Herbert Mogg (* 12. Mai 1927 in Wien; † 1. April 2012 in Athen) war ein österreichischer Komponist und Dirigent, der vor allem durch die musikalische Leitung von Wiener Operetten an verschiedenen Musiktheatern bekannt wurde.

Leben Nach dem Schulbesuch studierte Mogg Klavier und Komposition an der Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und komponierte bereits Ende der 1940er zahlreiche Schlager, die Elemente der Operette, aber auch des Swing und für Tänze wie dem Slowfox enthielten. Zu bekannten Kompositionen dieser Zeit gehörten „Wer in England nicht englisch kann“ (1947), „Sommernacht, eine Sommernacht hat mein Herz zur Glut entfacht“ (1948), „Meine große Liebe ist der Wein!“ (1948) und „Du bist für mich ein Rätsel …“ (1948). Herbert Mogg wirkte bis 1962 als Konzertpianist, bevor er sich entschloss, sich als Dirigent zu bewerben. Sein Weg führte ihn an das Stadttheater St. Pölten, dem er bis 1962 verbunden war. 1962 bis 1969 war er als 1. Kapellmeister am Städtebundtheater Hof beschäftigt.

Nach einem ersten Engagement an der am 30. Juni 1956 geschlossenen Scala Wien wirkte er als Dirigent von Wiener Operetten an verschiedenen Musiktheatern in Österreich und Deutschland. Eine große Bedeutung für diese Tätigkeit hatte dabei die Begegnung mit dem Komponisten Hanns Eisler und dem Regisseur Walter Felsenstein.

Nachdem er zwischen 1966 und 1968 als Theaterkapellmeister Organist an der katholischen Stadtpfarrkirche St. Marien in Hof an der Saale war, wurde er 1969 Dirigent am Wiener Raimundtheater und war dort bis 1985 tätig. 1977 wurde er als Nachfolger von Rudolf Marik auch Direktor des Theaters. Während der mehrjährigen Zusammenarbeit zwischen Marik und ihm erlebte die Operette mit Johannes Heesters, Marika Rökk, Zarah Leander und anderen bekannten Darstellern und Sängern einen Höhepunkt.

Der Höhepunkt war die Geburt seines Sohnes im März 1971. Sein Sohn ist seit 1987 selbst als Musiker und DJ unter dem Namen Groundlevel Vienna bekannt.

Im Anschluss wechselte er 1985 als Dirigent an das Wiener Volkstheater, an dem er bis 1987 unter Direktor Paul Blaha arbeitete. Danach wurde er 1987 Dirigent am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und wirkte dort bis 1999. 2000 erfolgte dort die Uraufführung seiner Operette Das Mädchen vom Rialto.

Neben dem dortigen Engagement war er auch Gastdirigent zahlreicher namhafter Orchester wie des der Pariser Oper, des Mozarteumorchesters Salzburg und des Schlosstheaters Schönbrunn. Bei den dortigen Konzerten entstanden auch zahlreiche Konzertmitschnitte wie von Die drei Wünsche von Carl Michael Ziehrer, Die Perlen der Cleopatra von Oscar Straus sowie Die Winzerbraut von Oskar Nedbal.

Liedkompositionen Wer in England nicht englisch kann, 1947 Wenn Du heut Abschied nimmst, 1947 Schmieg Dich enger an, Chérie, 1947 Die Melodie vom Glück, 1947 Sommernacht, eine Sommernacht hat mein Herz zur Glut entfacht, 1948 Meine große Liebe ist der Wein!, 1948 Mein Herz weint Tränen um deine Liebe, 1948 Du bist für mich ein Rätsel …, 1948 Jede Frau ist eine Eva, 1948 Kleines Glück und großes Glück …, 1948 Kleines Fräulein vom Telefon …, 1948 ʹs Rauschgiftlied, 1972 Das Weinpantscherlied, 1972

Konzertmitschnitte (Auswahl) Frühling in Wien : songs for soprano and orchestra, 2000 Die Perlen der Cleopatra, 2004 Die drei Wünsche [Tonträger] : Operette in einem Vorspiel und zwei Akten, 2009 Der Obersteiger: Operette in drei Akten, 2010 Die Winzerbraut: Operette in drei Akten, 2011

Weblinks und Quellen

Komponist Herbert Mogg in Athen verstorben. In: Kurier vom 1. April 2012 Die unsterbliche Operette. Zum Tod des Dirigenten Herbert Mogg. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. April 2012, S. 30

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