Cradefeld ist eine Ortslage der der Kernstadt Taucha im Landkreis Nordsachsen mit eigener Gemarkung.

Geografie Cradefeld liegt etwa 1,5 Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Taucha. Westlich der Ortslage verläuft von Süd nach Nord die Parthe. Östlich tangiert in Süd-Nord-Richtung die Bahnstrecke Leipzig–Eilenburg die Ortslage.

Nachbarorte von Cradefeld sind Pönitz und Gordemitz im Nordosten, Dewitz/Döbitz im Osten, Taucha im Süden, Graßdorf im Südwesten sowie Seegeritz im Nordwesten.

Geschichte mini|Cradefeld auf einer Karte von Hermann Oberreit (1836/39) mini|Eisenbahn- und Fußgängerbrücke über die Parthe

Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1350 als Krodewen.Vgl. August Schumann nennt 1816 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Cradefeld betreffend u. a.:

Cradefeld lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 60 f. Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Taucha und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig. Am 1. Januar 1934 wurde Cradefeld nach Taucha eingemeindet.

Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1551 7 besessene Mann, 2 Gärtner, 7 Inwohner1764 8 besessene Mann, 12 Häusler, 2 ¼ Hufen1834 178 Jahr Einwohnerzahl1871 1841890 2851910 353 Jahr Einwohnerzahl1925 369

Sehenswertes

Das Gut Cradefeld wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Wesentlich älter ist die barocke alte Försterei, die später als Inspektorenhaus für das Gut diente. Das Bauwerk stammt aus dem 3. Drittel des 18. Jahrhunderts. Die alte Schäferei in Cradefeld hat einen markanten Stall- und Scheunenkomplex, sie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts gebaut. Ein ebenfalls in dieser Zeit errichtetes Wohnhaus in offener Bebauung diente vermutlich einem Schäfer als Wohnstätte.

Literatur Detlef Porzig: Die Chronik von Taucha nebst Cradefeld, Dewitz, Graßdorf, Merkwitz, Plösitz, Pönitz, Seegeritz und Sehlis – Von den Anfängen bis zum Jahr 1918. Herausgegeben vom Heimatverein Taucha e.V. Tauchaer Verlag, Taucha 2012, ISBN 978-3-89772-216-3. fortgesetzt von: Von der Weimarer Republik bis zur Gründung der DDR. Taucha 2020, ISBN 978-3-00-065504-3.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Nordsachsen Kategorie:Geographie (Taucha) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nordsachsen)