Seegeritz ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Taucha im Landkreis Nordsachsen.
Geografie mini|Seegeritz auf einem Kartenausschnitt von 1899
Seegeritz liegt etwa 2,5 Kilometer nordnordwestlich des Stadtzentrums von Taucha. Südöstlich und südlich der Ortslage verläuft die nach Westen fließende Parthe. Nachbarorte von Seegeritz sind Merkwitz im Norden, Pönitz und Gordemitz im Nordosten, Cradefeld und Graßdorf im Südosten, Portitz im Südwesten sowie Plaußig im Westen.
Geschichte mini|Katharinenkirche Seegeritz
Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1350 als Segericz bzw. Segiricz.Vgl. . Die Seegeritzer Kirche liegt oberhalb der Ortschaft auf einer Endmoräne. Die schlichte, turmlose Anlage war mit dem 1947 abgebrochenen Herrenhaus derer von Seegeritz verbunden. An dieses Patronat erinnern die winzigen Barockglocken derer von Bose aus dem Jahr 1722, welche heute im Kirchendach angebracht und funktionsfähig sind. Bemerkenswert ist ein mittelalterliches Kruzifix, welches um 1500 in Leipzig gefertigt wurde. 2006 erfolgte eine umfassende Außensanierung des Kirchbaus.St. Katharinenkirche Seegeritz, abgerufen am 18. April 2012. August Schumann nennt 1824 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Seegeritz betreffend u. a.:
Albert Schiffner ergänzt 1833 u. a.:
Seegeritz lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 60 f. Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Taucha und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig. 1973 wurde Seegeritz nach Merkwitz eingemeindet. Zum 1. Juli 1992 wurde Merkwitz mit Seegeritz nach Taucha eingegliedert.Gebietsänderungen ab 1. Januar 1992 bis 31. Dezember 1992 auf der Internetpräsenz des Statistischen Landesamts des Freistaats Sachsen, S. 2. (PDF-Datei; 14 kB), abgerufen am 18. April 2012.
Von 1950 bis 2025 trug der ortsansässige Fußballverein seine Heimspiele auf dem Sportplatz Seegeritz aus. Vor der politischen Wende agierte der Verein als BSG Traktor Seegeritz, zuletzt bestritt man seine Wettbewerbe unter dem Namen „TSV 1950 Seegeritz e. V.“. Die Heimspiele fanden in der „Pappelarena“ statt. Ende Juli 2025 endete nach 75 Jahren das aktive Vereinsleben im seegeritzer Fußball mit der Auflösung des Gesamtvereins.
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1551 14 besessene Mann, 23 Inwohner1764 14 besessene Mann, 16 Häusler, 7 ½ Hufen1834 1701871 1541890 228 Jahr Einwohnerzahl1910 2751925 2701939 2791946 3171950 310 Jahr Einwohnerzahl1964 3212008 2532011 2242012 238
Literatur
Detlef Porzig: Die Chronik von Taucha nebst Cradefeld, Dewitz, Graßdorf, Merkwitz, Plösitz, Pönitz, Seegeritz und Sehlis – Von den Anfängen bis zum Jahr 1918. Herausgegeben vom Heimatverein Taucha e. V. Tauchaer Verlag, Taucha 2012, ISBN 978-3-897-72216-3. fortgesetzt von: Von der Weimarer Republik bis zur Gründung der DDR. Taucha 2020, ISBN 978-3-000-65504-3.
Weblinks
Webauftritt der Stadt Taucha
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Nordsachsen Kategorie:Geographie (Taucha) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nordsachsen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1973