Köhlau (auch Köhlen oder Kohlhöfe genannt) ist ein Gemeindeteil des Marktes Schopfloch im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Köhlau liegt in der Gemarkung Dickersbronn.
Geographie Südlich des Weilers fließt der Köhlauer Graben, ein linker Zufluss des Mühlgrabens (im Unterlauf Hellenbach genannt), der seinerseits ein linker Zufluss der Wörnitz ist. Im Nordosten grenzt der Frickinger Wald an, im Süden liegt das Waldgebiet Lichtenschlag. Im Osten befindet sich der Schafbuck. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße AN 42 (0,6 km nördlich) bzw. an der Franzenmühle vorbei nach Dickersbronn (1,2 km südwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1324 als „ze der kelen“ erstmals urkundlich erwähnt.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 158.
Die Fraisch war strittig zwischen dem oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen, dem ansbachischen Oberamt Feuchtwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Der Schafhof unterstand in der Grundherrschaft dem Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Köhlau (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 170f. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war der Ganzhof in zwei Halbhöfe zerschlagen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 434. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 554.
Infolge des Gemeindeedikts wurde Köhlau 1809 dem Steuerdistrikt Schopfloch und der Ruralgemeinde Lehengütingen zugewiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 532f. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort der neu gebildeten Ruralgemeinde Dickersbronn zugewiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 537. Am 1. Mai 1978 wurde Köhlau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Schopfloch eingegliedert.
Ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 3: Stattlicher, zweigeschossiger Putzbau der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Wohnstallhaus mit drei zu neun Obergeschossfenstern. Die kräftige Mauer der Giebelfront stammt noch vom einstigen Schafhof, der dem Dinkelsbühler Spital gehörte (wahrscheinlich 17. Jh.): Axial Stichbogentüre und Aufzugluken.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 158. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 14 18 22 15 17 21 23 22 15 16 17HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 3 3 5 3 3 3 3 4Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendelin (Lehengütingen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Schopfloch, Mittelfranken) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1324