mini|Die Mittelmühle in Kleingründlach (2012)

Mittelmühle (fränkisch: MiddlmielW. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 68. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: midlmīl.) ist ein Wohnplatz der kreisfreien Stadt Nürnberg.

Geographie Die an der Gründlach gelegene ehemalige Einöde ist heute als Haus Nr. 2 des Mittelmühlwegs aufgegangen.

Geschichte 1363 wurde Mittelmühle erstmals urkundlich erwähnt. Nach W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 47, Ersterwähnung 1383. Flussabwärts befindet sich die Königs- oder Untermühle, flussaufwärts die Obermühle.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Mittelmühle zur Realgemeinde Kleingründlach. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf bestritten wurde. Die Grundherrschaft über die Mühle hatte die Siechkobelstiftung St. Johannis der Reichsstadt Nürnberg.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 140. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt die Mittelmühle die Hausnummer 5 des Ortes Kleingründlach.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kleingründlach dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Bruck und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Eltersdorf zugeordnet. 1912 wurde Mittelmühle nach Großgründlach umgemeindet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 228.

Am 1. Juli 1972 wurde die Mittelmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Nürnberg eingemeindet.

Baudenkmal Mittelmühlweg 2: Mittelmühle, zweigeschossige Mühlen- und Wohngebäude, im Kern aus dem 17. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 1900Einwohner 8 6 6 10 10 9HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836, 1885 und 1900 als Wohngebäude. 2 1 1 1 1Quelle

Religion Mittelmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Großgründlach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Hedwig (Großgründlach) gepfarrt.

Literatur J. Bischoff: „Die Königsmühle an der Gründlach“, in: Erlanger Bausteine 23 (1976), 49–69. Otto Braasch: Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler. S. 181.

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Einzelnachweise

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