Die Ohio Players waren eine US-amerikanische R&B-, Soul- und Funkband aus Dayton, Ohio. Ihre erfolgreichsten Hits waren Fire und Love Rollercoaster.
Geschichte Die Band wurde 1959 von Robert Ward (Gesang, Gitarre), Marshal Jones (Bass), Clarence Satchell (Saxophon, Gitarre), Cornelius Johnson (Schlagzeug) und Ralph Middlebrooks (Trompete, Posaune) in Dayton, Ohio als „Ohio Untouchables“ gegründet. Am Anfang wurde sie als Begleitband der Detroiter Gruppe „The Falcons“ bekannt. 1963 verließ Frontmann Robert Ward wegen einer Solokarriere die Band, die anderen vier Mitglieder blieben in der Gruppe. Im selben Jahr kamen Gregory Webster (Schlagzeug) und Leroy „Sugarfoot“ Bonner (Gitarre) sowie Bobby Lee Fears und Dutch Robinson (beide Gesang) dazu.
1970 löste sich die Gruppe erneut auf. Aber kurze Zeit später gründeten Bonner, Satchell, Middlebrooks, Jones und Webster die Ohio Players mit Bruce Napier (Trompete), Charles Dale Allen (Gesang), Marvin Pierce (Posaune) und Billy Beck (Keyboard) erneut. Ein Jahr später hatte die Formation mit ihrem zweiten Studioalbum Pain abermals einen Erfolg in den USA.
1973 landete die Gruppe mit Funky Worm ihren ersten großen Erfolgshit; der Song schaffte es auf Platz 1 in den Billboard R&B-Charts und Platz 15 der Popcharts. Außerdem wurden im selben Jahr Billy Beck durch Walter Morrison und Gregory Webster durch James Williams ersetzt. Später kamen dann noch Clarence Willis (Gitarre, Gesang) und Robert Jones (Perkussion) dazu.
Zwischen 1973 und 1976 hatten die Ohio Players sieben Top-40-Hits in den Billboard Hot 100, darunter Fire und Love Rollercoaster, die sowohl in den R&B- als auch in den Popcharts Platz 1 erreichten. Auch Sweet Sticky Thing kletterte 1975 auf die Spitzenposition der R&B-Charts, kam in den Popcharts jedoch nicht über Platz 33 hinaus.
1976 hatte die Gruppe mit Who’d She Coo? ihren einzigen Erfolg im Vereinigten Königreich, wo das Lied auf Platz 43 der Charts stieg. In den R&B-Charts war es der fünfte und letzte Nummer-eins-Hit der Ohio Players, in den Popcharts der letzte Top-20-Erfolg. Bis 1988 platzierten sich noch diverse Singles auf mittleren Positionen der R&B-Charts, lediglich O-H-I-O schaffte es 1977 in die R&B-Top-10.
Am 30. Dezember 1995 starb Clarence Satchell 55-jährig an einem Gehirnaneurysma, am 19. November 1997 Ralph Middlebrooks 58-jährig, am 25. Dezember 2008 Robert Ward 70-jährig und am 26. Januar 2013 Leory „Sugarfoot“ Bonner 69-jährig an Krebs.
Diskografie
Studioalben
Weitere Studioalben 1969: Observations in Time (Capitol 192) 1981: Ouch! (Boardwalk 33347) 1984: Graduation (Air City 403)
Livealben 1996: Jam (Mercury 314 532 406-2) 1996: Ol’ School (Intersound 9177), aufgenommen live 2. Dez. 1995 im Fox Theater in Atlanta, Georgia. 1997: (Live Series) Sweet Sticky Thing (EMI-Capitol Music Special Markets 72438-19417-2-0) 2013: Live 1977 (Goldenlane 1078)
Kompilationen
Weitere Kompilationen 1972: First Impressions (Trip 8029) 1975: The Very Best Of (The World Of) Ohio Players (United Artists LA502-E) 1976: 16 Greatest Hits (Trip 1623) 1977: Superpack (2 LPs; Trip 3506) 1980: Young and Ready (Accord 7102) 1993: Orgasm: The Very Best of the Westbound Years (Westbound 062) 1995: Funk on Fire: The Mercury Anthology (Mercury 28102) 1997: The Best Of (Polygram Special Markets 314 520 384-2) 1999: Backtracks (Renaissance 00609) 2000: The Best of Ohio Players (Mercury 314 542 268-2) 2002: Ohio Players (BCI Music 568) 2005: Love Rollercoaster: Anthology (Goldenlane 1563) 2007: The Essential Ohio Players (Mastercuts 20) 2008: Gold (2 CDs; Mercury B0010821-02)
Singles
Weitere Singles 1967: A Thing Called Love 1968: It’s a Crying Shame 1969: Here Today and Gone Tomorrow 1969: Over the Rainbow 1971: Proud Mary / Pain 1972: Walt’s First Trip 1974: Sleep Talk 1975: Happy Holidays 1979: Don’t Say Goodbye 1984: Follow Me 1997: Don’t You Know I Care
Weblinks
Ohio Players bei Whosampled.com Ohio Players:
Einzelnachweise
Kategorie:Funkband Kategorie:Rhythm-and-Blues-Band Kategorie:Soulband Kategorie:US-amerikanische Band