Annette Baumeister ist eine deutsche Regisseurin und Journalistin.
Leben Baumeister machte 1992 Abitur. Anschließend studierte sie Zeitgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Deutsche Literaturwissenschaften in Augsburg, Grenoble und München und arbeitete in dieser Zeit in französischen, amerikanischen und deutschen Archiven. Sie war als Rechercherin für Hundert Jahre, einen Jahrhundertrückblick des ZDF, tätig. Von 2000 bis 2002 absolvierte sie ein Fernsehvolontariat.
Seit 2003 arbeitet Baumeister als freie Autorin und Regisseurin für deutsche und internationale Fernsehsender. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Dokumentationen.
Werke
Ihre Dokumentation „Stasi auf dem Schulhof“ (WDR/MDR) aus dem Jahr 2012 wurde in mehreren deutschen Medien rezensiert.; Informationen über den Fernsehbeitrag auf DasErste.de.
Auf Arte wurde im Mai 2024 erstmals ihre Dokumentation Emilie Schindler - Die vergessene Heldin gesendet. In der Dokumentation zeichnet Baumeister, die Regie führte und für das Buch verantwortlich ist, das Leben von Emilie Schindler, der Ehefrau Oskar Schindlers, nach.
Im November 2025 wurde die dreiteilige Doku-Serie Being Boateng über den ehemaligen Fußballer Jérôme Boateng, bei der sie zusammen mit Ulrike Schwerdtner und Anna Grün Regie führte, in der ARD ausgestrahlt. Die Serie wurde kontrovers diskutiert. Ein zentraler Kritikpunkt war, dass die Doku zu sehr den Fußballer Boateng in den Mittelpunkt stelle und die Gewaltvorwürfe gegen ihn und die Vorwürfe um den Tod seiner früheren Lebensgefährtin Kasia Lenhardt nicht ausgewogen darstelle. An der Serie Beteiligte erhoben nach der Ausstrahlung den Vorwurf, ihre Aussagen seien nur stark verkürzt und inhaltlich verzerrt wiedergegeben worden.
Filmografie (Auswahl)
2024: Emilie Schindler – Die vergessene Heldin, BR / ARD 2024: MAO – Chinas roter Kaiser, SWR / Arte 2024: Playing to Survive - Gottfried von Cramm vs. Hitler, PBS / BBC 2025: Being Jérôme Boateng, BR / SWR / RBB / ARD
Auszeichnungen und Nominierungen 2018: Nominierung Deutsch-Französischer Journalistenpreis in der Kategorie Video für Die Hälfte der Welt gehört uns. Als Frauen das Wahlrecht erkämpften 2020: Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie Dokumentarfilm für Colonia Dignidad – Aus dem Innern einer deutschen Sekte 2021: Nominierung Grimme-Preis 2021 im Wettbewerb „Information & Kultur“ für Colonia Dignidad – Aus dem Innern einer deutschen Sekte 2021: Robert-Geisendörfer-Preis für Colonia Dignidad – Aus dem Innern einer deutschen Sekte 2024: Nominierung Heartland Filmfestival in der Kategorie Bester Film für Playing to Survive - Von Cramm vs. Hitler
Literatur Geschichte Mitteldeutschlands – Von Herrschern, Hexen und Spionen. Sandstein, Dresden 2013, ISBN 3-95498-042-8
Weblinks
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Einzelnachweise
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