Schmalzmühle ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Röckingen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Schmalzmühle liegt teils in der Gemarkung Röckingen, teils in der Gemarkung Reichenbach.

Geografie Die Einöde liegt an der Wörnitz und ist unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. Im Nordosten wird die Flur Eichach genannt. Im Südosten liegt die Forst Dornstadt-Linkersbaindt. Ein Anliegerweg führt zur Kreisstraße AN 47 (0,2 km südöstlich), die nach Fürnheim (2,3 km südwestlich) bzw. die Staatsstraße 2218 kreuzend nach Röckingen verläuft (2,3 km nördlich).

Geschichte Schmalzmühle lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Wassertrüdingen. Grundherr des Anwesens war das württembergische Oberamt Weiltingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 458. (= J. K. Bundschuh, Bd. 5, Sp. 147). Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 575.

Infolge des Gemeindeedikts wurde Schmalzmühle dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Röckingen zugewiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 534.

Baudenkmal Haus Nr. 1: Ehemalige Mühle eines Vierseithofes, Mühl- und Wohngebäude, zweigeschossiger Satteldachbau, rückwärtig Halbwalm, mit Fachwerkgiebel, um 1700, mit östlich angebautem Austragshaus, wohl 19. Jahrhundert; Hofhaus, Nebengebäude, zweigeschossiger massiver Bau mit Steildach, einseitig mit Halbwalm, 1786; ehemaliger Schweinestall, eingeschossiger massiver Satteldachbau, um 1900; Hofeinfahrt, Korbbogentor mit Nebenpforte, bezeichnet „1710“. Für die Instandsetzung der Schmalzmühle erhielten die Eigentümer 2008 die Bayerische Denkmalschutzmedaille.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 11 11 13 7 10 7 10 5 7 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 2 2 2 2 1 1 1 1 Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Röckingen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Heilig Geist (Wassertrüdingen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Röckingen Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ort an der Wörnitz Kategorie:Bayerische Denkmalschutzmedaille