Gumpenweiler ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schnelldorf im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Abweichend von der Gemeindezugehörigkeit hat der Ort die Postleitzahl von Kreßberg. Gumpenweiler liegt in der Gemarkung Haundorf.

Geografie Der Weiler liegt am Schönbach, einem rechten Zufluss der Zwergwörnitz. 1 km südwestlich befindet sich die Ruhe (), die eine Erhebung der Crailsheimer Hardt ist, die Teil der Frankenhöhe ist. 0,5 km nordöstlich liegt das Haundorfer Holz. Die Landes- bzw. Staatsstraße 1010 führt nach Leukershausen (1,2 km nordwestlich) bzw. nach Bergertshofen (0,9 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Haundorf zur Kreisstraße AN 38 (2 km nordöstlich).

Geschichte Im Jahre 1346 wurde Gumpenweiler erstmals urkundlich erwähnt.Heinz Meyer: Zwischen den Ländern, S. 17. Der Ort lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahre 1732 gab es 4 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (2 Anwesen) und das Kastenamt Crailsheim, das die Ansprüche der Pfarrei Leukershausen (1 Anwesen) und der Gotteshauspflege Bergertshofen (1 Anwesen) verwaltete.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Gumpenweiler (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Bis zum Ende des Alten Reiches änderte sich an den Verhältnissen nichts.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 434. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.

Im Jahre 1806 wurde Gumpenweiler als links des Schönbachs gelegener Ort willkürlich dem Königreich Bayern zugeschlagen, während Leukershausen, zu dem der Ort bis dahin politisch gehörte, als rechts des Schönbachs gelegener Ort dem Königreich Württemberg zugeschlagen wurde. Im Anschluss erfolgte auch die kirchliche Loslösung von der Heimatgemeinde Leukershausen und Zuordnung zu der auf bayerischem Gebiet liegenden Pfarrei Unterampfrach. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Gumpenweiler dem Steuerdistrikt Unterampfrach und der Ruralgemeinde Haundorf zugeordnet.

In den Jahren 1919 und 1955 gab es Anträge auf Eingliederung in die Gemeinde Leukershausen, um die von oben verordnete Trennung wieder aufzuheben, die jedoch beide von der bayerischen Regierung abgelehnt wurden.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Gumpenweiler am 1. Januar 1972 nach Schnelldorf umgegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 35 38 41 35 36 29 40 40 30 28 22HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 7 6 6 6 6 6 6 6 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian und St. Veit (Unterampfrach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.

Literatur

Heinz Meyer: Zwischen den Ländern, in: Evangelisches Sonntagsblatt aus Bayern (2. September 2012), S. 17.

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Schnelldorf) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1346