Dewitz ist eine Ortslage der der Kernstadt Taucha im Landkreis Nordsachsen mit eigener Gemarkung. Die ehemalige Landgemeinde Dewitz wurde mit ihrem Ortsteil Döbitz 1937 eingemeindet.
Geografie Dewitz liegt etwa 1 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Taucha. Südlich der Ortslage verläuft von Ost nach West die Parthe. Zum Gemeindeteil zählt zudem der frühere Ort Döbitz.
Nachbarorte von Dewitz sind Gordemitz und Jesewitz im Nordosten, Sehlis im Südosten, Panitzsch im Süden, Plösitz im Südwesten, Taucha im Westen sowie Pönitz im Nordwesten.
Geschichte mini|Blick auf einen Teil von Dewitz mit Dorfteich mini|Martin-Luther-Kirche Dewitz (April 2021)
Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1350 als Dewicz.Vgl. Die Kirche Dewitz ist ein aus dem 13. Jahrhundert datierender, romanischer Bau, welcher seitdem baulich unverändert ist. Von den ursprünglich 3 Glocken sind heute noch 2 vorhanden. Im Innenraum befindet sich eine eingeschossige Westempore, auf welcher die Orgel ihren Platz hat. Erbauer und Bauzeit sind unbekannt, 2007 wurde sie restauriert. Bemerkenswert ist eine polygonale Kanzel mit gemalten Darstellungen von Moses mit den Gesetzestafeln und Christus. Die Entstehungszeit der Kanzel liegt um 1560, sie entstammt ursprünglich der Kirche Kulkwitz-Knautnaundorf., abgerufen am 17. April 2012.
August Schumann nennt 1814 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Dewitz betreffend u. a.:
Albert Schiffner ergänzt bzw. korrigiert 1828 u. a.:
Die erste belegte Ortsnamenform von Döbitz datiert von Ende des 15. Jahrhunderts als Dobitschen, ursprünglich existierte für Dewitz und Döbitz wohl eine gemeinsame Bezeichnung.
Dewitz und Döbitz lagen bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 60 f. Ab 1856 gehörten beide Orte zum Gerichtsamt Taucha und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig. 1929 wurde Döbitz nach Dewitz eingemeindet.Vgl. 1937 wurde Dewitz mit Döbitz nach Taucha eingemeindet.
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1551 17 besessene Mann, 15 Inwohner1551 5 Inwohner1764 17 besessene Mann, 5 Häusler, 26 ½ Hufen1764 26 Häusler Jahr Einwohnerzahl1834 1991834 2721871 2551871 328 Jahr Einwohnerzahl1890 3061890 3251910 4231910 435 Jahr Einwohnerzahl1925 425
Literatur
Detlef Porzig: Die Chronik von Taucha nebst Cradefeld, Dewitz, Graßdorf, Merkwitz, Plösitz, Pönitz, Seegeritz und Sehlis – Von den Anfängen bis zum Jahr 1918. Herausgegeben vom Heimatverein Taucha e.V. Tauchaer Verlag, Taucha 2012, ISBN 978-3-89772-216-3. fortgesetzt von: Von der Weimarer Republik bis zur Gründung der DDR. Taucha 2020, ISBN 978-3-00-065504-3.
Weblinks
Webauftritt der Stadt Taucha
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Nordsachsen Kategorie:Geographie (Taucha) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nordsachsen)