Greuth (fränkisch: GraidE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 22f.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Nürnberg. Greuth ist der südlichste Ort des Stadtgebiets von Nürnberg und ist als Distrikt 497 Teil des Statistischen Bezirkes 49 (Kornburg, Worzeldorf).

Lage Unmittelbar westlich des Weilers verläuft der Main-Donau-Kanal, im Süden die Bundesautobahn 6 und im Norden die Staatsstraße 2407. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die St 2407 kreuzend nach Gaulnhofen zur Kreisstraße N 1 (2 km nördlich). Im Ort steht eine Linde, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist. Auf dem Weg nach Gaulnhofen, unmittelbar nördlich der St 2407 steht eine weitere denkmalgeschützte Linde.

Geschichte Die ältesten Quellen über das an Kloster Ellwangen zinspflichtige Rodungsdorf „Gerivte“ stammen von Anfang des 13. Jahrhunderts. 1213 verkauft Friedrich von Haslach ein Gut in „Gerute“ dem Kloster Heilsbronn. 1241 gab es im Ort sieben Untertansfamilien. Seit 1313 unterstand „Reut“ dem Kloster Ebrach.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 23.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Greuth aus fünf Anwesen (2 Ganzhöfe, 3 Dreiviertelhöfe) und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Kornburg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Amt Katzwang des Klosters Ebrachs.F. Eigler: Schwabach, S. 392.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 390.

Von 1797 bis 1808 unterstand Greuth dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. 1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Greuth dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Katzwang und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Katzwang zugeordnet. Am 1. Juli 1972 wurde Greuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Nürnberg eingemeindet.F. Eigler: Schwabach, S. 475.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1997Einwohner 46 45 45 52 51 39 39 60 24 34 29 32HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 7 7 7 7 7 7 7 7 Quelle

Religion Greuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Katzwang gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Marien (Neukatzwang) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Stadtteil von Nürnberg Kategorie:Statistischer Distrikt von Nürnberg Kategorie:Weiler in der kreisfreien Stadt Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1213