Graßdorf ist eine Ortslage der der Kernstadt Taucha im Landkreis Nordsachsen mit eigener Gemarkung.

Geografie mini|Graßdorf auf einer Karte von 1906

Graßdorf liegt etwa 1 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums von Taucha. Nordwestlich der Ortslage verläuft von Süd nach Nord die Parthe.

Nachbarorte von Graßdorf sind Cradefeld im Nordosten, Dewitz/Döbitz im Osten, Taucha in Südost, Süd und Südwest, Portitz im Westen sowie Seegeritz im Nordwesten.

Geschichte mini|Ein Teil des Gutes Graßdorf mini|Plastik im Gut Graßdorf

Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1350 als Grabisdorf bzw. Grabsdorf.Vgl. 1445 war ein Rittersitz am Ort benannt, 1551 erhielt er die Bezeichnung Rittergut. Heute wird auf dem Gut eine Pferdewirtschaft betrieben. , abgerufen am 17. April 2012.

August Schumann nennt 1816 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Graßdorf betreffend u. a.:

Graßdorf lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 60 f. Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Taucha und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig. 1934 wurde Graßdorf nach Taucha eingemeindet.

Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1551 10 besessene Mann, 6 Inwohner1764 13 besessene Mann, 5 Häusler, 9 Hufen1834 88 Jahr Einwohnerzahl1871 981890 1101910 159 Jahr Einwohnerzahl1925 160

Sehenswertes

Das in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Graßdorfer Gut prägt das Ortsbild. Am Weg nach Seegeritz befindet sich an der Ecke zum Graßdorfer Weg ein aufwändig gestaltetes Transformatorenhäuschen. Errichtet wurde dieses technische Denkmal um 1910.

Persönlichkeiten George Werner (1682–1758), Architekt und Baumeister Carl Wilhelm Otto Koch (1810–1876), Jurist und Politiker

Literatur Detlef Porzig: Die Chronik von Taucha nebst Cradefeld, Dewitz, Graßdorf, Merkwitz, Plösitz, Pönitz, Seegeritz und Sehlis – Von den Anfängen bis zum Jahr 1918. Herausgegeben vom Heimatverein Taucha e. V. Tauchaer Verlag, Taucha 2012, ISBN 978-3-89772-216-3. fortgesetzt von: Von der Weimarer Republik bis zur Gründung der DDR. Taucha 2020, ISBN 978-3-00-065504-3.

Weblinks

Webauftritt der Stadt Taucha

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Nordsachsen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nordsachsen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1934 Kategorie:Geographie (Taucha)