__NOTOC__ hochkant=0.3|rahmenlos|rechts Liste der Baudenkmäler in Bad Staffelstein:

Ensembles: Altstadt Bad Staffelstein • Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen

Stadtbefestigung

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Ensembles Ensemble Altstadt Bad Staffelstein mini|250px|Südseite des Rathauses mini|250px|Bamberger Straße von Westen nach Osten mini|250px|Südseite des Marktplatzes Das Ensemble () umfasst die Altstadt von Bad Staffelstein innerhalb des Befestigungsrings aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Nach den örtlichen archäologischen Fundstätten, die von Gräbern der Merowingerzeit bis zur Thüringer Kultur des 1. Jahrhunderts zurück reichen, stellt eine um 800 datierte Beschreibung des Gutsbezirks Banz die früheste Erwähnung des heutigen Siedlungsplatzes dar. Vor 1007 wurde die Stadtpfarrei St. Kilian gegründet, vor 1120/1124 gelangte der Fronhof des Ortes an das Domkapitel Bamberg, 1130 erhielt die Siedlung Marktrecht, wobei sich die Lage an einer Straßenverbindung von Bamberg nach Mitteldeutschland wohl begünstigend auswirkte. Mit der Erlangung der Mehrheit des Grundbesitzes und der vollen Gerichtsbarkeit im 14. und frühen 15. Jahrhundert förderte das Domkapitel den Ausbau zur Stadt und 1422 deren Befestigung. 1473 brannte die Stadt, darunter die Pfarrkirche und das Rathaus, nieder. Dass dem Hochstift Bamberg als Landesherrschaft und seinem örtlichen Amt, dem Kastenhof, in der Frühneuzeit die landesherrliche Gewalt über die Stadt weitgehend entzogen blieb, stellt eine lokale Sondersituation dar. Nach dem Übergreifen des Dreißigjährigen Krieges auf die Stadt, insbesondere im Jahr 1633, wurde 1684 nahezu der gesamte Ort, 340 Gebäude mit Ausnahme eines kleinen Areals um die Pfarrkirche, Raub der Flammen. Symbol des anschließenden Wiederaufbaus ist das Rathaus von 1686/87. Die Wirtschaftsstruktur der Handwerks-, Handels- und Beherbergungsbetriebe der Stadt war in der Folgezeit stark auf die nahen Klöster und Wallfahrtsorte Banz, Langheim und Vierzehnheiligen ausgerichtet. Nach der Eingliederung in das Königreich Bayern 1803 verlor der Ort seine Amtsfunktion. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz 1846 ermöglichte neue wirtschaftliche Entwicklungen. Zwischen 1862 und 1972 war der Ort erneut Amtssitz. In der Gegenwart wird die Kleinstadt durch ihre Funktion als Kurort auf der Grundlage der 1975 erschlossenen Thermalsole bestimmt. Die Sole kann seit 1986 in einem Thermalbad genutzt werden, was 2001 zur Verleihung des Titels „Bad“ an die Stadt führte. Der annähernd ovale Stadtgrundriss wird im Westen durch zwei wohl mit der Errichtung der Stadtbefestigung kanalisierte Arme der Lauter, eines Nebenflusses des Mains, begrenzt, an den anderen Seiten durch zum Teil deutlich eingetiefte, künstliche Grabenzonen. Innerhalb des Berings nehmen die West-Ost-Verbindung Bamberger Straße-Marktplatz-Lichtenfelser Straße, die Nord-Süd-Relation Bahnhofstraße-Marktplatz-Horsdorfer Straße und der dem Schnittpunkt angelagerte Markt die wichtigste Stellung ein. Durch die außermittige Lage dieses Straßenkreuzes ist auch die Kirchgasse im Nordwesten als Hauptstraße zu bewerten. Alle anderen Gassen, ursprünglich zumeist Sackgassen, haben untergeordnete Funktionen. Bei der weitgehend regelmäßigen Grundriss-Konstellation fällt der separate, ungewöhnlich weit vom Marktplatz abgerückte Standort der Pfarrkirche St. Kilian auf. Von besonderer Bedeutung ist das geschlossene Erscheinungsbild der Bebauung, dass vom Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1684 geprägt wird. Hierzu zählen meist zweigeschossige, oft giebelständige Vorderhäuser mit Zierfachwerk im Obergeschoss. Als stadträumlich wichtiger Schwerpunkt ist der bereits im 12. Jahrhundert als markant erwähnte Marktplatz mit dem annähernd mittig platzierten, dreigeschossigen Rathaus anzusehen. Weitere repräsentative profane Gebäude mit Solitärstellung sind das ehemalige Amt des Bamberger Domkapitels (heute Amt für Landwirtschaft) und das Stadtmuseum. Neben der Pfarrkirche sind die Sankt Anna-Kapelle, direkt an der Handelsstraße gelegen, und die Sankt Georg-Kapelle im Bereich des ehemaligen Kastenhofes zu nennen. Von der Stadtbefestigung ist neben Mauerresten und größeren Abschnitten des Grünrings der Bamberger Torturm, im Kern aus dem 16. Jahrhundert, erhalten geblieben. Insbesondere im nördlichen Abschnitt der Bahnhofstraße und in der Kirchgasse sind innerhalb des Ensembles vereinzelt Gebäude des 19. Jahrhunderts vorhanden bzw. Gebäude, deren äußeres Erscheinungsbild in diesem Zeitraum geprägt wurde. Durch ihre stadträumliche Stellung in Eck- und Torsituationen ist den Gebäuden Bahnhofstraße 47 und Kirchgasse 1 Bedeutung für das Ensemble zuzuschreiben. In der Silhouette der am Fuß des Staffelberges gelegenen Stadt weisen sich der Turm der Stadtpfarrkirche des 14./15. Jahrhunderts, das Rathaus und den Bamberger Torturm des 16./18. Jahrhunderts weithin sichtbar als Dominanten des Stadtbildes aus. Aktennummer: E-4-78-165-1.

Ensemble Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen mini|Doppelturmfassade der Basilika Vierzehnheiligen Zum Ensemble () gehören die Basilika als Wallfahrtskirche und ihre unmittelbare Umgebung mit dem Propsteigebäude des Franziskanerklosters, zwei Gasthäusern, einer Brauerei, den ortsfesten, standardisierten Verkaufsständen für Devotionalien und dem für die Fernwirkung besonders relevanten, nördlich angrenzenden Hang mit dem Kreuzweg. Die Erwähnung des Standortes beginnt 1344 mit dem Erwerb des Hofes Frankenthal durch das Zisterzienserkloster Langheim von der Familie von Kunstadt. Der Ort, dem die Erscheinungen der 14 Nothelfer in den Jahren 1445/46 zugeschrieben wird, der spätere Standort der Basilika, liegt etwas Hang aufwärts südlich des Standortes vom Hof Frankenthal, vor dem eigentlichen Aufstieg zur Jurahochfläche. Hier wurde 1448 die erste Wallfahrtskirche geweiht, die Geschichte der Pilgerherberge Goldener Hirsch ist bis ins Jahr 1458 zurück zu verfolgen. Der Bau der Basilika begann 1743 und wurde mit der Weihe 1772 abgeschlossen. Nach der Aufhebung des Klosters Langheim 1803 und der Zerstörung der Turmhelme und Dächer der Vierzehnheiliger Basilika durch Brand 1835 übernahm der Franziskanerorden 1839 die Durchführung der Wallfahrten. Verschiedene Gebäude zur direkten Versorgung von Pilgern entstanden Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. In unmittelbarer Nachbarschaft des Ensembles übernahmen die Sankt-Franziskus-Schwestern 1913 den Hof Frankenthal und erweiterten ihn zum Antoniusheim. Ab 1968 entstand an dieser Stelle das Diözesanhaus. Unmittelbar westlich davon wurde ab 1928 der Neubau des Mutterhauses der Sankt-Franziskus-Schwestern errichtet und bis 1986 mehrfach erweitert. Zu diesem Orden gehört auch der Konradshof nördlich unterhalb der Wallfahrtskirche, der in der heutigen Form seit 2001 existiert. Im Zentrum des Ensemblegebietes steht die barocke Basilika. Ihre Türme und die gesamte Außenarchitektur strahlen weit in das Umland aus. Das Propsteigebäude des Franziskanerordens von 1746 ist unmittelbar räumlich und architektonisch auf die Basilika ausgerichtet. Der Ordensfriedhof, der von barocken Kreuzwegstationen flankiert wird, befindet sich in unmittelbarer Nähe. Westlich der Doppelturmfassade befinden sich etwas hangabwärts die Gasthäuser Goldener Hirsch, Goldener Stern und die Verkaufsstände. Besondere Bedeutung für die außerordentlich hohe landschaftsräumliche Wirkung der Basilika wie des Ensembles insgesamt haben die von Bebauung freien und nur gering mit Großgrün bepflanzten nördlichen Hangbereiche, während im Süden die Waldkante die Horizontlinie bildet. Aktennummer: E-4-78-165-2.

Stadtbefestigung Die Stadtbefestigung umfasst einen einfachen Bering mit der Stadtmauer aus Sandsteinquadern und einem Stadtgraben. Sie wurde im 15. und 16. Jahrhundert angelegt. Der Grabenbereich ist an der Ringstraße im Nordosten und im Osten sowie Am Stadtgraben im Süden erhalten. Von der Stadtmauer sind längere Abschnitte im Osten entlang der Ringstraße, im Süden entlang Am Stadtgraben und im Westen entlang Am Unteren Lauterdamm erhalten. Die Mauertürme sind abgegangen. Von den Toren ist nur der Bamberger Torturm erhalten.

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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Bad Staffelstein

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

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