Neuweiler ist ein Gemeindeteil der Stadt Schillingsfürst im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Neuweiler liegt in der Gemarkung Faulenberg.
Geografie Das Dorf liegt am Klingengraben, einem höheren Zufluss des Wohnbachs, der ein rechter Zufluss der Tauber ist. 0,5 km nordöstlich des Ortes liegt der Effnerwald, 1 km nördlich die Kohlplatte, 1 km südlich der Vordere Grasbühl.
Die Kreisstraße AN 7 führt nach Faulenberg (1 km westlich) bzw. am Sengelhof vorbei nach Schönbronn zur Staatsstraße 2249 (2,2 km nordöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gaishof (1 km östlich) und nach Wohnbach (1,2 km südlich).
Geschichte Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 wurden für Neuweiler 8 Mannschaften verzeichnet, die alle die Reichsstadt Rothenburg als Grundherrn hatten. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus, was allerdings von Hohenlohe-Schillingsfürst strittig gemacht wurde. 1710 wurde Neuweiler durch Vertrag an Hohenlohe-Schillingsfürst abgetreten.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 2, 13. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 709.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es im Ort neun Gemeinderechte, die alle der Reichsstadt Rothenburg vogtbar waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 796.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Neuweiler dem Steuerdistrikt Bellershausen und der Ruralgemeinde Faulenberg zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Neuweiler am 1. Januar 1977 nach Schillingsfürst eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2024Einwohner 64 69 67 54 59 61 73 83 61 55 56 54HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 10 12 12 12 11 14 12 16 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Diebach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Laurentius (Bellershausen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Ortsteil von Schillingsfürst