Franzenmühle ist ein Gemeindeteil des Marktes Schopfloch im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Franzenmühle liegt in der Gemarkung Dickersbronn.
Geografie Die Einöde liegt am Mühlgraben, einem Oberlauf des Hellenbachs, der ein linker Zufluss der Wörnitz ist. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Köhlau (0,9 km nordöstlich) bzw. nach Dickersbronn (0,3 km südwestlich).
Geschichte Im Jahre 1606 wurde der Ort als „Dickersbronner Dorfmühle“ erstmals urkundlich erwähnt. Der jetzige Name ist wahrscheinlich erst seit dem 19. Jahrhundert in Gebrauch.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 138.
Die Fraisch war strittig zwischen dem oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen, dem ansbachischen Oberamt Feuchtwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Grundherrschaft über die Mühle hatten die dinkelsbühler Bürger Bühlmeyer und Rothmund inne.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 415.
Infolge des Gemeindeedikts wurde Franzenmühle 1809 dem Steuerdistrikt Schopfloch und der Ruralgemeinde Lehengütingen zugewiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 532f. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde sie der neu gebildeten Ruralgemeinde Dickersbronn zugewiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 537. Am 1. Mai 1978 wurde Franzenmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Schopfloch eingegliedert.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 554.
Ehemaliges Baudenkmal Zweigeschossiges Wohn- und Mühlengebäude, verputzt, mit fünf zu vier Obergeschossfenstern; vermutlich noch 18. Jahrhundert. Am Westgiebel Sandsteinrelief mit Wappen der Reichsstadt Dinkelsbühl, bezeichnet „1784“. Zugehöriger Scheunen- und Stallbau aus Brockenquadern, 18. Jh.; Fachwerkgiebel, Korbbogentore.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 138. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 8 8 7 6 7 5 4 5 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendelin (Lehengütingen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Schopfloch, Mittelfranken) Kategorie:Ersterwähnung 1606 Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach