitz der Würzburger Fürstbischöfe 1719–1744 in zwei Bauabschnitten erhalten, Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges restauriert, seit 1981 UNESCO-Weltkulturerbe 100px Ruine Schenkenschloß(Burg Rossberg) Würzburg-Unterdürrbach Niederungsburg auf kleiner Anhöhe Besitz der Schenken von Rossenberg, um 1270 Bergfried, Mitte 15. Jh. nach Brand Wiederaufbau und mehrere Erweiterungen. 1525 zerstört 28 m hoher Bergfried, wenige Mauerreste und Ringgraben 100px Steinburg (Castrum in Lapide) Würzburg-Unterdürrbach Höhenburg (Würzburger Stein) 13. Jh. (um 1260) durch das Haus Hohenlohe Noch im 13. Jh. wieder zerstört, vor 1898 als Schloss und späteres Hotel neu aufgebautSteinburg im regio-wiki Würzburg; abgerufen am 9. Oktober 2018 100px Unteres Schloss (Wolfskeelsches Schloss) Würzburg-Rottenbauer Schloss derer von Wolfskeel 1575 (um) erhalten 100px

Landkreis Aschaffenburg Name Ort Typ Entstehungszeit Erhaltungszustand und heutige Nutzung Bild Burgstall Altenburg Gemeindefreies Gebiet Schöllkrippener Forst-„Reuschberg“ Wallburg 10./11. Jahrhundert Abgegangen 100px Burg Alzenau Alzenau Höhenburg in Ortslage, erbaut durch die Mainzer Erzbischöfe 1395–1399 Ruine, wesentliche Teile erhalten 100px Schloss Emmerichshofen Kahl am Main spätbarocke Schlossanlage, benannt nach dem Mainzer Erzbischof Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim 1766 Erhalten 100px Schloss Geiselbach Geiselbach Wasserburg (Schloss mit einem Wassergraben oder Wasserhaus genannt) Mittelalterlich, Besitz der Abtei SeligenstadtVermutlich in den Auseinandersetzungen mit erzwungener Belehnung des Ortes an Erpho zu Gelnhausen abgegangen. Vergleiche bei: Stephan Behlen: Der Spessart: Versuch einer Topographie dieser Waldgegend, mit besonderer Rücksicht auf Gebirgs-, Forst-, Erd- und Volkskunde, Brockhaus Verlag, Leipzig 1823, II. Band, S. 155, nach 1802 Sitz der Vogtei, später Pfarrhaus Abgegangen Burgstall Gräfenberg (Burg Landesehre?) Hösbach-Rottenberg-„Gräfenberg“ Gipfelburg der Grafen von Rieneck Mitte 13. Jahrhundert, auf und neben Wallanlagen der Latènezeit errichtet Abgegangen, nach 1261 (Konflikt Mainz/Rieneck) bereits wieder zerstört, Mauerreste sichtbar, durch Steinbrüche ab dem 18. Jahrhundert zu großen Teilen abgetragen 100px Burgstall Haibach Haibach Höhenburg Mittelalterlich Abgegangen 100px Burg Hauenstein Krombach-Hauenstein Spornburg, Turmhügelburg um 1300 Ruine, Mauerreste erhalten 100px Kirchenburg Hessenthal (Unsrer Lieben Frau) Mespelbrunn-Hessenthal Kirchenburg Mittelalterlich Erhalten 100px Wehrkirche Hörstein (Mariä Himmelfahrt) Alzenau-Hörstein Kirchenburg Spätmittelalterlich Erhalten 100px Burgstall Kalmus Krombach-„Kalmus“ Höhenburg, Gipfelburg Mittelalterlich Abgegangen Burgstall Ketzelburg Haibach Burg, Hochmotte 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts, kurze Zeit später wieder verlassen Abgegangen, Ausgrabungsreste und Wohnturmrest als Nachbau, Schautafeln, in Spessartrundweg integriert 100px Burgstall Klosterberg (= Burg Waldenberg) Hösbach-Rottenberg-„Klosterberg“ Höhenburg 13. Jahrhundert (wahrscheinlich eher 1183) Abgegangen, Mauerreste sichtbarHeute möglicherweise als Burg Waldenberg anzusehen; die Zuordnung der Waldenburg zum Alten Schloss (Waleburg) in Kleinwallstadt kann aufgrund der Ausgrabungen von 2006 bis 2010 nicht mehr aufrechterhalten werden. 100px Burgstall Kugelburg Goldbach-„Kugelberg“ Höhenburg, Gipfelburg 12. Jahrhundert Abgegangen, Turmhügel und Graben erhalten 100px Schloss Luitpoldshöhe Gemeindefreies Gebiet Rohrbrunner Forst Jagdschloss des Prinzregenten Luitpold 1889 Erhalten, Privatbesitz 100px Schloss Mespelbrunn Mespelbrunn Wasserschloss der Familie Echter Frühes 15. Jahrhundert an Stelle eines älteren Weiherhauses Erhalten, Privatbesitz, teilweise öffentlich zugänglich 100px Schloss Maisenhausen Alzenau-Michelbach Erbaut als Wasserschloss, später Umbau in Barockschloss 16. Jahrhundert (um 1700 umgebaut) Erhalten, nicht zu besichtigen 100px Schloss Michelbach Alzenau-Michelbach Wasserschloss 16. Jahrhundert Erhalten, nach Sanierung 2006 heute Museum der Stadt Alzenau und Veranstaltungsort 100px Burg Mömbris Mömbris Spornburg um 1300 Burgstall, Burgplateau und dreiseitiger Burggraben im Bereich des Friedhofs 100px Burg Mole (Molen) Heimbuchenthal Hochmittelalterliche Wasserburg vor 1363, nach 1430 nicht mehr dauerhaft bewohnt Abgegangen, nur Ausgrabungsreste von 2008/2009 100px Burgstall Randenburg Alzenau Höhenburg 1227 ersterwähnt Abgegangen 100px Schloss Rothenbuch Rothenbuch Schloss an Stelle älterer Burganlage, Ehem. Kurmainzisches Jagd- und Wasserschloss von 1527 1318 erstmals urkundlich erwähnt Erhalten, beherbergt heute ein Schlosshotel und ein Tagungszentrum, gegenüber befindet sich die Schlosskapelle von 1573 100px Burgstall Schanzenkopf Alzenau-Wasserlos-„Schanzenkopf“ Höhenburg, Gipfelburg, zuvor Ringwallanlage Vorgeschichte und Mittelalter Bodendenkmal Nr. D-6-5920-0028 als Burgstall des Mittelalters. Abgegangen, Wallanlagen sichtbar. 100px Ringwall Schanzenkopf→ Schwedenschanze Alzenau-Michelbach-„Schanzenkopf“ Ringwall und Abschnittswall Vorgeschichtlich Bodendenkmal Nr. D-6-5820-0005: Abschnittsbefestigung nordöstlich der Dorsthöfe mit Funden der jüngeren Latènezeit; abgegangen, Wallreste sichtbar. Im Volksmund als Schwedenschanze bezeichnet. Nicht zu verwechseln mit der quadratischen Ringwallanlage auf dem gleichnamigen Schanzenkopf bei Wasserlos 100px Schloss Schöllkrippen Schöllkrippen Wasserschloss Mittelalterlicher Vorgängerbau, Schloss aus dem 14. Jahrhundert, 1544 Erneuert Erhalten, dient heute als Rathaus 100px Schloss Unterbessenbach Bessenbach-Unterbessenbach Schloss mit Park Schloss von 1842, Vorgängerbau von 1577 Erhalten, in Privatbesitz, kann nicht besichtigt werden 100px Burgstall Unterschnorrhof (Schloss Herbroch) Dammbach-Unterschnorrhof Wasserburg wohl 14. Jahrhundert, Kurmainzer Besitz, auf der Pfinzingkarte von 1562/1594 noch eingezeichnetKulturweg Dammbach: Tafel 4: Unterschorrhof: Standort von Schlos Herbroch Abgegangen, Burgstelle heute verebnet, im Luftbild erkennbar 100px Burgstall Vergessene Burg Alzenau Wallburg 10. Jahrhundert Abgegangen 100px Burgstall Wahlmich (Weilerburg) Waldaschaff-„Flur Wahlmich“ Höhenburg, Hangburg Mittelalterlich Abgegangen 100px Schloss Wasserlos Alzenau-Wasserlos Schloss auf Resten einer älteren Burganlage 1790 Erhalten, dient heute als Kreiskrankenhaus 100px Schloss Weiler Bessenbach-Weiler Wasserschloss mit Park Zwischen 1633 und 1667 Erhalten, Privatbesitz 100px Schloss Weyberhöfe Sailauf-Weiberhof Jagdschloss der Mainzer Erzbischöfe 1265 Erhalten, beherbergt heute ein Hotel und ein Restaurant 100px Schloss Wiesen Wiesen Jagdschloss der Mainzer Erzbischöfe 1597 (spätmittelalterlicher Vorgängerbau, Besiedlungsspuren bis ins 13. Jahrhundert) Erhalten, in Privatbesitz, wird restauriert 100px Burg Womburg Mömbris-Schimborn (nördlich auf Krombacher Gemarkung) Hangburg der Grafen von Rieneck unbekannt Abgegangen 100px

Landkreis Bad Kissingen