mini|Langensteinbach

Langensteinbach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Langensteinbach hat eine Fläche von 3,455 km². Sie ist in 581 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5946,01 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hohenschwärz (zum Teil) und Holzapfelshof (zum Teil).

Geographie Durch das Dorf fließt der Hofwiesengraben, ein linker Zufluss der Rotach. Der Ort ist unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben, im Ort selbst gibt es eine Eiche, der als Naturdenkmal geschützt ist. Im Südosten wird die Flur Lettenfeld genannt, im Norden Riesenberg. 0,3 km westlich befindet sich das Auholz, 0,75 km südwestlich das Hirtenholz, 0,75 km südöstlich das Riesenholz und 0,5 km östlich das Brandholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Sittlingen (1,3 km östlich), nach Grobenhof (1,5 km südlich) und die Kreisstraße AN 45 kreuzend nach Unterwinstetten (1,5 km nordwestlich).

Geschichte Die Fraisch über Langensteinbach war strittig zwischen dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 21 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das oettingen-spielbergische Oberamt Dürrwangen (1 Halbhof) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (evangelische Kirchenpflege: 1 Gütlein; Ratsamtspflege: 2 Güter; Reichalmosenpflege: 2 halbe Hofgüter, 2 Gütlein; Siechenpflege: 4 halbe Hofgüter, 1 Gut, 4 halbe Güter, 4 Gütlein).T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 436.

1806 kam Langensteinbach an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Langensteinbach 1809 dem Steuerdistrikt Segringen und der Ruralgemeinde Wolfertsbronn zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Langensteinbach.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 539. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Dinkelsbühl zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Dinkelsbühl (1919 in Finanzamt Dinkelsbühl umbenannt, seit 1973 Finanzamt Ansbach). Die Verwaltung übernahm 1862 das neu geschaffene Bezirksamt Dinkelsbühl (1939 in Landkreis Dinkelsbühl umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag beim im gleichen Jahr gebildeten Stadt- und Landgericht Dinkelsbühl (1879 in das Amtsgericht Dinkelsbühl umgewandelt, seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,348 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1971 nach Dinkelsbühl eingemeindet. Mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 kam Langensteinbach an den Landkreis Ansbach.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 569.

Baudenkmal Haus Nr. 19: ehemaliges Feuerwehrhaus, erdgeschossiger Massivbau mit Krüppelwalm und kleinem Anbau, 19. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2015 Einwohner 111 142 145 155 161 149 130 144 154 166 157 150 162 162 173 187 183 180 154 223 207 199 173 167 141 113HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 25 27 25 23 29 30 31 30 31 31 Quelle Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1970 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach