Esbach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Esbach hat eine Fläche von 2,608 km². Sie ist in 284 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9182,07 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Ketschenweiler und Rauenstadt.
Geographie Der Weiler liegt am Krebsgraben, der mit weiteren Bächen einen rechten Zufluss der Wörnitz bildet. Im Süden liegt das Flurgebiet Stocklach, im Osten das Flurgebiet Kessel. 0,5 km südlich liegt das Bannholz, 0,5 km nördlich das Winterholz, 0,75 km nordöstlich das Schusterholz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Obermeißling (0,7 km südöstlich) bzw. nach Ketschenweiler (0,6 km nordwestlich).
Geschichte Die Fraisch über Esbach war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Crailsheim, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Bernhardsweiler. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 7 Gütlein.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 412.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Crailsheim.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 557f.
1806 kam Esbach an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Esbach 1809 dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Weidelbach zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Esbach, zu der Ketschenweiler und Rauenstadt gehörten.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 537. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Dinkelsbühl zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Dinkelsbühl (1919 in Finanzamt Dinkelsbühl umbenannt, seit 1973 Finanzamt Ansbach). Die Verwaltung übernahm 1862 das neu geschaffene Bezirksamt Dinkelsbühl (1939 in Landkreis Dinkelsbühl umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag beim im gleichen Jahr gebildeten Stadt- und Landgericht Dinkelsbühl (1879 in das Amtsgericht Dinkelsbühl umgewandelt, seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach). Mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 kam Esbach an den Landkreis Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,627 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. April 1971 nach Dinkelsbühl eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Esbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 109 104 120 123 123 116 111 123 103 101 100 103 103 95 102 114 106 106 101 153 151 107 97 96HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 21 21 20 21 19 19 19 20 18 Quelle Für die Gemeinde Esbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Ketschenweiler (S. 47) und Rauenstadt (S. 74)
Ort Esbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015Einwohner 39 40 43 39 32 36 37 61 37 31 38 32Häuser 9 7 7 7 7 7 6 9 Quelle Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ulrich (Weidelbach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach